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Visionärin der italienischen Eleganz: Modewelt würdigt verstorbene Vogue-Chefin Franca Sozzani

Im Alter von 66 Jahren starb die italienische Modejournalistin und Stil-Ikone Franca Sozzani
Im Alter von 66 Jahren starb die italienische Modejournalistin und Stil-Ikone Franca Sozzani

Trauer um Franca Sozzani – die italienische Modejournalistin und Stil-Ikone ist tot. Sie wurde 66 Jahre alt und starb nach schwerer Krankheit. "Dies ist ein unschätzbarer Verlust für die Vogue und die Modewelt", schrieb der Chef des Verlagshauses Condé Nast International, Jonathan Newhouse, auf der Webseite der Zeitschrift Vogue Italia. Im Social Web trauern Weggefährten und Promis aus aller Welt.

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Von 1988 bis 2006 hatte Sozzani als Chefredakteurin an der Spitze des italienischen Lifestyle-Blattes gestanden und in diesen Jahren den Look der Zeitschrift entscheidend geprägt. Sie arbeitete mit Star-Fotografen wie Bruce Weber und Peter Lindbergh zusammen.

Sozzani galt als Vertraute von Größen wie Donatella Versace und Giorgio Armani. Die als „Lady der italienischen Mode“ bekannte Journalistin war seit längerer Zeit krank. Der Mailänder Bürgermeister Giuseppe Sala sagte: „Mailand verliert heute eine wichtige Vertreterin des italienischen Stils. Sie war viel mehr als nur eine Modejournalistin, sie konnte vor allen anderen Trends erkennen.“ Die italienische Zeitung Corriere della Sera hatte die auch für viele Insider des Mode-Business überraschende Todesnachricht vor Weihnachten publik gemacht. Viele Prominente reagierten geschockt und würdigten Sozzani via Twitter.

Die Chefredakteurin der internationalen Vogue, die seit Generationen von Modemachern als einflussreichstes und schillerndstes Magazin der Branche gilt, widmete der Verstorbenen einen persönlichen Nachruf. 1988 wurde Sozzani, die als Stylistin bei Vogue Bambini angefangen hatte, Chefredakteurin der italienischen Vogue, zur gleichen Zeit wie ihre legendäre Kollegin Anna Wintour in den USA. Beide fühlten sich zunächst als Rivalinnen, am Ende verband sie eine Freundschaft abseits des Business. Mit ihrem italienischen Magazin machte Sozzani nach Ansicht von Icon-Chefredakteurin Inga Griese deutlich, „dass journalistische Verantwortung nicht vor Hochglanz halt machen muss. Unter ihr wurde Vogue Italia zu einem Monument. Sie setzte sich unter anderem vehement gegen Magersucht ein, promotete schwarze Models, widmete sich globalen Problemthemen. Immer in Verbindung mit großer Ästhetik.“


Mit Material von dpa

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Alle Kommentare

  1. Das „Social Web” kommt aus dem Trauern einfach nicht heraus.
    Weil’s nur um möglichst öffentliche Pose geht.

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