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„Mutige Nutzung“: Donald Trump twittert als US-Präsident weiter

Exzessiver Twitter-Nutzer: US-Präsident Donald Trump
Exzessiver Twitter-Nutzer: US-Präsident Donald Trump

Die erste gute – oder schlechte – Nachricht des neuen Jahres steht fest: Donald Trump twittert als Präsident weiter! Das ließ Sean Spicer, Pressesprecher der nächsten Administration im Weißen Haus, gestern gegenüber ABC durchblicken. "Eine mutige Twitter-Nutzung", kündigte Spicer an: "Wenn Trump twittert, bekommt er Resultate", lautet der Ritterschlag für den 140-Zeichen-Dienst. Klassische Medien müssen sich dagegen auf eine erwartet untergeordnete Rolle einstellen, deutete Trumps Sprecher an.

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Wie Sean Spicer, Pressesprecher der kommenden Trump-Administration gestern mitteilte, wird der 70-Jährige Twitter auch als Präsident weiterhin nutzen, um große politische Ankündigungen zu machen – und zwar in „mutiger Weise“.

„Die Sache ist die: Wenn er twittert, bekommt er Resultate“, erklärte Spicer in der ABC-Sendung „This Week“. Gleichzeitig erteilte Spicer den traditionellen Kommunikationskanälen über die alten Medien eine deutliche Absage.

Trump twittert weiter

„Er hat mehr als 45 Millionen Follower in den sozialen Medien. Er muss seine Kommentare nicht erst durch Mainstream-Medien schleusen.“ Das ohnehin belastete Verhältnis zu den klassischen Medien dürfte in Trumps Präsidentschaft somit von Tag eins an weiter Spannungen ausgesetzt sein.

Dabei wollte Donald Trump seine Twitter-Nutzung eigentlich einstellen, wie der streitbare Multimilliardär kurz nach seinem Wahlsieg dem US-Sender CBS verraten hatte: „Ich werde sehr zurückhaltend sein, wenn ich es überhaupt noch benutze“, hatte Trump in „60 Minutes“ in Bezug auf den 140-Zeichen-Dienst erklärt.

Tweet-Spektakel zwischen den Feiertagen

Dass Trump offenbar ohnehin kaum vom Kurznachrichten-Dienst lassen kann, hatte der gewählte Präsident erst zwischen den Feiertagen deutlich gemacht.

In unvergleichlicher Manier kanzelte Trump erst Präsident Obama ab und lobte stattdessen seinen russischen Widersacher Wladimir Putin für dessen „smarten“ Umgang mit den US-Sanktionen, durch die 35 russische Diplomaten die USA verlassen mussten.

Die Botschaft nicht verstanden hätten dagegen erneut die amerikanischen Medien – namentlich CNN und NBC –, die von Russen zum Narren gehalten worden wären.

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Und noch eine Twitter-Botschaft hatte Donald Trump wenige Stunden vor dem Jahresende auf Lager: Er wünsche allen ein frohes, neues Jahr – auch seinen Feinden und denen, die „mich bekämpft und so bitter verloren haben und nicht wissen, was sie nun tun sollen. Liebe!“

Drei Tage zuvor hatte sich Trump noch einmal für sein großartiges Jahr gefeiert: „Die Welt sah düster aus, bevor ich gewonnen habe – es gab keine Hoffnung. Jetzt notiert die Börse um 10 Prozent höher und die Ausgaben im Weihnachtsgeschäft belaufen sich auf über eine Billion Dollar!“

Doug Kass: „Wenn Trump Twitter verlässt, fällt die Aktie um 20 Prozent an einem Tag“

Twitter-Chef Jack Dorsey dürfte nach einem weiteren Jahr zum Vergessen vermutlich zunächst einmal aufatmen: Sein mit Abstand wichtigster Fürsprecher des 140-Zeichen-Dienstes dürfte ihm erhalten bleiben.

Was nämlich passieren könnte, wenn Trump Twitter vom einen auf den nächsten Tag verlässt, hat der Vermögensverwalter Doug Kass in seinen 15 Überraschungen für 2017 beim Finanzportal The Street.com vorausgesagt.

„Trumps Sicherheitsberater überzeugen ihn, sein Twitter-Konto @realDonaldTrump zu schließen. Die Twitter-Aktie fällt an diesem Tag um 20 Prozent.“ Die erste Überraschung für 2017 kann Doug Kass nach der Mitteilung des Weißen Hauses damit wohl schon am 1. Januar streichen…

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