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Nach Unister-Insolvenz: Mittelständisches Medienhaus kauft News.de, will aber anonym bleiben

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Insolvenzverwalter Lucas Flöther arbeitet weiter daran, die Insolvenzmasse des Internet-Unternehmens Unister aufzulösen und vermeldete nun den Verkauf von News.de. Das Nachrichtenportal sei zu einem ungenannten Preis an einen nicht genannten Käufer veräußert worden. Unister musste Mitte vergangenen Jahres Insolvenz anmelden, nachdem Gründer Thomas Wagner ums Leben gekommen war.

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Hinter der Beschreibung des Käufers könnte fast jeder deutsche Regionalverlag passen: „Bei dem Erwerber handelt es sich um ein mittelständisches Familienunternehmen, das bereits ein breites Spektrum an Informationsangeboten betreibt, darunter zahlreiche Anzeigenblätter. Darüber hinaus ist der Käufer an regionalen Radiosendern sowie an mehreren Digitalangeboten beteiligt.“

Neben der Marke News.de wolle der neue Eigentümer auch die 20 Stellen sowie den Standort Leipzig „aufrecht erhalten“, heißt es in einer Mitteilung. Zudem solle das Geschäftsmodell weiterentwickelt werden. „Dabei sollen die Entwicklungspotenziale genutzt werden, die sich aus der Zusammenarbeit von news.de mit den eigenen Medien-Aktivitäten ergeben, z.B. auf dem Gebiet der Audio- und Videoproduktion.“

Hinter der vielversprechenden Domain News.de verbirgt sich bislang ein wenig erfolgreiches Produkt. Das Portal erreichte vergangenes Jahr in der Spitze etwas über 6,5 Millionen Visits (IVW, 06/16) und schloss das vergangene Jahr mit 4,28 Mio. Visits im Dezember ab. Zwischen 2010 und 2011 war News.de sehr viel erfolgreicher und erreichte bis zu 15 Millionen Views. Zurückzuführen waren diese jedoch auf intensives Suchmaschinenmarketing, das komplett zurückgefahren wurde. Ähnliches war bei den damaligen Unister-Portalen Shopping.de und webmail.de zu beobachten.

Inhaltlich hat sich News.de boulevardesk ausgerichtet und arbeitet mit lauten Headlines und viel nackter Haut. Verantwortet wird die Redaktion von Juliane Ziegengeist. Die Vermarktung lag bislang bei OMS.

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