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ZDF triumphiert mit „Mörderische Stille“, ProSieben mit „The Big Bang Theory“

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Hauptkommissar Holzer (Jan Josef Liefers, l.) in "Mörderische Stille"

Auch die dritte Ermittler-Rolle nach Karl-Friedrich Boerne im "Tatort" und ZDF-Anwalt Joachim Vernau hat Jan Josef Liefers tolle Quoten beschert: 7,46 Mio. sahen ihn als Kommissar Jan Holzer in "Mörderische Stille", eine Fortsetzung kann also folgen. Auch im jungen Publikum war der Film ein Erfolg, hatte aber keine Chance gegen den Tagessieger "The Big Bang Theory", der bis zu 19% bei den 14- bis 49-Jährigen holte.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Montag wissen müssen:

1. Großer Erfolg für ZDF-Krimi „Mörderische Stille“

7,46 Mio. sahen also den ersten Auftritt von Jan Josef Liefers als Kommissar Jan Holzer. Der Film „Mörderische Stille“ war damit ein großer Erfolg, der klare Tagessieger vor „Wer wird Millionär?“ (5,60 Mio.) und eine Empfehlung für weitere Holzer-Filme. Auch im jungen Publikum war der Krimi ein Hit: 1,57 Mio. 14- bis 49-Jährige entsprachen stolzen 13,7%. Den Menschen war also offenbar egal, dass Liefers schon zwei weitere Krimi-Ermittler spielt. Das Erste landete unterdessen mit der Natur-Doku „Auf Leben und Tod“ bei 3,24 Mio. und 9,3%, mit „Hart aber fair“ bei 2,73 Mio. und 8,3%.

2. „The Big Bang Theory“ erobert die Plätze 1 bis 4 in der jungen Zielgruppe

Bei den 14- bis 49-Jährigen gewann die ProSieben-Serie „The Big Bang Theory“ den Tag – und das auf eindrucksvolle Art und Weise. Gleich die ersten vier Plätze eroberte sie sich. So sahen um 20.15 Uhr die neue Folge 2,11 Mio. junge Menschen, was einem grandiosen Marktanteil von 19,0% entsprach, danach gab es für drei Wiederholungen noch 1,66 Mio. bis 1,88 Mio. 14- bis 49-Jährige und 15,2% bis 16,0%. Zwei weitere Folgen landeten zwar nicht mehr vor der Konkurrenz, ab 22.10 Uhr aber mit 1,43 Mio. und 1,25 Mio. bei ebenfalls noch grandiosen 15,5% und 16,1%.

3. RTL punktet mit „Team Wallraff“

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Trotz der ProSieben-Dominanz in den Tages-Charts kann auch RTL zufrieden sein: „Wer wird Millionär?“ landete mit 1,57 Mio. 14- bis 49-Jährigen bei 14,0%, die neueste Ausgabe des „Team Wallraff“ erreichte mit 1,24 Mio. jungen Zuschauern ab 22.15 Uhr starke 16,1%. Klar unter 10% landeten erneut die Sat.1-Serien“: „Navy CIS“ bei 9,0%, „Navy CIS: New Orleans“ bei 8,3% und „Elementary“ bei 6,3%.

4. „Die Geissens“ bleiben unter Soll, auch der RTL-II-Neustart „Die Wache Hamburg“

In der zweiten Privat-TV-Liga blieben die ganz großen Quoten am Montag aus. Am besten lief es noch für Vox: „Goodbye Deutschland!“ holte um 20.15 Uhr mit 760.000 14- bis 49-Jährigen solide 6,8%, um 22.15 Uhr mit 590.000 ordentliche bis gute 7,5%. kabel eins kam mit „Wild Wild West“ hingegen nicht über 480.000 und 4,4% hinaus. Auch RTL II enttäuschte: „Die Geissens“, einst Quoten-Garanten, blieben um 20.15 Uhr bei 4,4% und um 21.15 Uhr bei 5,0% hängen. Auch der Nachmittags-Neustart „Die Wache Hamburg“ blieb unter dem Soll: 250.000 14- bis 49-Jährige entsprachen ab 16.55 Uhr ebenfalls 5,0%.

