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„Kein bisschen witzig!“: Titanic-Cartoon zum „Endspurt im Promi-Sterbejahr“ polarisiert im Social-Web

Zum Tod von Georg Michael postete die Titanic noch einmal ihren Start-Cartoon aus dem Dezember. Nicht alle FB-Nutzer finden ihn lustig
Zum Tod von Georg Michael postete die Titanic noch einmal ihren Start-Cartoon aus dem Dezember. Nicht alle FB-Nutzer finden ihn lustig

David Bowie, Muhammad Ali, Leonard Cohen, Prince, Götz George, Guido Westerwelle, Cicero, Fidel Castro – und jetzt auch noch George Michael: In wohl keinem Jahr sind so viele Künstler, Politiker und Berühmtheiten gestorben wie 2016. Diesen eigentlich sehr traurigen Umstand macht die Satire-Zeitschrift Titanic zum Gegenstand von fiesem Witz. Wie die Reaktionen zeigen, nicht jedermanns Geschmack.

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Zum Tod von George Michael postete die Titanic bei Facebook noch einmal einen Witz aus dem Dezember-Heft. Seitdem debattieren Freunde und Kritiker im Netz, ob der Gag geschmacklos oder einfach lustig sei. In dem Moment, in dem es solche Debatten gibt, hat eine Satire-Redaktion immerhin erreicht, dass man über sie spricht. So schreiben die einen: „Satire darf alles, aber jeder Einzelne darf es halt auch geschmacklos finden. Unterste Schublade und absolut kein bisschen witzig!“. Oder auch: „Bisschen arg krass. Sterben wünscht man Niemanden. Auch nicht als Satiriker“

Andere wiederum antworten: „Ja heult halt alle noch mehr rum. Ich musste lachen. Zum Glück.“ Natürlich fehlt es in den Kommentaren auch nicht an Vorschlägen, wer noch alles auf der Liste fehle: An Toten und solchen, denen man noch schnell ein fixes Ableben im Jahr 2016 wünscht.

Verantwortlich für den Cartoon ist Moritz Hürtgen. Aus seiner eigenen Seite notierte er lapidar: „Mein Startcartoon aus dem Dezemberheft ist jetzt online einsehbar (wg. George Michael (tot)). Verfolgen Sie im Kommentarbereich (von Titanic) spannende Diskussionen zu den Themen „Pietät – gut oder schlecht?“, „Was darf Satire?“ und „Wer ist der dümmste Mensch auf Facebook?“…“ Wie auch immer man zu dem Cartoon steht, nach Facebook-Kriterien ist es ein Erfolg. So sammelte der Post schon über 4.000 Reaktionen, wurde über 900 Mal geteilt und über 950 Mal Kommentiert.

Allerdings entdeckten aufmerksamen Beobachter bereits Fehler: „Liebes Titanic-Magazin Team da sind euch zwei Fehler unterlaufen ….. das Foto über den Namen Leonard Cohen ist von Bob Dylan und nicht vom verstorbenen Künstler Leonard Cohen. Zweitens Senta Berger lebt noch es handelt sich auf dem Foto um Erika Berger ✝ ……. sonst passt alles!“

Das Problem ist jetzt allerdings: Man kann die Redaktion für diese Fehler gar nicht schmähen. Denn bei diesen Satirikern kann man sich ja nie sicher sein, ob es sich bei den falschen Beschriftungen nicht auch um einen Witz handelt. Bestimmt sogar. Vielleicht.

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Alle Kommentare

  1. Wir brauchen eigentlich deutlich mehr Satire, um überhaupt noch eine Gegengewicht zu unserer „PC-Exzess-Welt zu finden“ !

    Und ja‼️Satire darf nicht nur alles, sonder MUSS alles ‼️

  2. Ein Paar Tage hat 2016 ja noch…

    Also los: Birne, Tim Schwätzer und IM Larve…Bitte, bitte, bitte… geht weg!!

  3. wie wäre es, wenn Titanic die Nerven und die Chuzpe bessen hätte, den Titanic-Chefredakteur gleich mit auf die Liste zu nehmen sozusagen an erster Stelle? Und das „Heft“ gleich mit dazu.

  4. „… das Foto über den Namen Leonard Cohen ist von Bob Dylan …”

    Und solches Gestammel wird hier zitiert, um eine „Debatte” zu belegen.

  5. mancher humor ist eben schwärzer
    und man wünscht auch nicht wirklich den
    tod sondern rechnet nur evtl damit
    comicfabrik.blogspot.de/

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