Erst verschoben, nun kein Sendetermin: Wann zeigt die ARD den Dortmunder „Tatort“ zum IS-Terror?

Wahrscheinlich der umstrittenste „Tatort“ dieser Saison: der „Tatort: Sturm“ aus Dortmund
Wahrscheinlich der umstrittenste "Tatort" dieser Saison: der "Tatort: Sturm" aus Dortmund

Am 1. Januar sollte der "Tatort: Sturm" ausgestrahlt werden – "wegen der thematischen Parallelen zum Terroranschlag in Berlin" (so die ARD) wichen die Ermittler aus Dortmund aber kurzfristig den Kollegen vom "Polizeiruf 110". Auch den Ersatztermin am 29. Januar haben Faber (Jörg Hartmann) und Bönisch (Anna Schudt) abgegeben – "aus organisatorischen Gründen". Man ist geneigt zu fragen: Wird der Fall überhaupt noch gezeigt? Die Antwort: Es ist kompliziert.

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Nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche nahm Das Erste den „Tatort: Sturm“, der für den Neujahrstag geplant war, aus dem Programm. Es sei zwar „ein hochspannender“ Fall – „aber mit Rücksicht auf die Opfer, ihre Angehörigen, Betroffene und das Empfinden von Zuschauern wollen wir diesen ‚Tatort‘ nicht am Abend des ersten Tages im neuen Jahr, sondern mit größerem zeitlichen Abstand zeigen.“, so ARD-Programmdirektor Volker Herres.

Jener „zeitliche Abstand“ scheint nun noch größer zu werden: Auf Nachfrage von MEEDIA konnte die ARD immer noch keinen konkreten Ausstrahlungstermin nennen – es werde zwar definitiv einen geben, aber „nicht in den kommenden sechs Wochen“. Die Planung sehe es momentan nicht vor; innerhalb der nächsten zwei bis drei Monaten soll der Fall allerdings zu sehen sein, so ein ARD-Sprecher gegenüber MEEDIA

Der neue Termin für den „Tatort: Sturm“, in dem es die Dortmunder Kommissare Faber (Jörg Hartmann) und Bönisch (Anna Schudt) mit einem flüchtigen Terroristen zu tun bekommen, sollte der 29. Januar sein. Davon sah man allerdings „aus organisatorischen Gründen“ und abseits des Terroranschlags ab: Der kurzfristig auf den 1. Januar 2017 vorgezogene „Tatort: Söhne und Väter“ (SR) wurde schließlich doch an seinem ursprünglichen Sendetermin, dem 29. Januar 2017, gezeigt – der SR habe darum gebeten, an dem Termin festzuhalten, da der „Tatort: Söhne und Väter“ im Rahmen des Max-Öphuls-Filmfestivals (23. – 29. Januar) seine Premiere feiern sollte, so ein ARD-Sprecher weiter.

Der Fall zog beachtliche 9,65 Millionen Zuschauer vor die Bildschirme. In den Kommentarspalten von Facebook und Twitter häufte sich dennoch eine Frage: Wann wird der „Tatort: Sturm“ aus Dortmund gezeigt – wenn er überhaupt noch gezeigt wird?

Bis zum 10. März ist der Sonntag in Sachen „Tatort“ – nach aktuellem Stand der ARD – ausgebucht. Ein möglicher Termin für den „Tatort: Sturm“ könnte allerdings der 17. April 2017 sein – der ursprünglichen TV-Premiere des „Polizeiruf 110: Angst heiligt die Mittel“, der schließlich am Neujahrstag für den „Tatort: Sturm“ eingesprungen ist.

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