5. zdf_neo stark mit „Inspector Barnaby“

Bei den kleineren Sendern war die WDR-„Lokalzeit“ wieder einmal das Top-Programm des Tages: 1,88 Mio. sahen ab 19.30 Uhr zu – stolze 6,3%. In der Prime Time setzte sich zdf_neo an die Spitze: „Inspector Barnaby“ erreichte um 20.15 Uhr mit 1,30 Mio. Sehern 3,8%, um 21.50 Uhr mit 1,53 Mio. sogar 6,3%. Knapp an der Mio.-Marke vorbei geschrammt ist um 20.15 Uhr das NDR Fernsehen: 960.000 (2,8%) sahen „Markt“. „Die Ernährungs-Docs“ erzielten danach mit 980.000 Zuschauern 2,9%.

 

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Alle Kommentare

  1. Ich glaube nicht, dass es ein Kommitment der Zuschauer pro Jan Josef Liefers war, dass so viele zugeschaut haben. 13,7 % ist gut aber nicht ganz außergewöhnlich für Montag im ZDF. Meiner Meinung nach liegt es eindeutig am Gegenprogramm, dass sich die Leute aus „Verzweiflung“ halt dann den Krimi anschauen. ARD – größter Konkurrent – montags die Dokus, die oft unter 10 % bleiben. Hart aber fair auch noch mit 8,3 (3,8% Junge). Umgekehrt machen die Anstalten es Dienstags, da gewinnt dann immer die ARD gegen Dokus. Lustig gell.. und die Fachmedien jubeln. Der Millionär hält sich an solchen Tagen gut. Die kleineren mit 4,6 und 4,1, Sat.1 mit 7,3 und Pro7 mit 8,3 (und 14,8 % jüngeren). Also wie man bei so einem Programm auf die Idee kommen kann, dass extrem viele Gebührenzahler Herrn Lieferns in weiteren Kommissarsrollen sehen wollen, erschließt sich mir nicht. Dass er diesen x-ten Kommissar usw. weiter spielen „darf“, ist schon klar aber ganz ehrlich – niemand braucht einen Schauspieler in so extrem vielen Rollen. Schaut Euch mal die Filme der Saison an. Zumal – wie oft gesagt – dieses „System“ der Öffis – erst staatliche Ausbildung an „Hochschulen“ (Steuergelder!) und Privatschulen (Unternehmer!) – die alljährlich weiter und weiter Leute auf den Markt werfen, für die sich das Monopol nicht interessiert und schon gar nicht die Privaten, die „eigene“ Darsteller und Promis „haben“. Auch der Produzent erhofft sich NUR über „bekannte und beliebte Darsteller“ endlich einen Auftrag – schwer genug. Hier hat sich ein schlimmes Buhlen (als A*schkriecher bei Agent und Darstellern) entwickelt, das nichts mehr fordert, während die weiteren Darsteller – ohne die es keinen Film gibt – ziemlich skrupellos ausbeutet werden. Wenn man sieht, dass die absolute Mehrzahl der Filme Männer in den Hauptrollen haben (und das wird sogar immer schlimmer), dann sind die ganzen Sender doch mit all den Männern, die ständig (4-5) Hauptrollen pro Saison spielen, vollkommen ausgelastet. Wer will – hallo Frauen?! – eigentlich ständig diese Männer-Filme sehen, in denen die Kerle die absoluten Hauptrollen spielen und Frauen die Klischee-Staffage? Wie gestern ging es mir auch Samstag-Abend. Keine echte Alternative zum ZDF-Krimi , der auch weit über 7 Mio hatte. Wer nicht Schlager sehen wollte konnte „Home“, „Superstar“, „Promi-Darts“, „Unknown Identity“, Game of Thromes bla“ wählen. Wahnsinn! Und dann schaut man sich halt einen meiner Meinung nach banalen Film der Reihe „Ein starkes Team“ an. Blass die neue Hauptdarstellerin (wenn man sie mit Maja Maranow vergleicht), fett (und dann auch noch in der Rolle schwitzend) Florian Martens plus Heinze als Chefkoch (nicht schlecht aber auch nicht richtig gut). Die restlichen Frauen in Opfer- oder wichtigen aber Staffage-Rollen. Klar geht es nach dieser Quote (sonst nur um die 5 Millionen) weiter und weiter und weiter. Aber ob das gut ist, statt immer wieder neues zu machen und endlich mal mit mehr Frauen in wirklichen Hauptrollen (viele der jungen Frauen können das sehr gut, auch als Autorinnen und Regisseurinnen). Verhindert wird das von all den Männern, die in den Sendern nach wie vor die Entscheidungen treffen, während Armaden von Redakteurinnen und Produzentinnen diese Männer-Filme – natürlich mit 98 % männlichen Regisseuren – machen (dürfen).

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