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Die Dresdner Rede von AfD-Mann Höcke: Jetzt spricht das Ballhaus Watzke

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Die Rede des Thüringer AfD-Sprechers Björn Höcke, in der er das Holocaust Mahnmal in Berlin als "Denkmal der Schande" bezeichnete, schlug hohe Wellen. Jetzt meldet sich das Dresdner Ball- und Brauhaus Watzke, wo Höcke im Rahmen einer Tagung der AfD Jugendorganisation auftrat, bei Facebook und distanziert sich von der Rede.

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„Uns war bei der Anmietung bewusst, dass die Anmieter zur Jugendorganisation der Partei Alternative für Deutschland gehören. Wir haben der Anfrage zugesagt, weil unser Angebot unter anderem das Vermieten von Räumlichkeiten umfasst“, schreibt Mirko Unger, Geschäftsführer des Ball- und Brauhauses Watzke in einem Facebook Beitrag.

Man sehe das Haus „als einen demokratischen Ort, der Meinungen zuzulassen hat, auch wenn sie uns manchmal nicht passen. Dies gilt für die gestrige Anmietung wie auch für frühere und zukünftige Veranstaltungen anderer Organisationen.“ Mit der Rede Höckes, der u.a. das Holocaust Mahnmal in Berlin als „Denkmal der Schande“ bezeichnete und die Entnazifizierung nach dem Ende des zweiten Weltkrieges als „Rodung der deutschen Wurzeln“ will man dort im nachhinein aber auch nichts zu tun haben: „Gestern wurden auf besagter Veranstaltung allerdings Aussagen getätigt, von denen wir uns ausdrücklich distanzieren und von denen wir ausgehen müssen, dass sie nicht grundgesetzkonform sind.“

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Unger bedauert die mangelnde Vorabprüfung und kündigt an, die Einnahmen der Anmietung für einen gemeinnützigen Zweck zu spenden. „Künftig werden wir derartige Veranstaltungen in unserem Hause nicht mehr zulassen“, so der Ballhaus-Chef.

 

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