Trotz Note 7-Debakel: Samsung steigert Gewinn im Weihnachtsquartal um 50 Prozent

Das Samsung Galaxy Note 7 hatte sich für CEO Oh-hyun Kwon zum Krisengerät entwickelt
Das Samsung Galaxy Note 7 hatte sich für CEO Oh-hyun Kwon zum Krisengerät entwickelt

Krise, welche Krise? Trotz des Super-GAUs des explodierenden Phablets Note 7 konnte Samsung ein weitaus besseres Weihnachtsgeschäft verbuchen als im Vorjahr. In der Nacht veröffentlichte der wertvollste Konzern Asiens einen Ausblick auf das abgelaufene vierte Quartal, in dem Samsung die Analystenerwartungen pulverisieren konnte: zwischen Anfang Oktober und Ende Dezember stellte der weltgrößte Smartphone-Hersteller den höchsten Gewinn seit drei Jahren in Aussicht – ein Plus von mindestens 7,8 Milliarden Dollar.

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Es klang nach Weltuntergangsstimmung. In seiner Neujahrsansprache schwor Samsung-CEO Kwon Oh-hyun die Belegschaft  nach der „kostspieligen Lektion“ des Note 7 auf stürmische Zeiten ein: „Das Wachstum in unseren Kernmärkten ist erlahmt, und politische und wirtschaftliche Unsicherheiten haben sich wegen der Veränderungen in der Weltpolitik und in den Wechselkursen erhöht“, erklärte Oh-hyun.

Möglicherweise waren die warnenden Worte des Samsung-CEOs zu selbstkritisch, denn tatsächlich geht es dem wertvollsten Konzern Südkoreas so gut wie seit drei Jahren nicht mehr, wie aus dem turnusmäßigen Quartalsausblick hervorgeht, den Samsung in der Nacht zum Freitag veröffentlichte.

Gewinnexplosion um 50 Prozent

So geht der Verbraucherelektronik-Pionier davon aus, im Weihnachtsquartal 9,2 Billionen Won bzw. 7,8 Milliarden Dollar verdient zu haben, während die Erlöse bei 53 Billionen Won verharrten.

Das entspricht einer beachtlichen Gewinnexplosion um fast 50 Prozent gegenübendem Vorjahreszeitraum, als Samsung 6,1 Billionen Won verdient hatte. Die Analystenschätzungen, die noch bei 8,2 Billionen Won (6,95 Milliarden Dollar) gelegen hatten, wurden damit deutlich übertroffen.

Größter Konzerngewinn seit 2013

Samsung ist es damit erstaunlich schnell gelungen, das Note 7-Debakel abzuhaken. Samsung hatte nach dem Super-GAU des explodierenden Phablets Note 7, das nach mehr als hundert Brandfällen schließlich im Oktober vergangenen Jahres vom Markt genommen wurde, im vorgegangenen und vergangenen Quartal Abschreibungen von bis zum 5 Milliarden Dollar hinnehmen müssen.

Dank der starken Entwicklung der Komponentensparte (Prozessoren und Displays) konnte Samsung trotzdem den größten Konzerngewinn in einem Quartal seit Oktober 2013 einfahren. Anleger belohnten die Samsung-Aktie, die bereits 2016 um mehr als 43 Prozent zugelegt hatte, im frühen Handel an der Seouler Börse mit weiteren Kursaufschlägen von 2 Prozent.

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Alle Kommentare

  1. Das ist recht einfach, wenn man immer noch mit dem Geld der Kunden arbeitet. Mein Note 7 ist seit Mitte Oktober wieder bei Samsung. Auf mein Geld warte ich immer noch. Das ist unverschämt!

  2. Das ist recht einfach, wenn nan immer nich mit dem Geld der Kunden arbeitet. Mein Note 7 ist seit Mitte Oktober wieder bei Samsung. Azf mein Geld warte ich immer noch. Das ist unverschämt!

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