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Mehr Web-Lärm für Millennials: die Bild startet neuen Vice- und Bento-Konkurrenten Noizz

Manuel Lorenz leitet die Redaktion von Noiz
Manuel Lorenz leitet die Redaktion von Noiz

Nach dem Ende von Celepedia startet die Bild nun den nächsten Versuch mehr Millennials zu erreichen. Für ihre Attacke auf Bento, Ze.tt, Buzzfeed, Vice & Co. setzen die Berliner auf die Marke Noizz, die bereits in Polen, Serbien und der Slowakei erste Netz-Erfolge feierte. Gemacht wird das junge Portal von Bild.de-Vize Daniel Böcking und dem Bild-Snapchat-Experten Manuel Lorenz, der die redaktionelle Leitung inne hat.

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Zudem sollen die Journalistenschüler der Axel Springer Akademie viele Inhalte beisteuern. Allerdings arbeiten diese auch bereits kräftig an dem noch jüngeren Bild-Ableger Byou mit.

Laut Selbstbeschreibung will das Portal „zeitgemäß, persönlich und überraschend“ über alles berichten, „was die urbane und digital vernetzte Zielgruppe bewegt: Von Mode und Lifestyle über Street-Art und Hip-Hop bis hin zu Politik und Gesellschaft“. Dabei soll das Publikum dort angesprochen werden, wo sich die Nutzer aufhalten: auf dem Smartphone und in Social Media, mit Texten, Bildern und Videos.

Aktuell lauten die Top-Stories auf der Seite: „Ich hab mit meiner Teenie-Schwester YouTube geschaut und jetzt will ich eine Frittier-Party machen“ und „Ahmed, 22: ‚Als schwuler Flüchtling kann ich mich in Deutschland endlich outen‘“.

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Das Portal segelt unter der Flagge von Bild-Digital, ist jedoch eine Kooperation zwischen den Berlinern und der Ringier Axel Springer Media. Diese hatte bereits im November 2015 die Marke Noizz in Polen gestartet. Es folgten weitere Ableger in Serbien und der Slowakei. Insgesamt soll Noizz dort pro Monat 7,5 Millionen Nutzer erreichen. Tatsächlich soll Deutschland nur ein weiterer Baustein auf dem Weg zu einer europäischen Medienmarke sein. Damit würde Noizz einem ähnlichen Konzept wie Vice und Buzzfeed folgen, die beide ebenfalls ihre Marke in immer mehr Ländern starten.

Ebenfalls ähnlich wie die US-Vorbilder wird auch das Springer-Portal weniger auf Banner-Werbung, sondern schwerpunktmäßig auf native Kampagnen setzen. Zudem sollen in der Vermarktung reichweitenstarke Influencer-Konzepte angeboten werden.

Das Marktumfeld, in das sich die Macher stürzen ist kein leichtes. Celepedia erreichte bei seiner letzten IVW-Meldung im Januar 2016 9,1 Millionen Visits und 14,3 Millionen Page Impressions. Bento holte im Dezember 2017 mit 10,3 Millionen Visits gerade einen neuen Rekord. Konkrete Leistungsdaten zu Vice gibt es nicht. Die US-Amerikaner bilden hierzulande mit vielen anderen Angeboten ein Vermarktungsnetzwerk, aus dem sich die Besucherzahlen der einzelnen Seiten nicht seriös herausrechnen lassen.

Zum Start haben die Berliner bereits einen gewissen Facebook-Rückenwind. Sie übernehmen nämlich einfach die rund 400.000 Facebook-Freunde von Celepedia. Als ersten Teaser gab es in den sozialen Netzwerken erst einmal ein wackeliges Handy-Video von der Launch-Party.

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