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Nena und Tochter Larissa bei „The Voice Kids“: „Kinder sind nicht von übermäßigem Konkurrenzdenken geplagt“

Nena und ihre Tochter Larissa sind neue Coaches bei „The Voice Kids“
Nena und ihre Tochter Larissa sind neue Coaches bei "The Voice Kids"

Am Sonntag, 5. Februar, startet die fünfte Staffel von "The Voice Kids" um 20.15 Uhr bei Sat.1. Neu ist diesmal, dass Lena Meyer-Landrut als Coach durch Nena und ihre 26-jährige Tochter Larissa Kerner ersetzt wird. Mark Forster und Sasha bleiben dabei. Im Interview erzählen die Musikerinnen Nena und Larissa über ihren neuen Job.

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Nena, Sie waren drei Jahre lang Coach bei „The Voice of Germany“. Wie ist das Gefühl, zurückzukehren?

Nena: Für mich ist diese Staffel etwas ganz anderes. Wir sind diesmal zu zweit, Larissa und ich. Und auch die Energie ist eine andere. Die Kinder gehen das Ganze spielerischer an und sind nicht von übermäßigem Konkurrenzdenken geplagt. Ich habe zum Beispiel noch von keinem einzigen Kind, bei dem nicht gebuzzert wurde, etwas gehört wie: „Das war meine letzte Chance“, oder: „Jetzt ist alles vorbei für mich!“ Kinder leben im Jetzt. Da zählt der Moment und nicht das, was danach kommt. Es ist schön, das zu sehen und mitzuerleben!

Wer ist nervöser vor dem Auftritt: Erwachsene oder Kinder?

Nena: Man kann nicht pauschal sagen, dass Kinder kurz vor einem Auftritt nervöser sind als Erwachsene. Jeder Mensch ist unterschiedlich. Es gibt Kinder, die eine gewisse Nervosität haben, über die sie auch ganz offen sprechen. Und es gibt andere, die damit anders umgehen. Jeder hat halt sein eigenes Gefühl. Das muss einfach so sein.

Jetzt sitzen in der Show erstmals Mutter und Tochter auf einem Doppelstuhl. Wie ist die Kommunikation untereinander?

Larissa Kerner: Sehr gut, auch wenn Mama manchmal schon beim allerersten Ton buzzert, wenn ich gerne noch etwas länger zugehört hätte (lacht). Es ist einfach schön, zu zweit unterwegs zu sein, weil man sich dabei die ganze Zeit austauschen kann. Auf der anderen Seite müssen wir uns auf dem Doppelstuhl auch einig sein und Entscheidungen treffen. Allerdings tun wir uns damit alles andere als schwer.

Sie haben einen ähnlichen Geschmack?

Larissa Kerner: Wir haben nicht in allen Dingen den gleichen Geschmack, surfen aber trotzdem auf der gleichen Welle. Wir sind einfach ein Team und kommen auf den gleichen Nenner.

Wie musikalisch waren Sie als Kinder?

Larissa Kerner: Ich bin mit viel Musik aufgewachsen. Wir haben schon als Kinder viel gesungen. Und meine Eltern haben uns abends mit der Gitarre etwas vorgespielt und in den Schlaf gesungen.

Nena: Wir haben oft auch morgens gespielt zum Aufwachen (lacht).

Larissa Kerner: Stimmt. Meine Brüder machen auch Musik. Und mit meiner Band Adameva verbinde ich Musik und Malerei.

In der Show müssen Sie sich sehr schnell entscheiden, ob Ihnen eine Stimme gefällt oder nicht. Wie war das, als Larissa zum ersten Mal gesungen hat. Waren Sie direkt überzeugt?

Nena: Ich bin ja Mutter und laufe nicht als Talentscout durch mein Haus und gucke, wer in der Familie noch so in Frage käme (lacht). Kinder haben einen ganz natürlichen Zugang zum Singen. Kinder singen, sobald sie ihre Stimme entdecken. Auch wenn Babys weinen, kann das eine Art von Gesang sein. Da hört man als Mutter natürlich hin, weil diese Ausdrucksform einem viel von seinem Kind erzählt.

Larissa Kerner: Wir haben auch schon früh Kinderplatten zusammen gemacht.

Nena: Genau. Du und deine Geschwister, ihr habt alle spätestens mit drei Jahren auf Kinderalben gesungen.

Sind Sie auch schon mal zu Ihrer Mutter gegangen, um sich Tipps zu holen?

Larissa Kerner: Es gibt unterschiedliche Formen, Musik zu leben. Bei uns ist es so, dass wir den Fokus nicht auf Techniken legen. Wir machen einfach Musik, weil es uns Spaß macht. Natürlich entwickeln wir uns alle als Sänger weiter – aber alles sehr spielerisch.

Nena: So ist das auch bei mir. Früher habe ich nie gerne geprobt, sondern mich einfach ans Mikrofon gestellt und gesungen. Später habe ich dann entdeckt, dass es mir doch Spaß macht. Inzwischen probe ich super gerne und habe seit drei Jahren Vocal-Unterricht. Das gilt auch für das Gitarrespielen. Früher habe ich mit drei Akkorden jeden Song gespielt. Inzwischen übe ich richtig. Aber es bleibt, wie gesagt, spielerisch.

Interview: Thomas Bremser

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