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„Wir nennen es iPhone“: Zehn Dinge, die Sie zum zehnten Geburtstag von Apples iPhone wissen sollten

„Wir nennen es iPhone“: Apple-CEO Steve Jobs (†56) hat mit dem ersten iPhone zweifellos die Welt verändert
"Wir nennen es iPhone": Apple-CEO Steve Jobs (†56) hat mit dem ersten iPhone zweifellos die Welt verändert

Am 9. Januar 2007 präsentierte Apple-CEO Steve Jobs (†56) das erste iPhone – der Rest ist nicht nur Technik-, sondern Weltgeschichte: Über eine Milliarde iPhones hat Apple in der zehnjährigen Historie des Gerätes abgesetzt, das ganze Branchen verändert hat und zum Symbol für mobiles Internet geworden ist. MEEDIA hat zehn Dinge gesammelt, die Sie über Apples Smartphone-Revolution wissen sollten.

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1. Ein iPod, ein Telefon…

„Wir werden das Telefon neu erfinden“, so die Kampfansage von Apple-CEO Steve Jobs (†56), als er am 9. Januar 2007 im Moscone Center in San Francisco das erste iPhone präsentierte. Das erste Smartphone von Apple wurde zum Verkaufsschlager, Symbol für mobiles Internet und Killer der Handy-Tastatur. Dementsprechend legendär ist die Keynote: Als Jobs davon sprach, gleich drei revolutionäre Produkte zu präsentieren – „a Widescreen iPod with touch controls, a revolutionary mobile phone and a breakthrough internet communicator“ – schlackerten nicht nur bei Tech-Nerds die Ohren. Vor allem als klar wurde, dass der Apple-CEO von einem einzigen Gerät sprach. Der Rest ist Tech- und Weltgeschichte.

2. „Wir nennen es iPhone“: Wofür das „i“ steht – und wem der Name zuerst gehörte

Ein Buchstabe, ein Versprechen: Bereits Apples iPod und iMac standen für wegweisende Tech-Produkte – der Zusatz „i“, ein Qualitätsmerkmal. Klar, dass auch Apples Smartphone jenes Gütesiegel im Namen tragen musste. Einziger Haken: Das „erste“ iPhone stammte vom Technologie-Unternehmen InfoGear – ebenfalls ein Telefon mit Internet- und E-Mail-Funktion – und war bereits 1998 auf den Markt gekommen. Im Vorfeld hätten die Unternehmen Cisco (Mutterfirma von InfoGear) und Apple Verhandlungen geführt, allerdings ohne Ergebnis. Einen Tag nach der Apple-Keynote klagte das Unternehmen auf seine Namensrechte. Später einigte man sich außergerichtlich – Details über den Deal wurden nicht genannt.

Übrigens: Das Apple-„i“ tauchte 1998 erstmals beim iMac auf. Jobs erklärte damals, der Buchstabe stehe für „individual, instruct, inform and inspire“.

3. Das meistverkaufte Produkt aller Zeiten

Über eine Milliarde iPhones hat Apple seit 2007 verkauft, die meisten davon (laut Statista) in den vergangenen zwei Jahren – laut dem Tech-Portal Asymco ist das Smartphone damit das meistverkaufte Produkt aller Zeiten (je nach Definition von „Produkt“). Kein Wunder: Das Smartphone hat Apple den Titel als wertvollstes Unternehmen der Welt (fast 513 Milliarden Dollar kosten alle Apple-Aktien) und rekordverdächtige Milliardengewinne in Serie beschert. Im vergangenen Jahr schließlich der erste (!) Verkaufseinbruch seit 2007: 17 Millionen weniger Geräte verkaufte Apple im Fiskaljahr 2016. 2017, so die Hoffnung von Apple-Fans und Anlegern, sollte mit dem Jubiläums-Smartphone, dem iPhone 8,  das Comeback folgen – doch immer mehr Anzeichen deuteten zuletzt in Richtung weiter nachgebender Absätze.

Infografik: Die Erfolgsgeschichte des iPhones | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

4. Die vernichtenden (Fehl)-Einschätzungen

Ein Telefon für 499 Dollar und ohne Tastatur? Ein Rohrkrepierer – urteilte Steve Ballmer, von 2004 bis 2014 CEO bei Microsoft. Apple könne mit dem iPhone vielleicht einen einstelligen Marktanteil erreichen, lachte der Vorstandsvorsitzende das Gerät in einem US-Interview weg. Wie sich schon wenig später gezeigt hat: eine grobe Fehleinschätzung.

