Schulz bei „Anne Will“ nicht so stark wie Merkel 2016, „Kitchen Impossible“ grandios, „It takes 2“ desaströs

„Ich bin gefühlt und faktisch der bessere Kandidat“ – ein selbstbewusster Martin Schulz bei Anne Will
"Ich bin gefühlt und faktisch der bessere Kandidat" - ein selbstbewusster Martin Schulz bei Anne Will Martin Schulz bei "Anne Will"

Starke Zahlen für den neuesten "Tatort" aus dem Saarland: 9,65 Mio. Krimi-Fans sahen zu - 26,2%. Auch bei den 14- bis 49-Jährigen gewann der Film mit 2,89 Mio. Sehern. Im Anschluss sahen noch 4,68 Mio. Martin Schulz bei "Anne Will" - starke, aber nicht sensationelle Zahlen. Um 20.15 Uhr besiegte Vox RTL: "Kitchen Impossible" startete mit bei 14-49 grandiosen 12,2% in die neue Staffel, "It takes 2" stürzte auf 7,2%.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Sonntag wissen müssen:

1. Starker SR-„Tatort“ besiegt die Konkurrenz deutlich

9,65 Mio. sahen den neuesten Fall des Saarbrücker Ermittlers Stellbrink – ein toller Marktanteil von 26,2%. Damit erreichte der Krimi das SR-Niveau von vor ziemlich genau einem Jahr. Damals bescherten 9,75 Mio. Seher der Reihe 25,8%. Stärkster Konkurrent war um 20.15 Uhr der ZDF-Film „Frühling – Schritt ins Licht“: 5,29 Mio. entsprachen immerhin 14,4%. Die Privatsender gingen um 20.15 Uhr komplett unter, am besten lief es hier noch für ProSiebens „Planet der Affen: Revolution“ mit 2,06 Mio. und 6,1%.

2. Martin Schulz erzeugt großes Interesse bei „Anne Will“ – rekordverdächtig waren die Zahlen aber nicht

Mit Spannung wurde der Auftritt des neuen SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz bei „Anne Will“ erwartet. Und die Spannung spiegelt sich auch in den Quoten wieder: 4,68 Mio. sahen ab 21.45 Uhr zu – starke 15,6%. Die Zahlen gehören eindeutig zu den besseren der Sonntags-Talkshow. Aber: Vor einer Woche waren beim Thema „Trump im Amt – Verändert das die Weltordnung?“ mit 4,72 Mio. noch ein paar mehr dabei. 2016 knackte „Anne Will“ zudem dreimal die 5-Mio.-Marke. Als Angela Merkel zum letzten Mal einziger Gast bei Will war, sahen im Februar 2016 sogar 6,03 Mio. (20,0%) zu. Hier hat Schulz also noch etwas Nachholbedarf. Im November, als Merkel in einem längeren Interview bei „Anne Will“ über ihre erneute Kanzlerkandidatur sprach, danach aber andere Gäste darüber diskutierten, waren 4,76 Mio. (16,1%) dabei. Das andere Schulz-Interview – „Was nun, Herr Schulz?“ sahen im ZDF um 19.10 Uhr übrigens 4,70 Mio. (15,4%), also 20.000 mehr als später „Anne Will“.

3. „It takes 2“ wird zum Desaster für RTL, der Dschungel verabschiedet sich stark

Völlig chancenlos war um 20.15 Uhr RTL: Die Musikshow „It takes 2“ wollten nur 2,04 Mio. (5,8%) sehen, bei den 14- bis 49-Jährigen entsprachen 920.000 auch nur 7,2% – ein erneuter Tiefstwert. Viel besser lief es im Anschluss für „Das große Wiesersehen“ von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“: 1,63 Mio. 14- bis 49-Jährige entsprachen 23,3%. Vor einem Jahr lief die Show noch um 20.15 Uhr, holte dort mit 3,08 Mio. 20,7%. „Spiegel TV“ erzielte zu sehr später Stunde um 0.40 Uhr mit 580.000 jungen Zuschauern noch 18,5%. ProSieben erreichte mit „Planet der Affen – Revolution“ 1,33 Mio. 14- bis 49-Jährige und solide 11,0%, Sat.1 kam mit dem „Duell der Stars“ auf erneut schwache 780.000 und 6,2%.

4. Tolles Comeback von „Kitchen Impossible“

Um 20.15 Uhr landete im jungen Publikum auch Vox noch vor RTL und Sat.1, sowie gleichauf mit ProSieben: 1,33 Mio. 14- bis 49-Jährige sahen dort „Kitchen Impossible“ – stolze 12,2%. Damit erreichte die erste neue Folge direkt fast das Rekordniveau aus dem März 2016 – damals gab es 12,6%. RTL II blieb mit „Die Trauzeugen“ unterdessen bei 4,1% und damit klar unter Soll hängen, kabel eins erreichte mit den „größten Reisetrends 2017“ immerhin 5,1%.

5. Tele 5 punktet mit „Hängt ihn höher“, Eurosport mit Tennis und Sport1 mit dem „Doppelpass“

Bei den kleineren Sendern landete am Sonntagabend Tele 5 weit über seinem Normalniveau. 800.000 Leute entschieden sich dort um 20.15 Uhr für Clint Eastwood im 50 Jahre alten Western „Hängt ihn höher“ – ein Marktanteil von 2,3%. Normal sind für Tele 5 im Gesamtpublikum 0,9%. Das Publikum bestand übrigens vor allem aus Über-50-Jährigen, denn bei den 14- bis 49-Jährigen gab es mit 110.000 Sehern nur solide 0,9%. Eurosport erzielte unterdessen am Morgen grandiose Quoten mit dem Herren-Finale der Australian Open im Tennis. 740.000 sahen im Durchschnitt zwischen 9.25 Uhr und 12.40 Uhr zu – grandiose 5,6% und damit in etwa das Zehnfache des Marktanteil-Normalniveaus. Auch der Ski-Weltcup aus Garmisch überzeugte im Anschluss noch: mit 650.000 Sehern und 3,8%. Konkurrent Sport1 lockte um 11 Uhr 810.000 zum „Doppelpass“ – 5,3%.

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