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Homeland 6. Staffel: Von der neuen Wirklichkeit unter Donald Trump überholt

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Wieder im Einsatz: Ex-CIA-Agentin Carrie © Showtime / Facebook

Vorhang auf für eine der beliebtesten Serien der vergangenen Jahre: Homeland kehrt heute Nacht in den USA mit der sechsten Staffel zurück. Im vorvergangenen Jahr schien die Showtime-Kultserie um die Ex-CIA-Agentin Carrie Mathison mit der Vorwegnahme der Flüchtlingskrise und einem geplanten terroristischen Anschlag in Berlin ihrer Zeit voraus. 2017 jedoch wird Homeland von der neuen Realität unter Donald Trump überholt: Produzent Alex Gansa setzt in der neuen Staffel auf eine Präsidentin, die Hillary Clinton nachempfunden wurde.

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Das Warten hat ein Ende: Nach 13 Monaten – und damit drei Monate später als gewöhnlich – kehrt die amerikanische Kultserie Homeland heute in den USA mit einer neuen Staffel zurück.

Homeland ist die vielleicht beste, sicher aber mutigste US-Polit-/Drama-Serie der vergangenen Jahre, die das Wagnis einging, nach drei Staffeln ihren eigentlichen Helden, den heimgekehrten US-Kriegshelden Nicholas Brody (gespielt von Damian Lewis),  zu opfern.

In der Folge stand der Krieg gegen den Terror im Nahen Osten im Fokus, den die Geheimdienste um die bipolare Agentin Carrie Mathinson (gespielt von Claire Danes) von Islamabad bis Berlin in Atem hielt.

In der vergangenen fünften Staffel, die in der bundesdeutschen Hauptstadt spielte, schien Produzent Alex Gansa die neue Wirklichkeit mit der aufkommenden Flüchtlingskrise und terroristischen Bedrohungen in Berlin vorwegzunehmen.

Homeland ging von einer Clinton-Präsidentschaft aus

Ein Jahr später steht Homeland wieder ganz im Zeichen des Zeitgeists: Die sechste Staffel spielt in New York während der Übergangsphase (Transition Period) zwischen dem scheidenden und neuen Präsidenten, die die Welt gerade nach dem Wahlsieg Donald Trumps erlebt hat.

Und damit ist bereits viel über das große Problem der sechsten Staffel gesagt: Wie der Rest der Welt hat auch Produzent Alex Gansa bei der Präsidentschaftswahl aufs falsche Pferd gesetzt – in Homeland gewinnt eine liberale Kandidatin, gespielt von Elizabeth Marvel (bekannt aus House of Cards), die natürlich an Hillary Clinton erinnert.

Bitter für Homeland: Was sich in diesen Tagen mit den Scharmützeln zwischen dem gewählten Präsidenten Donald Trump und dem US-Geheimdienst CIA abspielt, lässt die US-Serie ausnahmsweise wie kalter Kaffee erscheinen.

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„Die Welt beobachtet genau, was Donald Trump sagt“, erklärte der scheidende CIA-Chef John Brennan gegenüber dem Nachrichtensender Fox News. „Wenn er seinen Geheimdiensten nicht vertraut, was für ein Signal sendet das an unsere Partner, Verbündeten und an unsere Widersacher?“

Brennan merkte an, Donald Trump verstehe die Bedrohung, die von Russland gehe, offenbar nicht hinreichend. Trump wiederum reagierte in vorhersehbarer Weise – mit anhaltender Kritik an der CIA.

Trump-Präsidentschaft: „Das einzige Mal, dass Homeland weniger bedrohlich wirkt als die Wirklichkeit“

Entsprechend kommentierte die Entertainment Weekly: „Es dürfte das einzige Mal sein, dass Homeland weniger bedrohlich wirkt als die Wirklichkeit“. Die US-Kultserie um die ehemalige CIA Agentin Carrie Mathison startet heute Nacht in den USA auf dem Spartenkanal Showtime.

Wie in der fünften Staffel ist auch der deutsche Schauspieler Sebastian Koch („Das Leben der Anderen“) als Milliardär Otto Döring zu sehen.  Deutsche Zuschauer, die Homeland im Original verfolgen wollen, können den Staffelpass ab sofort  bei iTunes erwerben.

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