Apple Watch: Fällt das große Update auch dieses Jahr aus?

Uneingelöstes Versprechen: Apple CEO Tim Cook und die Apple Watch
Uneingelöstes Versprechen: Apple CEO Tim Cook und die Apple Watch

Neue Hiobsbotschaft für Apples schlingernde Smartwatch: Wie die chinesische Wirtschaftszeitung Economic Daily News berichtet, wird die Apple Watch auch in diesem Jahr wohl kein großes Update erhalten. Auch in der dritten Generation soll die Apple Watch demnach so aussehen wie der bereits im September 2014 vorgestellte Prototyp. Lediglich auf eine bessere Batterieleistung und einen schnelleren Prozessor können sich Träger des Apple-Wearables wohl freuen.

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Macht die Apple Watch süchtig? Der neue Werbeclip für die Sport-Edition Apple Watch Nike + legt das nahe: US-Schauspieler Kevin Hart kann gar nicht aufhören zu laufen, nachdem er das Gemeinschaftsmodell von Apple und Nike einmal um sein Handgelenk geschlungen hat und seitdem 1100 Kilometer bis tief in die amerikanische Wüste zurückgelegt hat.

Allein: Hollywood hat wie sooft nicht immer etwas mit der Realität zu tun. Fakt ist, obwohl Apple seine Smartwatch weiter in den Konzernbilanzen versteckt hat, ist unbestritten, dass die Verkäufe bereits im zweiten Jahr auf dem Markt unerwartet deutlich eingebrochen sind.

Schwerer Absatzeinbruch 2016

Im dritten Kalenderquartal des vergangenen Jahres kollabierten die Absätze laut Marktforscher IDC gar um sage und schreibe 72 Prozent. Nach Schätzung von Marktforschern gingen die Verkäufe im vergangenen Jahr auf 7,5 von 12 Millionen Einheiten zurück, die 2015 nach dem Marktstart Ende April in  lediglich acht Monaten erzielt worden waren.

Von Tim Cooks großem Verkaufsversprechen („Ich glaube, Sie werden nicht mehr ohne sie leben können“) ist Apples neuste Produktkategorie nach nur zwei Jahren so wohl weit entfernt wie seit dem ersten iPod nicht mehr, der bekanntermaßen einen langsamen Start hatte, dann nach zweieinhalb Jahren mit dem kostengünstigeren iPod mini doch noch seinen Durchbruch erlebte.

Nur moderate Änderungen in der dritten Generation erwartet

Glaubt man der chinesischen Wirtschaftszeitung Economic Daily News ist mit einem Gamechanger-Moment bei der Apple Watch aber wohl auch in diesem Jahr nicht zu rechnen.

Wie die Economic Daily News nämlich mit Verweis auf Zuliefererkreise berichtet, dürfte die Apple Watch auch in diesem Jahr nur moderate Änderungen erfahren – nämlich eine verbesserte Batterie- und Prozessorleistung.

Erst 2018 Design-Änderungen erwartet

Das Design soll laut Economic Daily News indes erneut mit den beiden Vorgänger-Generationen identisch sein und Apple damit wie schon beim iPhone einem Erneuerungszyklus von drei Jahren folgen. KGI Securities-Analyst Ming Chi Kuo hatte bereits im vergangenen Sommer vorhergesagt, dass mit einem größeren Redesign erst 2018 zu rechnen sei.

Das Warten auf Unabhängigkeit vom iPhone dürfte demnach auch in diesem Jahre weitergehen. Auch die zweite Generation der Smartwatch wurde ohne Mobilfunk-Chip ausgestattet und kann damit ohne das iPhone nur in den Basisfunktionen – etwa Uhrzeit und Aktivitätstracker – genutzt werden.

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