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Alle Jahre wieder: Facebook löscht mal wieder einen nackten Klassiker

„Wirklich, Neptun? Das ist verrückt!“
"Wirklich, Neptun? Das ist verrückt!"

Facebook und (halb-)nackte Tatsachen – das war noch nie eine gute Kombination. Nun hat das soziale Netzwerk wieder einen vermeintlich schlüpfrigen Beitrag gelöscht: Eine Italienerin wollte für ihre Facebook-Seite mit einem Bild von der Neptun-Statue auf der Piazza del Nettuno in Bologna werben – und verstieß damit (zunächst) gegen die Richtlinien des Internet-Riesen.

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Es ist nicht das erste Mal, dass Facebook vermeintlich anrüchige Posts „versehentlich“ löscht. Bereits eine nackte Comic-Figur wurde von dem sozialen Netzwerk verbannt, sogar bei Schauspieler Florian David Fitz wurde der Rotstift angesetzt – weil seine Flugbegleitung Helen Fischer in einem Video „Arsch“ gesagt hatte. Nun hat sich Facebook beim Posting einer Italienerin zunächst quergestellt: Sie wollte auf ihrer Facebook-Seite Geschichten über Bologna erzählen – und dafür mit einer Neptun-Statue aus der Metropolitan-Stadt im Norden Italiens werben.

Das Problem: Die Statue des römischen Meeresgottes aus dem 16. Jahrhundert zeigt, nun ja, auf den ersten Blick einen nackten Mann mit Dreizack. Und verstoße damit gegen die Richtlinien des sozialen Netzwerkes: „Das Bild ist sexuell explizit und zeigt zu einem übermäßigen Grad den Körper und konzentriert sich unnötig auf Körperteile. Die Benutzung von Bildern oder Videos von nackten Körpern oder tiefen Ausschnitten ist nicht erlaubt, auch wenn es um einen künstlerischen oder erzieherischen Zweck geht“, soll Facebook der Italienerin daraufhin mitgeteilt haben, wie Elisa Barbari dem Guardian berichtet.

Das Foto verstoße gegen die Werberichtlinien des sozialen Netzwerkes. „Ich möchte meine Seite bewerben, aber für Facebook ist die Statue ein sexuell explizites Bild, das zu viel Haut zeigt. Wirklich, Neptun? Das ist verrückt!“, zeigt sich Barbari gegenüber dem Daily Telegraph entgeistert. Ihre Antwort: „Ja zu Neptun, nein zu Zensur“ – versehen mit einem weiteren Facebook-Post.

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Dopo il pasticcio della censura di fb sulla mia foto del Nettuno, ci siamo indignati, stizziti, allibiti o ci siamo…

Posted by Elisa Barbari on Sonntag, 1. Januar 2017

Die Plattform ist dann – wie so oft – kurzerhand zurückgerudert und hat die Sperre für das Bild aufgehoben. „Unser Team hat jede Woche Millionen von Werbebildern zu bewältigen und verbietet Anzeigen in einigen Fällen fälschlicherweise“, wird das Statement eines Facebook-Sprechers vom Guardian zitiert. „Dieses Bild verstößt nicht gegen unsere Werberichtlinien. Wir entschuldigen uns für den Fehler und haben den Werbetreibenden wissen lassen, dass wir ihre Anzeige erlauben.“

Eines ist sicher: Elisa Barbari konnte mit dem Facebook-Wirr-Warr eine ganz besondere Geschichte aus Bologna erzählen – wenn auch wider Willen. Zudem dürfte der Werbeeffekt durch die Kurzzeit-Zensur weit höher sein, als durch eine FB-Kampagne.

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