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Jetzt ist es amtlich: Christian Nitsche wird erster medienübergreifender BR-Chefredakteur

Christian Nitsche wird erster trimedialer Chefredakteur des Bayerischen Rundfunks (BR)
Christian Nitsche wird erster trimedialer Chefredakteur des Bayerischen Rundfunks (BR)

Der Rundfunkrat des Bayerischen Rundfunks hat heute über die Leitung von zwei neuen Programmbereichen entschieden und stimmte den Vorschlägen von BR-Intendant Ulrich Wilhelm zu. Demnach wird Christian Nitsche Leiter des neuen medienübergreifenden Programmbereichs „Aktuelles“ sowie Chefredakteur des Bayerischen Rundfunks, Andrea Kister verantwortet künftig den Programmbereich „Politik und Wirtschaft“. Beide Verträge laufen vom 1. April 2017 bis zum 31. März 2022.

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Künftig soll Christian Nitsche als Chefredakteur und Programmbereichsleiter „Aktuelles“ künftig die gesamte, alle Medien übergreifende aktuelle Berichterstattung des Bayerischen Rundfunks (BR) verantworten. Alle bisherigen Einheiten von Hörfunk, Fernsehen und Online mit diesem Schwerpunkt werden dann im Programmbereich „Aktuelles“ gebündelt. Dazu zählen unter anderem BR24, B5 aktuell, Rundschau und Landesberichte, die neu geschaffene Redaktion „Bayern aktuell“, die Landespolitik, das Hauptstadtstudio Berlin sowie mehrere ARD-Auslandsstudios. Die Fachredaktionen des BR liefern diesen Bereichen zu.

Christian Nitsche war bereits 1993 für den Bayerischen Rundfunk tätig, zunächst als freier Mitarbeiter, dann als Volontär und später als Korrespondent. In dieser Funktion berichtete Nitsche auch aus Kriegs- und Krisengebieten. 2003 wurde er Korrespondent im ARD-Hauptstadtstudio. 2011 übernahm er die Leitung der BR-Pressestelle und war aktiv in die Entwicklung des trimedialen Reformprozesses des BR eingebunden. 2014 wechselte er als Zweiter Chefredakteur zu ARD-Aktuell nach Hamburg, wo er die Konzeptentwicklung für ein neues, crossmediales Nachrichtenhaus prägte. Auf seine Initiative hin wurde die vertiefende Hintergrundberichterstattung vor allem bei den „Tagesthemen“ erweitert.

In seiner Sitzung am 2. Februar 2017 hat das Gremium ebenfalls Andrea Kister als Leiterin des trimedialen Programmbereichs „Politik und Wirtschaft“ beschlossen. Dessen Fokus soll auf der alle Medien übergreifenden vertiefenden Darstellung politischer, wirtschaftlicher sowie gesellschaftlicher Themen, Ereignisse und Zusammenhänge liegen. Im Mittelpunkt der Berichterstattung stehen – analog zum Programmbereich „Aktuelles“ – Bayern und der Blick aus Bayern auf Deutschland und die Welt. Auch hier werden die entsprechenden Fach- und Formatredaktionen aus Radio und Fernsehen unter einem Dach zusammengeführt, um sie schrittweise zu crossmedial arbeitenden Einheiten umzubauen. Dazu zählen u.a. die Redaktionen Politik und Hintergrund, Wirtschaft und Soziales, Report und Kontrovers.

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Andrea Kister arbeitete bereits während ihres Studiums der Politischen Wissenschaft, Kommunikationswissenschaft und Deutschen Philologie zunächst als freie Mitarbeiterin und seit 1987 als Redakteurin für den Bayerischen Rundfunk. 1991 war sie als Gründungsmitglied des Nachrichtenkanals B5 aktuell an dessen Konzeption und Einführung beteiligt und prägte das Programm auch als Moderatorin und Chefin vom Dienst. Ab 2010 war Andrea Kister Leiterin der Zentralen Nachrichtenredaktion, deren Fusion mit dem Informationsprogramm B5 aktuell sie erfolgreich auf den Weg brachte. Seither war sie Leiterin der Redaktion Wetter und Verkehr und stellvertretende Leiterin der Programmredaktion B5 aktuell.

Vor zwei Wochen bestätigten BR-Kreise bereits, dass Christian Nitsche auf BR-Chefredakteur Siegmund Gottlieb, der in den Ruhestand geht, folgen soll. 

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