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Presserat zieht Bilanz: weniger Beschwerden, aber immer mehr Kritik an Online-Artikeln

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Die Zahl der Beschwerden beim Deutschen Presserat ist zurückgegangen. Im vergangenen Jahr waren es 1851, im Jahr davor 2358. "2015 war allerdings auch ein Rekordjahr", sagte Presserats-Sprecherin Edda Eick der Deutschen Presse-Agentur. Auffällig sei gewesen, dass es 2016 weniger Beschwerdewellen zu einzelnen Themen gegeben habe wie etwa nach dem Absturz der Germanwingsmaschine 2015.

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Als klarer Trend setzt sich fort, dass sich die Beschwerden immer häufiger gegen Online-Berichterstattung richten. Nur knapp ein Viertel von ihnen (24,2 Prozent) nahm Bezug auf Veröffentlichungen in Zeitungen und Zeitschriften, mehr als zwei Drittel (67,2 Prozent) auf Online-Berichte. Im Jahr davor betraf noch etwa ein Drittel aller Beschwerden (32,5 Prozent) Printmedien und weniger als zwei Drittel (58,4 Prozent) online veröffentlichte Artikel oder Fotos. „Das Verhältnis verschiebt sich immer mehr“, sagte Eick.

Daraus lasse sich aber nicht schließen, dass bei Online-Berichten generell häufiger gegen die Richtlinien des Pressekodex verstoßen werde. Ein Grund dafür sei, dass Beschwerden zu Berichterstattung im Internet auch online möglich und damit schlicht einfacher einzureichen seien.

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