Anzeige

PR-Stunt geht in die nächste Runde: Bundeswehr plant Nachfolgeprojekt zur „Rekruten“-Webserie

Kommt doch nicht ins Fernsehen, zumindest nicht bei RTL II: Die Bundeswehr-Produktion „Die Rekruten“
Kommt doch nicht ins Fernsehen, zumindest nicht bei RTL II: Die Bundeswehr-Produktion "Die Rekruten"

Für die Bundeswehr war die Youtube-Webserie "Die Rekruten" ein sehr erfolgreicher PR-Stunt. Rund 266.000 Nutzer haben die Webserie abonniert. Die Videos wurden zwischen 200.000 bis eine Million Mal geklickt. Nun will das Verteidigungsministerium an den Überraschungserfolg anknüpfen und ein ähnliches Projekt auf den Weg bringen.

Anzeige
Anzeige

Nach der erfolgreichen Bundeswehr-Youtube-Serie „Die Rekruten“ nimmt das Verteidigungsministerium ein weiteres Internet-Projekt in Angriff. Für die zweite Jahreshälfte sei ein ähnliches Vorhaben geplant, das einen vergleichbaren Umfang, aber ein anderes Thema haben werde, sagte ein Ministeriumssprecher am Freitag in Berlin. Darüber hinaus sollen – wie bereits angekündigt – einzelne Protagonisten der „Rekruten“-Doku weiterhin filmisch begleitet werden.

Von November bis Januar hatte die Bundeswehr auf einem eigenen Youtube-Kanal die Reality-Dokumentation „Die Rekruten“ gezeigt, in der über die Ausbildung junger Soldaten berichtet wurde. Bei der Karrierehotline gingen in diesem Zeitraum den Angaben zufolge über 25 Prozent mehr Anrufe ein. Linke und Grüne hatten allerdings die Millionen-Kosten der Kampagne kritisiert und eine Verniedlichung des Soldatenberufs beklagt. Rund 1,7 Millionen Euro hat die Bundeswehr in die Hand genommen, um „Die Rekruten“ zu produzieren.

Anzeige

Die Youtube-Serie, in der junge Rekruten bei ihrer Grundausbildung begleitet werden, könnte nun auch ihren Weg auf den TV-Bildschirm finden. Laut Informationen des Spiegel interessieren sich bereits vier TV-Sender für das Konzept über den Alltag der Rekruten in ihrer Grundausbildung. „Es laufen erste Gespräche mit privaten Sendern, wie man das bisher fürs Internet produzierte Format ins Fernsehen bringen kann.“, heißt es weiter. Um welche Sender es sich hierbei handelt, erklärt das Nachrichtenmagazin nicht. Fakt ist aber: „Die Rekruten“ hat sich für die Bundeswehr zu einem Überraschungserfolg entwickelt. Bis dato (Stand: 3.2.) haben rund 266.000 Nutzer die Webserie abonniert. Jede der knapp sechs Minuten langen Folgen wird zwischen 200.000 bis eine Million Mal geklickt.

Mit Material der dpa

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige