Anzeige

„Gotthard“ besiegt den „weißen Äthiopier“, Saisonrekord für die Bundesliga bei Sky

Gotthard.jpg
ZDF-Zweiteiler "Gotthard" mit Miriam Stein (M.) und Christoph Gaugler, (r.)

Auch am Mittwoch landeten noch einmal Nachrichtensendungen auf den ersten Plätzen der Quotencharts. "Tagesthemen", "Tagesschau" und "heute" finden sich auf dem Siegertreppchen. Um 20.15 Uhr setzte sich der ZDF-Zweiteiler "Gotthard" gegen den ARD-Film "Der weiße Äthiopier" durch. Bei Sky sahen 1,48 Mio. die Bundesliga - so viele wie noch nie in der aktuellen Saison.

Anzeige
Anzeige

Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Mittwoch wissen müssen:

1. „Gotthard“ gewinnt mit halbwegs stabilen Zahlen die Prime Time

4,51 Mio. Leute entschieden sich um 20.15 Uhr den Abschluss des ZDF-Zweiteilers „Gotthard“. Der Marktanteil lag bei 13,5%. Zum Vergleich: Teil 1 sahen am Montag 4,78 Mio. (14,3%). 270.000 Seher gingen also verloren. Dennoch setzte sich „Gotthard“ damit gegen die 20.15-Uhr-Konkurrenz durch. „Der weiße Äthiopier“ kam im Ersten auf 3,73 Mio. Seher und blasse 11,4%, die RTL-Show „Spektakulär – Meine unglaubliche Geschichte im Countdown“ als stärkstes Programm der Privaten auf 2,43 Mio. und 7,5%.

2. Nachrichten liegen auch am Mittwoch nochmal vorn

Viele neue Erkenntnisse gab es im Hinblick auf den Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin am Mittwoch zwar nicht, doch das Informationsinteresse der Deutschen sorgte noch einmal dafür, dass Nachrichtensendungen die populärsten TV-Programme des Tages waren. 4,89 Mio. sahen ab 22.10 Uhr die „Tagesthemen“, die damit einen seltenen Tagessieg einfuhren. Dahinter folgt die 20-Uhr-„Tagesschau“ des Ersten mit 4,75 Mio. vor der 19-Uhr-„heute“-Sendung des ZDF mit 4,65 Mio.

3. Sky erzielt dank Bayern-Leipzig Bundesliga-Saisonrekord

Anzeige

1,48 Mio. Zuschauer gingen den großen Sendern in der Prime Time verloren, weil sie sich für die Bundesliga auf Sky entschieden. Der Pay-TV-Anbieter erreichte damit einen tollen Marktanteil von 4,6%, erreichte zudem einen neuen Saisonrekord, denn mehr als 1,48 Mio. sahen zuletzt am letzten Spieltag der Saison 2015/16 die Bundesliga-Übertragungen bei Sky. Der entscheidende Faktor für den Rekord war das Spitzenspiel zwischen Bayern München und RB Leipzig: Allein 790.000 Fans sahen dieses Spiel – weit mehr als die Konferenz (480.000) und die anderen Einzeloptionen. Bei den 14- bis 49-Jährigen sahen 810.000 Fans ab 20 Uhr die Übertragungen – das reihte sogar für den 14. Platz der Tages-Charts und grandiose 7,4%.

4. ProSiebens „Herr der Ringe“ lässt im jungen Publikum RTL und Sat.1 hinter sich

Schon oft wiederholt sorgt „Der Herr der Ringe“ dennoch weiter für tolle Quoten. 1,32 Mio. 14- bis 49-Jährige sahen den ersten Teil der Trilogie am Mittwoch bei ProSieben – das reichte für einen guten Marktanteil von 13,4% und den ersten Prime-Time-Platz in der jungen Zielgruppe. RTL landete mit „Spektakulär – Meine unglaubliche Geschichte im Countdown“ (1,24 Mio. / 11,2%) ebenso dahinter wie Sat.1 mit „Santa Clause 3“ (930.000 / 8,3%). Den Tagessieg holte sich dennoch RTL, denn „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ kam am Vorabend mit 1,53 Mio. 14- bis 49-Jährigen und 16,6% auf noch mehr junge Zuschauer als ProSieben in der Prime Time.

5. „Die Wollnys“ besiegen Vox und kabel eins

In der zweiten Privat-TV-Liga setzte sich am Abend RTL II durch: Zwischen 570.000 und 650.000 14- bis 49-Jährige sahen ab 20.15 Uhr drei Episoden der „Wollnys“ – solide bis ordentliche Marktanteile von 5,6% bis 6,1%. Vox landete mit „Rizzoli & Isles“ dahinter: 600.000 und 580.000 junge Menschen waren ab 20.15 Uhr dabei – 5,4% und 5,2%. kabel eins kam mit „Terminal“ zunächst nur auf 540.000 und 4,9%, „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ war ab 22.50 Uhr mit 320.000 14- bis 49-Jährigen und 5,8% erfolgreicher.

Hier finden Sie bei MEEDIA täglich die Top 20 des Gesamtpublikums und der 14- bis 49-Jährigen. Eine Liste aller Quoten-Analysen der Vergangenheit lesen Sie immer an dieser Stelle.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

  1. Das macht die schlechten Quoten auch nicht besser. Tolles Kostüm aber immer dieselben eingebauten Liebesgeschichten. Und immer hängen sich die immer selben Männern/Regisseuren (hier Urs Egger) aber auch Produzenten und Sender mit total übertriebenen Lobhudeleien an die immer gleichen Darsteller dran, die irgendwann mal bei einem der wenigen guten und erfolgreichen Filme überhaupt mal etwas anständiges zu spielen bekommen haben. Danach will jeder diesen Erfolg wiederholen, der Wertigkeit und maximale Honorare plus Preiswürdigkeit bedeutet. Also nimmt er oder sie wieder dieselben Regisseure der dieselben Darsteller und labert etwas von „außergewöhnlichem Talent“ und vielfach ausgezeichnet und so bauen sie sich gegenseitig auf in der deutschen Kulturlandschaft, die – weltweit einzigartig – die Leistungen der Filmemacher und Schauspieler in zwei Schubladen steckt: E wie ernsthafte Filme und U wie Unterhaltungs-Dreck. Und die Medien spielen das Spiel mit. Dabei ist es wirklich unerträglich, wie diese gesamte Branche sich in die Taschen lügt und riesige Millionen-Summen im eigenen „Eliten“-Saft und an immer dieselben Leute verteilt. Wer hatte vor kurzem geschrieben, ob es noch andere Schauspieler gibt als X, Y oder Zett. Jetzt sind sie wieder für den Fernsehpreis nominiert, manche mit drei und mehr Filmen. Von Transparenz kann in diesem System – das angeführt wird von den öffentlich-rechtlichen Sendern, von denen man Transparenz erwarten müsste – keine Rede sein.

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*