Auch Nokia-Manager Mads Winblad war sich sicher: „Eine Revolution wird es nicht geben“, ein Sprecher fügte hinzu: „Ich bin mir sicher, dass wir Marktführer bleiben“. Motorola-Manager Olaf May beobachtete das iPhone „ausgesprochen relaxt“. Im Jahr 2014 hat Nokia seine Mobilfunksparte an Microsoft verkauft.

5. Ohne das iPad hätte es das iPhone nie gegeben

Auch wenn das erste iPad erst ab 2010 über die Ladentheke ging, also drei Jahre nach dem iPhone, war es eigentlich zuerst da: In einem Interview mit „All Things D“ im Jahr 2010 plauderte Steve Jobs aus dem Nähkästchen – und erklärte, dass er seine Ingenieure ursprünglich an ein Tablet mit virtueller Tastatur gesetzt hat. Als sie ihm das Produkt mit Multi-Touch-Funktion präsentierten, habe Apple „das Tablet beiseite gelegt und angefangen an einem Telefon zu arbeiten“, so Jobs.

6. Warum 9:41 Uhr Apples Lieblingsuhrzeit ist

Auf den Werbefotos für Apple-Geräte – inklusive dem iPhone – scheint die Zeit stillzustehen: Seit Jahren zeigt die Uhr 9:41 oder 9:42 an. Zufall? Nicht bei Apple – die Uhrzeit spiegelt die für Apple typische Liebe zum Detail wieder. „Wir planen Keynotes so, dass die große Vorstellung ungefähr 40 Minuten nach Beginn der Präsentation ansteht.“, verriet Scott Forstall (Ex-iOS-Chef) in einem Interview. „Wenn das große Produktfoto auf der Leinwand erscheint, soll die darauf dargestellte Uhrzeit dem entsprechen, was auch die Uhren des anwesenden Publikums zeigen.“ Klingt unglaublich? Ist aber wahr – Sie können es auf nahezu allen Werbefotos von Apple sehen.

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7. Das erste iPhone war gar nicht so smart…

…zumindest im Vergleich mit den aktuellen iPhones. Denn: Das erste iPhone konnte mit seiner 2-Megapixel-Kamera keine Videos aufzeichnen, nicht einmal der App-Store war verfügbar. Lediglich Apple-Apps (wie z.B. Safari, Wetter, Aktien) waren vorinstalliert – der App-Store wurde erst 2008 eingeführt. Darüber hinaus ließ sich die virtuelle Tastatur nur im Hochformat benutzen, der Speicherplatz lag damals bei (für heutige Verhältnisse mageren) vier bis acht Gigabyte. Nicht nur deswegen ist das iPhone 1G (erste Generation) vor allem unter Apple-Jüngern ein Sammlerstück, das für bis zu 1.300 Euro in Online-Auktionshäusern gehandelt wird.

8. …aber hat sich mit jedem Modell weiterentwickelt

iPhone 3G (Juli 2008): Ein iPhone 2 gab es nie – stattdessen kam im Sommer 2008 das iPhone 3G, was auf die Unterstützung des 3G-Standards UMTS hinwies. Das Aluminium-Gehäuse wurde durch eine Plastik-Schale ersetzt. Mit dem App Store öffnete Apple die Plattform für Programme verschiedener Entwickler.

iPhone 3GS (Juni 2009): Mit dem Modell des Jahres 2009 führte Apple sein „Tick-Tock“-Prinzip ein, bei dem die iPhones alle zwei Jahre radikal erneuert werden und es zwischendurch ein „S“-Modell im unveränderten Design, aber mit aufgerüstetem Innenleben gibt. Das 3GS bekam eine bessere Kamera und einen schnelleren Chip.

iPhone 4 (Juni 2010): Das letzte Modell, das Gründer Steve Jobs noch selbst vorstellte. Das kantige Design des iPhone 4 mit einer gläsernen Rückwand war 2010 aufsehenerregend, zugleich häuften sich zunächst Berichte über Empfangsprobleme mit der Antenne am Außenrand.

