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„Winnetou“ verliert im jungen Publikum deutlich, ARD siegt mit Wiederholung „Nord bei Nordwest“

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"Winnetou - Das Geheimnis vom Silbersee": Der Apache Winnetou (Nik Xhelilaj, l.) und Old Shatterhand (Wotan Wilke Möhring)

Schlechte Nachrichten für RTL: Der zweite von drei neuen "Winnetou"-Filmen verlor deutlich an Zuspruch. Statt 5,06 Mio. sahen nur noch 4,33 Mio. zu, bei den 14- bis 49-Jährigen ging es von 2,23 Mio. und 19,2% auf deutlich blassere 1,72 Mio. und 14,8% herab. Den Tagessieg gab es im jungen Publikum dennoch, insgesamt gewann der ARD-Krimi "Nord bei Nordwest - Der wilde Sven".

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Dienstag wissen müssen:

1. „Winnetou“ verliert deutlich an Zuspruch

5,06 Mio. sahen am 25. Dezember noch den ersten von RTL neu produzierten „Winnetou“-Film „Eine neue Welt“. Der Marktanteil lag bei starken 15,4%. Besonders erfolgreich war der Film da bei den 14- bis 49-Jährigen mit 2,23 Mio. und 19,2%, sowie bei den für RTL offiziell wichtigsten 14- bis 59-Jährigen mit 3,67 Mio. und 20,2%. Besonders dort, bei den 14- bis 59-Jährigen, gingen dem zweiten Film „Das Geheimnis vom Silbersee“ nun viele Zuschauer abhanden. Statt 3,67 Mio. waren nur noch 2,88 Mio. dabei – 790.000 weniger. Der Marktanteil schrumpfte von 20,2% auf deutlich überschaubarere 15,8%. Bei den 14- bis 49-Jährigen ging es um 510.000 auf 1,72 Mio., sowie auf 14,8% herab, insgesamt um 730.000 auf 4,33 Mio. und 12,9%. Unter dem Strich verlor „Winnetou“ also ausgerechnet bei den 14- bis 59-Jährigen am deutlichsten. Den Tagessieg holte sich der zweite Film bei 14-59 und 14-49 trotzdem, die Jubel-Stimmung bei den RTL-Oberen darüber dürfte dennoch deutlich gedämpfter ausfallen.

2. Das Erste siegt mit „Nord bei Nordwest“-Wiederholung, ZDF chancenlos mit „Last Vegas“

Den Tagessieg im Gesamtpublikum erkämpfte sich die Wiederholung des ARD-Krimis „Nord bei Nordwest – Der wilde Sven“. 5,18 Mio. sahen ab 20.15 Uhr zu – gute 15,3%. Das ZDF kam mit seiner Free-TV-Premiere des Hollywood-Films „Last Vegas“ hingegen nur auf 3,32 Mio. Seher und unbefriedigende 9,8%, blieb damit auf Rang 9 der Tages-Charts hängen. Deutlich besser lief es vorher: um 17.10 Uhr mit „Adieu – Menschen, die wir nicht vergessen“ und Werten von 3,19 Mio. und 16,6%, um 18.05 Uhr mit der „SOKO Köln“ und 4,13 Mio. plus 18,3%, um 19 Uhr mit „heute“ und 5,11 Mio. plus 19,5%, sowie um 19.25 Uhr mit den „Rosenheim-Cops“ und 5,16 Mio. bzw. 17,5%. Markus Lanz‘ Rückblick auf die Todesfälle 2016, „Niemals geht man so ganz“ sahen ab 22.20 Uhr immerhin noch 2,90 Mio. (14,4%).

3. ProSiebens „TV-Streiche“ ohne Top-Quote, ZDF und ARD besiegen im jungen Publikum Sat.1

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Obwohl RTLs „Winnetou“ so viele junge Zuschauer verabschiedete, konnten die beiden Haupt-Konkurrenten ProSieben und Sat.1 nicht wirklich profitieren. Bei ProSieben sahen nur 1,09 Mio. 14- bis 49-Jährige „Die besten TV-Streiche by ProSieben“ – blasse 10,8%. Sat.1 blieb mit „Lemony Snicket“ bei 790.000 und schwachen 6,8% hängen. Deutlich erfolgreicher waren im jungen Publikum das ZDF mit „Last Vegas“ und 980.000 bzw. 8,4%, sowie Das Erste mit „Nord bei Nordwest“ und 970.000 bzw. 8,4%.

4. Super RTL springt mit „La Boum 2“ nach 22 Uhr in der zweite Privat-TV-Liga

Bei den drei Sendern der zweiten Privat-TV-Liga setzte sich um 20.15 Uhr RTL II durch: 670.000 14- bis 49-Jährige entschieden sich für „Zuhause im Glück“ – 5,8%. Für „The Impossible“ bei Vox entschieden sich nur 600.000 (5,2%), für „Rosins Restaurants“ bei kabel eins nur 440.000 (3,8%). Gute 2,7% erzielte um 20.15 Uhr bei Super RTL „La Boum“ mit 310.000 jungen Zuschauern. „La Boum 2“ sprang im Anschluss mit 350.000 14- bis 49-Jährigen sogar auf 4,4% und damit in etwa auf das Niveau von Vox, RTL II und kabel eins.

