Servus TV startet Programmoffensive – mit Eigenproduktionen und Exklusiv-Sport

Eigenproduktionen, Exklusiv-Sport und mehr: Servus TV startet eine Programmoffensive für 2017
Eigenproduktionen, Exklusiv-Sport und mehr: Servus TV startet eine Programmoffensive für 2017

Eigentlich wollte Dietrich Mateschitz ab 2017 nur noch in Österreich senden. Im Herbst hat es sich der Red-Bull-Boss dann doch anders überlegt. Und nach der Rolle rückwärts offenbar ordentlich Anlauf genommen: Servus TV will in diesem Jahr "Qualitätsfernsehen aus dem Alpenraum mit Relevanz für ganz Deutschland" senden – mit Eigenproduktionen, exklusiven Sport-Events und "hochkarätiger" Fiction.

„Servus TV fokussiert sich auf seinen Heimatmarkt und seine österreichische Programmidentität“, hieß es noch im August vergangenen Jahres – und deutsche TV-Zuschauer lag schon das „Servus!“ auf den Lippen. Nun heißt es in einer Mitteilung des Red-Bull-Senders von Brauseboss Dietrich Mateschitz: „Mit der Umstellung des neuen Programms in Deutschland zum 1. Januar 2017 verfolgt der Sender weiter den Anspruch, ein niveauvolles Programm durch alle Genres hindurch zu präsentieren und bietet dabei einen verlässlichen Anker in der zunehmend fragmentierten Medienlandschaft“ – Abschied klingt anders.

Eigenproduktionen, exklusiven Sport-Events und „hochkarätige“ Fiction sollen in diesem Jahren jener verlässliche Anker sein, mit der Servus TV eine große Programmoffensive startet. Warum nun die Rolle vorwärts nach der Rolle rückwärts? „Wir wollen zeigen, dass es in unserem Geschäft nicht nur um die quantitativen Betrachtungen geht. Unser Anspruch ist es, auch die qualitativen Aspekte im Zuschauer- und Werbemarkt wieder in den Vordergrund zu stellen“, sagt Matthias Nieswandt, Country Manager Sales Deutschland.

ServusTV hat sich klar als Qualitätsfernsehen aus dem Alpenraum mit Relevanz für ganz Deutschland positioniert und steht für positive Programmumfelder und hohe Werbewirkung. Von Beginn an konnte der Sender in der Vermarktung viele Stammkunden und Agenturen gewinnen, die uns mittlerweile über Jahre die Treue halten und die einzigartige Qualitätspositionierung sehr zu schätzen wissen. Wir wollen außerdem zeigen, dass es in unserem Geschäft nicht nur um die quantitativen Betrachtungen geht. Unser Anspruch ist es, auch die qualitativen Aspekte im Zuschauer- und Werbemarkt wieder in den Vordergrund zu stellen.

So will Servus TV etwa mit exklusiven Events sein sportliches Profil schärfen: Im Anschluss an das „Servus Alpenpokal“-Eisstockturnier (15.1., live ab 13.00 Uhr) überträgt der Sender live ab 15.15 Uhr ein Testspiel zwischen Hausverein RB Leipzig und den Glasgow Rangers aus Schottland. Mit der „Red Bull Air Race World Championship“ (ab Februar), dem „Wings for Life World Run“ (7.5.) und dem „America’s Cup“ (im Juni) stehen noch weitere Sport-Highlights und Live-Events in den Startlöchern. Das zweistündige „Red Bull TV Fenster“ wird weiter jeden Sonntag (ab 22:15 Uhr) aus den Bereichen Sport, Abenteuer, Musik und Entertainment berichten.

Besonders im Bereich Dokumentation wolle man künftig auf „aufwändige“ Eigenproduktionen setzen: In „Heimatleuchten“ (freitags, 20:15 Uhr) zeigt der Sender interessante Menschen, emotionale Geschichten und ungewöhnliche Blickwinkel aus dem Alpenraum. Der Tiroler Ausnahmekletterer David Lama will in „Bergwelten: David Lama – Zurück zu den Wurzeln“ (11.1., 21:15 Uhr) den 6.907 Meter hohen Lunag Ri an der nepalesisch-tibetischen Grenzeim im Alpinstil besteigen. Neben dem neuen Format „Abenteuer Österreich“ (ab 6.3., montags um 20.15 Uhr), gewährt der Sender mit „Terra Mater Einblicke“ (ab 8.1., 19:35 Uhr) nun auch Einblick hinter die „Terra Mater“-Kulissen. Die Salzburger Festspiele wolle man auch weiterhin „umfangreich im Programm“ abbilden.

Das aufgemotzte Programm soll im Fiction-Bereich mit „hochklassigen Filmen und den Top-Serien am Dienstag“ abgerundet werden. Ein Highlight sei etwa „Out of Time – Sein Gegner ist die Zeit“ mit Denzel Washington (21.1., 20:15 Uhr), das in der Vorabendschiene neue „Servus am Abend“ (montags bis freitags, 18.10 Uhr) und die Daily-Quizshow „Quizmaster“ (montags bis freitags, 19.35 Uhr). Wieder fest im Programm: Das Frühstücksfernsehen „Servus am Morgen“ (montags bis freitags, 06.00 Uhr) und „Servus Journals“ (montags bis sonntags, 18.00 Uhr und 19.20 Uhr).

Keine Frage: Die Pläne von Servus TV, in Deutschland (wieder) Fuß zu fassen, sind ambitioniert – doch werden sie auch von Erfolg gekrönt sein? Im vergangenen Jahr konnte Servus TV nach MEEDIA-Berechnung nur 0,2 Prozent der Zuschauer im Gesamtpublikum und ebenfalls 0,2 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen vor die Bildschirme locken (lesen Sie hier das MEEDIA-Marktanteil-Ranking für 2016).

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Alle Kommentare

  1. „Eigenproduktionen, exklusiven Sport-Events und „hochkarätige“ Fiction sollen in diesem Jahren jener verlässliche Anker sein, mit der Servus TV eine große Programmoffensive startet.“

    Richtig: „Eigenproduktionen, exklusive Sport-Events und „hochkarätige“ Fiction sollen in diesem Jahren jener verlässliche Anker sein, mit dem Servus TV eine große Programmoffensive startet.

  2. Servus ist im Privatfernsehen ungeschlagen, nach meiner Ansicht. Das ist fast das ARTE unter den Privatsendern.

    Besonders die Filmauswahl ist bemerkenswert. Da hat jemand wirklich Ahnung.

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