iPhone 4S (Oktober 2011): Apple ließ sich 15 Monate Zeit bis Oktober 2011 mit einer Aktualisierung. Zu den Neuerungen gehörte neben technischen Verbesserungen die Sprachassistentin Siri.

iPhone 5 (September 2012): Während die Smartphones der Wettbewerber immer größer wurden, erweiterte Apple 2012 zunächst vorsichtig die Bildschirm-Diagonale von 3,5 auf 4 Zoll. Zugleich wurde das Gerät deutlich dünner gemacht und bekam wieder eine Aluminium-Hülle.

iPhone5S (September 2013): Die wichtigste Neuerung im Herbst 2013 war der Fingerabdruck-Sensor zum Entsperren der Telefone. Zudem entwickelte Apple unter anderem die Kamera weiter.

iPhone 6 (September 2014): Erstmals entschied sich Apple 2014 für zwei neue Modelle mit deutlich größeren Bildschirmen mit Diagonalen von 4,7 und 5,5 Zoll. Der Schritt löste einen Absatzsprung aus, Apple kam monatelang der Nachfrage nicht hinterher. Die Geräte wurden abermals dünner.

iPhone 6S (September 2015): Gleiches Gehäuse, bessere Technik – das reichte im Weihnachtsquartal 2015 knapp für den nächsten Absatzrekord von knapp 74,8 Millionen verkauften iPhones.

iPhone 7 (September 2016): Zum ersten Mal geht Apple ins dritte Jahr mit einem weitgehend unveränderten äußeren Design. Aber Apple verzichtete unter anderem auf die klassische Ohrhörer-Buchse zugunsten des digitalen „Lightning“-Anschlusses.

9. Das iPhone 8

Nach dem iPhone ist bekanntlich vor dem iPhone: Nach drei Jahren mit optisch ähnlichen Modellen muss Apple im kommenden Jahr unbedingt liefern – erst recht zum zehnjährigen Jubiläum des Kultsmartphones. Wie bereits mehrfach kolportiert, dürfte Apple im kommenden Herbst gleich mehrere neue iPhone-Modelle auf den Markt bringen. Zuletzt war über ein großes Redesign für das iPhone 8  spekuliert worden, bei dem die Einfassung („Bezel“), in die aktuell noch der Homebutton mit Fingersensor und die Frontkamera abgesetzt eingearbeitet sind, ebenfalls als Display fungieren soll. Erstmals zum Einsatz kommen dürften biegsame OLED-Displays. Anfang November hatte die Investmentbank JP Morgan berichtet, dass Apple eine Großbestellung über vier Milliarden Dollar bei Samsung aufgegeben habe, bei der es sich offenkundig um OLED-Displays handele.

Wie der KGI Securities-Analyst erfahren haben will, setzt Apple im kommenden Jahr auf nur ein neues Modell mit OLED-Technologie, das mit einer Display-Größe von 5,1 oder 5,2 Zoll zwischen den bisher gängigen Größen von 4,7 (iPhone 7) und 5,5 Zoll (iPhone 7 Plus) liegen soll. Diese Mittelgröße dürfte das eigentliche Flaggschiff als iPhone 8 zu Premiumpreisen werden.

Die Keynote zum Jubiläums-iPhone wird – wie immer – im Herbst erwartet.

10. Das einflussreichste Gadget aller Zeiten

„Das iPhone hat das mobile Internet populär gemacht und nicht unsere Kommunikation grundlegend verändert – sondern auch wie wir Spiele spielen, einkaufen, arbeiten und andere alltägliche Dinge.“, schreibt das Time Magazine. Im Mai 2016 hat das wöchentliche US-Nachrichtenmagazin Apples iPhone zum „Most Influential Gadget of All Time“ gekürt – noch vor den ersten erschwinglichen Fernsehern, Schallplattenspielern, Spielekonsolen und mehr. Insgesamt hat das Time Magazine 50 bedeutende Gagdets aufgelistet. Am iPhone gab es aber kein Vorbeikommen: „Es hat unsere Beziehung zu Computern und Technik grundlegend verändert – und den Grundstein für Veränderung in kommenden Jahrzehnten gelegt.“

Mit Material der dpa

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