5. Sport 1 holt mit der Darts-WM teilweise mehr als 1 Mio. Zuschauer, 3sat mit dem „Tod auf dem Nil“ und das NDR Fernsehen mit „Kaum zu glauben“

Grandiose Zahlen gab es bei den kleineren Sendern auch für Sport 1: Die Live-Übertragung von der Darts-WM kletterte zwischen 22 Uhr und 22.50 Uhr sogar über die Mio.-Marke, die Marktanteile lagen  teilweise bei 4% und in der jungen Zielgruppe sogar bei über 6%. Ebenfalls ein Millionenpublikum begrüßte 3sat mit dem „Tod auf dem Nil“: 1,10 Mio. Seher entsprachen 3,3%. Bei zdf_neo erreichte „Lewis“ und „Wilsberg“ 1,01 Mio. und 1,43 Mio., sowie 3,0% und 5,2%, im mdr Fernsehen kamen die „Adlershofer Fernsehschwänke“ auf 1,13 Mio. und 3,4%, das SWR Fernsehen erreichte mit „Tach, Herr Dokter! Der Heinz-Becker-Film“ und „Hannes und der Bürgermeister“ 1,07 Mio. und 1,33 Mio., sowie 3,2% und 4,4%. Das größte Publikum erreichte bei den kleineren Sendern in der Prime Time das NDR Fernsehen: 1,67 Mio. entschieden sich für „Kaum zu glauben“ – 4,9%.

Hier finden Sie bei MEEDIA täglich die Top 20 des Gesamtpublikums und der 14- bis 49-Jährigen. Eine Liste aller Quoten-Analysen der Vergangenheit lesen Sie immer an dieser Stelle.

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Alle Kommentare

  1. Also ich werde mir die alten Filme noch mal ansehen kein vergleich mit dem neuen …!
    Sorry RTL aber das war ein Schuss in den Ofen!

  2. Typisch neue deutsche Greenhorns der Medien. Neben dem Sauerkrautbart im Gesicht haben sie nichts Weiteres mehr im Kopf. Heraus kommt dann ein solcher Schmarrn wie die Winnetou Neuverfilmung. Zwar mit riesigem Tamtam (jaja, das Marketinggeschrei beherrschen die sauerkrautigen Greenhorns schon) eingeführt (deshalb beim 1. Teil wohl die paar Zuschauer mehr), doch ich habe bereits den 1. Teil nach kurzer Zeit fluchtartig verlassen. Das Grauen war mir einfach zu groß. Aber immer noch erinnere ich mich an meine ersten Kinobesuche, welche den Karl May Filmen galten. Heimlich vom ersparten Taschengeld (die Filme waren ab 12 wenn ich mich nicht irre – hihi) kaufte ich die Kinokarte und schlich mich gut getarnt nach Western Art ins Kino. Ich war ja noch keine 12 Jahre alt! Aufregend und spannend war der Schatz im Silbersee oder Winnetou damals so sehr, daß ich sie mir heute noch ansehe. Aber was da RTL bringt, entspricht dem Namen RTL = Rauchen, Trinken, Langeweile.

  3. Ein Pueblo Indianer der in der Prärie im Zelt wohnt und als Apache Sioux spricht und aussieht und spricht wie Tarzan der Affenmensch….
    Ein Old Shatterhand der Brücken sprengt….
    Das einzig authentische, was die meisten Pansenköppe im deutschen Fernsehland dann doch bemängelten, und bei mir für Lacher sorgte:
    „Old Shatterhand als Karl May….Sehr orginal!“
    Ja, DAS war wenigstens orginal!

  4. Ich habe diesen Silbersee-Remurks „nebenbei“ angeschaut und dennoch nach der 2. Hälfte umgeschaltet, weil der Film unerträglich schlecht war. Es hat mich verblüfft, wie man eine so gute Buch-Vorlage derart unspannend, langweilig und vorhersehbar inszenieren kann. Und dann kam noch die extrem schwachen schauspielerischen Leistungen hinzu. Allen voran die mexikanische Verbrechergang. Aber auch Old Shatterhand war weder als Westernheld noch als romantisch Verliebter überzeugend. Den 3. Teil schaue ich mir definitiv nicht mehr an.

  5. Wenn Mexikaner die Apachen überfallen und bedrohen und dann noch mit Hamburger Slang sprechen dann ist das ein absoluter Grund umzuschalten (und so passiert, der Rest wird nicht auf meiner Mattscheibe flimmern, Hug ich habe gesprochen). Was für eine schlechte Produktion. Karl May hat man ja als Hochstapler enttarnt, aber richtig Scheiße wird es wenn bei Regisseur und Schauspielern Selbsterkenntnis fehlt.

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