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Multichannel-Network: P7S1 schließt sich mit Berlusconis Mediaset und TF1 Group zusammen

Europäischer Zusammenschluss: ProSiebenSat.1 holt neue Investoren ins Multichannel-Network71 und beteiligt sich an weiteren Projekten
Europäischer Zusammenschluss: ProSiebenSat.1 holt neue Investoren ins Multichannel-Network71 und beteiligt sich an weiteren Projekten

Die ProSiebenSat.1 SE baut ihr Geschäft mit den Multichannel-Networks auf europäischer aus und schließt sich mit der französischen TF1 Group und dem italienischen Konzern Mediaset zusammen, die sich im kleinen Rahmen an ProSiebens Studio71 beteiligen. Im Gegenzug investiert ProSieben in Online-Video-Projekte der europäischen Partner.

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Bei ProSiebenSat.1 nennt man die gegenseitigen Beteiligungen und Kooperationen „Digitale Medien-Allianz“. Konkret sehen die Pläne vor, dass sich die TF1 Group sowie Mediaset im Rahmen einer Kapitalerhöhung mit 6,1 beziehungsweise 5,5 Prozent an Studio71 beteiligen. Der YouTube-Vemarkter ist nach Video-Views das größte Multichannel-Network das größte vor Konkurrent Mediakraft. Wichtigstes Zugpferd der Online-Video-Experten ist der YouTube-Star Gronkh. ProSiebenSat.1 hält an seiner Tochter 70 Prozent der Anteile. Nach Unternehmensangaben liegt die Bewertung bei rund 400 Millionen Euro.

Für die Investments der europäischen Unternehmen nimmt auch ProSiebenSat.1 Geld in die Hand. Im Gegenzug erwirbt der Konzern eine strategische Minderheitsbeteiligung in Höhe von mindestens 25 Prozent am MCN Finder Studios, das mehrheitlich TF1 gehört.Die Beteiligung an Finder Studios steht unter Vorbehalt der Genehmigungen durch das Bundeskartellamt und die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde. Gemeinsam mit dem italienischen Konzern, an dem die Familienholding des ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi ein Drittel hält, wolle man den italienischen Markt aktivieren und ein Joint Venture gründen.

Durch den Deal erschließt das Unternehmen neue europäische Märkte. Die bislang größte Akquisition war das 2015 geschlossene Geschäft mit dem US-Unternehmen Collaborative Digital Studio, das sich die ProSieben-Tochter für mehr als 80 Millionen Dollar einverleibte.

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