Apple-Quartalszahlen: Mit 78 Millionen iPhones zurück zum Wachstum

iPhone 7: Apple-Chef Tim Cook freut sich über die Rückkehr des Wachstums
iPhone 7: Apple-Chef Tim Cook freut sich über die Rückkehr des Wachstums

Ausrufezeichen aus Cupertino: Apple konnte bei Vorlage seiner Geschäftsbilanz für das abgelaufene Weihnachtsquartal die Erwartungen der Wall Street leicht übertreffen und die Rückkehr zum Wachstum verkünden. Im Geschäftszeitraum zwischen Anfang Oktober und Ende Dezember konnte Apple-Chef Tim Cook dank 78 Millionen verkauften iPhones sowohl Umsätze als auch einen Gewinn je Aktie auf Rekordniveau ausweisen. Mit 17,9 Milliarden Dollar blieb der Konzernüberschuss allerdings marginal hinter dem Vorjahr zurück.

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Tim Cook hat Wort gehalten. Im Ausblick auf das Weihnachtsquartal hatte der Apple-Chef vor drei Monaten die Rückkehr zum Wachstum angekündigt und genau das nun eingelöst. Und wie: Im Geschäftszeitraum zwischen Anfang Oktober und Ende Dezember konnte Apple die Erwartungen der Analysten nach fast jeder Lesart übertreffen.

Statt wie erwartet 77,3 Milliarden Dollar erlöste der Kultkonzern aus Cupertino im abgelaufenen Quartal, das diesmal 13 Verkaufswochen umfasste, tatsächlich 78,4 Milliarden Dollar – ein Anstieg von  drei Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.

Aktienrückkäufe verhelfen zum höchsten Gewinn je Anteilsschein

Der Nettogewinn verringerte sich im abgelaufenen ersten Quartal des neuen Fiskaljahres allerdings um knapp drei Prozent von 18,36 auf 17,89 Milliarden Dollar.

Weil Apple aber seit Jahren exzessiv – im vergangenen Geschäftsjahr allein für 35 Milliarden Dollar – eigene Aktien zurückkauft, konnte der Gewinn je Aktie moderat von 3,28 Dollar auf 3,36 Dollar je Anteilsschein verbessert und die Erwartungen der Wall Street damit übertroffen werden.

Apple verkauft 78 Millionen iPhones im Weihnachtsquartal

Treiber der Geschäftsentwicklung war einmal mehr das mit Abstand wichtigste Produkt der Konzerngeschichte: das iPhone.  Angetrieben vom Ende September gelaunchten iPhone 7 konnte der wertvollste Konzern der Welt 78,3 Millionen Geräte verkaufen und damit das Vorjahresergebnis um immerhin 5 Prozent überbieten.

Die Wall Street-Schätzungen, die bei rund 77 Millionen verkauften iPhones gelegen hatten, wurden damit geschlagen. Nebenbei stellte Apple einen neuen iPhone-Verkaufsrekord in einem Quartal auf und dürfte Samsung im vierten Kalenderquartal vergangenen Jahres als weltgrößten Smartphone-Hersteller abgelöst haben. Dank der starken Nachfrage nach  dem teureren iPhone 7 Plus stieg auch der Durchschnittsverkaufpreis auf 695 Dollar pro Gerät.

iPad schwächelt weiter, Mac is back

Wie erwartet gaben die Verkäufe der seit Jahren schwächelnden iPad-Unit weiter nach. Nach 16,1 Millionen Einheiten konnte Apple im jüngsten Weihnachtsquartal nur noch 13,1 Millionen iPads absetzen. Das Minus von 19 Prozent fiel deutlich größer aus als von Analysten prognostiziert.

Ein Comeback gelang dagegen der ältesten Konzernsparte: Die Mac-Sparte konnte mit 5,4 Millionen Macintosh-Computern und Laptops wieder zulegen – um ein Prozent nach Einheiten, aber wegen der teuren neuen MacBooks immerhin um 7 Prozent nach Umsätzen.

Service-Sparte liefert, Apple Watch mit bestem Quartal

Erneut der Rolle des Hoffnungsträgers gerecht wurde die zweistellig wachsende Servicesparte iTunes, die dank steigender Abonnements von Apple Music und iCloud die Erlöse um respektable 18 Prozent auf bereits 7,2 Milliarden Dollar steigern konnte. Tim Cook erklärte in der anschließenden Telefonkonferenz mit Analysten, dass Apple die iTunes-Erlöse bis 2020 verdoppeln wolle.

Auch mit der viel gescholtenen Apple Watch, deren Absätze im September-Quartal um erdrutschartige 72 Prozent eingebrochen waren, konnte Apple die selbstgesteckten Erwartungen übertreffen, ohne freilich exakte Zahlen zu nennen. Die Apple Watch habe innerhalb eines Quartals einen neuen Umsatzrekord aufgestellt, erklärte Tim Cook, was wiederum zumindest knapp fünf Millionen verkauften Einheiten entsprechen dürfte.

Wachstum sollte sich im März-Quartal fortsetzen

Der Ausblick auf das März-Quartal lag mit einer Umsatzspanne von 51,5 bis 53,5 Milliarden Dollar unterdessen leicht unter den Markterwartungen von 53,8 Milliarden Dollar, deutete aber eine Fortsetzung des Wachstums an, zumal Apple im Vorjahreszeitraum lediglich 50,8 Milliarden Dollar erlöst hatte.

Anleger reagierten insgesamt angetan auf Apples Quartalsbilanz und schickten die Aktie nachbörslich um mehr als drei Prozent auf 125 Dollar empor.

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