Präsident Obama begnadigt WikiLeaks-Whistleblowerin Chelsea Manning – ist Julian Assange nun zur Auslieferung in die USA bereit?

WikiLeaks-Gründer Julian Assange
WikiLeaks-Gründer Julian Assange

Turbulente letzte Tage im Weißen Haus: Der noch bis Freitag amtierende US-Präsident Obama begnadigte in einer seiner letzten Amtshandlungen die Whistleblowerin Chelsea Manning, die ihre Haft ursprünglich noch bis 2045 hätte verbüßen müssen – jetzt kommt sie bereits im Mai frei. Chelsea Manning hatte der Enthüllungsplattform WikiLeaks 2010 Hunderttausende geheime Dokumente vom US-Einsatz im Irak zugespielt. WikiLeaks-Gründer Julian Assange hatte für den Fall von Mannings Begnadigung seine Auslieferung in die USA in Aussicht gestellt.

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Chelsea Mannings Haftstrafe wurde von Barack Obama von 2045 auf den 17. Mai dieses Jahres verkürzt. Die heute 29-Jährige hatte bei ihrer Stationierung im Irak 700.000 vertrauliche Dokumente an die Enthüllungsplattform WikiLeaks weitergegeben. Die Begnadigung wurde sowohl von WikiLeaks als auch Whisteblower Edward Snowden und dem Filmemacher Michael Moore auf Twitter und Facebook gefeiert.

Snowden hatte sich im Vorfeld immer wieder für die Begnadigung Mannings eingesetzt:

Auch WikiLeaks-Gründer Julian Assange hatte in der Vergangenheit immer wieder die Freilassung von Chelsea Manning gefordert und dafür sogar seine Auslieferung in Aussicht gestellt.

Assange befindet sich seit 2012 in der ecuadorianischen Botschaft in London, um einer möglichen Festnahme mit anschließender Überstellung in die USA entgehen. Gegen den WikiLeaks-Gründer liegt ein Haftbefehl wegen sexueller Vergehen vor. Assanges Anwältin hatte unmittelbar nach Obamas Begnadigung von Manning mitgeteilt, der 45-Jährige stehe zu seinem Wort.

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