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Grünes Licht der Gesellschafter: Paid Content-Hoffnung Spiegel Daily geht Mitte des Jahres an den Start

Bringen Spiegel Daily ins Netz: die beiden Redaktionsleiter Timo Lokoschat (l.) und Oliver Trenkamp (r.)
Bringen Spiegel Daily ins Netz: die beiden Redaktionsleiter Timo Lokoschat (l.) und Oliver Trenkamp (r.)

Der Spiegel will sein lang ersehntes Digital-Produkt Spiegel Daily Mitte des Jahres an den Start bringen. Die Gesellschafter des Spiegel haben (neben der Mitarbeiter KG auch G+J sowie Augstein-Erben) haben dafür grünes Licht gegeben, wie der Verlag mitteilte. Die Redaktionsleitung von Spiegel Daily übernehmen Oliver Trenkamp und Timo Lokoschat. Dazu kommt ein Kernteam von rund zehn Redakteuren.

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Wie der Branchendienst Horizont berichtet, soll Daily voraussichtlich ab sieben Euro monatlich zu haben sein. Dass das Produkt für unter zehn Euro auf den Markt gebracht wird, hatten Experten bereits vor Monaten geschätzt. Wie ebenfalls bereits berichtet worden ist, wird Daily nicht mehr unter der Führung von Cordt Schnibben gelauncht, der als Ideengeber des neuen Produkts gilt. Wie zuletzt berichtet, wird er den Spiegel Verlag ohnehin spätestens im kommenden Jahr verlassen. Bereits im Sommer wechselte Timo Lokoschat, bis dahin stellvertretender Chefredakteur der Abendzeitung, als Leitender Redakteur zu Spiegel Daily. Neben ihm agiert Oliver Trenkamp, CvD bei Spiegel Online. Laut Horizont sollen zu der festen Daily-Mannschaft vier weitere Redakteure aus verschiedenen Print- und Online-Ressorts für jeweils vier Wochen abgeordnet werden.

Mit Daily will der Spiegel ein Angebot zwischen dem wöchentlichem Heft und Spiegel Online schaffen. Das kostenpflichtige Produkt soll als Web-App erscheinen und mit einem festen Redaktionsschluss arbeiten und voraussichtlich um 16 Uhr verfügbar sein. „Es ist vorrangig für die mobile Nutzung konzipiert und soll vor allem über Abonnements vertrieben werden“, heißt es in einer offiziellen Pressemitteilung. Wie es bei Horizont heißt, sei der Launch für April 2014 geplant. Der Spiegel-Verlag spricht von „Jahresmitte 2017“. Und in Redaktionskreisen heißt es, dass man zwar startklar sei, sich aber dennoch nicht auf einen genauen Termin festlegen wolle. In den vergangenen Wochen hätten sich kleinste Entscheidungsprozesse immer wieder in die Länge gezogen.

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Jesper Doub, Geschäftsführer von Spiegel Online über das neue Angebot: „Spiegel Daily ist ein weiterer Baustein im Paid-Content-Angebot der Spiegel-Gruppe. Wir zielen auf die Gruppe der sogenannten ‚Daily Briefer‘, die ein Mal am Tag kompakt, kompetent, multimedial informiert werden wollen. Sie schätzen Online- und soziale Medien als wichtige Informationsquelle, haben aber nicht die Zeit, sie kontinuierlich zu verfolgen. Und sie verbinden mit der Marke Spiegel hohe Glaubwürdigkeit und journalistische Qualität.“

Neben dem Launch des neue Produkts könnte der Spiegel Verlag auch Anpassungen im weiteren Digital-Angebot vornehmen, schreibt Horizont weiter. So wolle man die Kooperation mit Laterpay für das Bezahlangebot Spiegel Plus beenden und den Dienstleister wechseln. Hinter beiden Angeboten soll dann Technologie von Plenigo stehen. Dass vor allem die Geschäftsführung von Spiegel Online mit dem Bezahlmodell von Laterpay Schwierigkeiten hatte, zeichnete sich bereits Ende vergangenen Jahres ab, als sich er Verlag auch von Chefredakteur Florian Harms trennte. Dieser hatte Spiegel Plus mit eingeführt. Grund für Harms‘ Demission sollen aber auch weitere Differenzen zwischen Redaktion und Verlag gewesen sein.

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