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Keine Angst vor dem Brexit: Snap entscheidet sich für Europa-Zentrale in London

Andere US-Techfirmen entscheiden sich für Irland, Snapchat aber öffnet seine Europa-Zentrale in London
Andere US-Techfirmen entscheiden sich für Irland, Snapchat aber öffnet seine Europa-Zentrale in London

Das US-Startup Snap, das Unternehmen hinter der Messenger-App Snapchat, hat über den Ort seiner Zentrale für das internationale Geschäft entschieden. Wie die Financial Times berichtet, hat sich CEO Evan Spiegel nicht – wie andere große US-Tech-Firmen – für die irländische Hauptstadt Dublin entschieden, sondern für das steuerlich teurere London. Dort versteuert Snapchat auch in Deutschland erwirtschaftete Gewinne.

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Am europäischen Hauptsitz werden die Gewinne aus Ländern versteuert, in denen das Unternehmen nicht mit einem eigenen Büro vertreten ist. Mit der Entscheidung, die europäische Zentrale in London zu eröffnen, wie die FT zu erst schrieb, entscheidet sich Snapchat gegen einen US-Trend. Andere Tech-Firmen wie Google, Apple oder Facebook haben ihre Headquarter im steuergünstigen Irland eröffnet, Uber unterhält seine Europazentrale in Luxemburg. Dafür werden die Unternehmen mit Milliardenbewertungen regelmäßig kritisiert. Wie The Verge bemerkt, dürfte der teure Firmensitz aktuell aber kaum belasten. Noch arbeite Snapchat, das laut Unternehmensanalysten von eMarketer in diesem Jahr den Unternehmenswert auf eine Milliarde Euro steigert, nicht profitabel.

Snap unterhält mit rund 75 Mitarbeitern in London die größte Dependance außerhalb der USA.  Neben dem Quartier in der englischen Hauptstadt hat das Unternehmen im vergangenen Jahr auch ein Büro in Paris eröffnet. Einem Bericht der Bild-Zeitung aus dem vergangenen Jahr zufolge soll Snap auch in Hamburg nach Büroflächen sondiert haben. Bislang hat das Unternehmen dies aber dementiert.

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Die Entscheidung für London ist auch angesichts des anstehenden Brexit interessant. Nach dem Votum gegen den Verbleib in der EU sind die wirtschaftlichen Folgen noch nicht wirklich absehbar. Wir glauben an die Kreativbranche in Großbritannien“, sagte Managerin Claire Valoti am Dienstag.

 

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