Anzeige

Focus mit historischem Kiosk-Minusrekord: „Neues Deutschland“-Titel über „40 Menschen unter 40“ fällt durch

cover-check.jpg

Hiobsbotschaft für die Focus-Macher von der IVW: Schlechter lief es für das Magazin noch nie. Heft 47/2016 mit dem Titel "Neues Deutschland - Jung, entschlossen, erfolgreich: 40 Menschen unter 40, die unsere Zukunft gestalten" fand im Einzelhandel nur 45,821 Käufer - ein historischer Minusrekord. Unter dem Soll, wenn auch nicht so deutlich, blieben in der aktuellen Cover-Check-Woche auch Spiegel und stern.

Anzeige
Anzeige

Das bisherige Allzeit-Tief des Focus lag in der IVW-Kategorie Einzelverkauf bei 48.179 Exemplaren. Passiert ist es dem Heft 20/2015 mit dem Titel „Die Eltern sind die Dummen!“ über die damaligen Kita-Streiks. Diesmal ging es um die Generation der Unter-40-Jährigen. Mit dem Titel „Neues Deutschland“ sollten sicher auch viele jüngere Käufer erreicht werden. Doch gelungen ist das offensichtlich gar nicht. 45.821 Einzelverkäufe sind ein desaströser Wert, der natürlich auch klar unter den Durchschnittszahlen der jüngsten drei Monate (66.400), bzw. 12 Monate (68.100) liegt. Im Gesamtverkauf inklusive Abos, Lesezirkeln, Bordexemplaren und sonstigen Verkäufen landete der Focus 47/2016 bei einer Auflage von 458.664, darunter 29.584 ePaper.

Der stern 47/2016 landete im Einzelhandel bei einer Verkaufszahl von 172.998 Exemplaren. Das ist ebenfalls ein unterdurchschnittliches Ergebnis, wenn auch kein so extremes wie das des Focus. Der 12-Monats-Durchschnitt des stern liegt bei 186.300 Einzelverkäufen, der 3-Monats-Durchschnitt bei 184.100. Klar ist aber auch hier: Das Titelthema „Die Wahrheit über Bio – Besser, fairer, gesünder? Die falschen Versprechen mit dem Gütesiegel. Was Sie beim Einkauf beachten müssen“ hat die potenziellen stern-Käufer nicht vom Hocker gerissen. Auch hier der Blick auf den Gesamtverkauf: Der lag bei 645.516, inklusive 16.607 ePaper-Exemplaren.

Anzeige

Der Spiegel setzte nach seinem großen Erfolg mit dem Trump-Titel ein weiteres Mal auf ein US-Polit-Cover. „Obamas Erbe oder die bedrohte Demokratie: Das Gespräch über Donald Trump und den erschöpften Westen“ kam dabei aber längst nicht an die Zahlen der Vorwoche heran. 212.125 griffen im Einzelhandel zu, mit Trump und „Das Ende der Welt (wie wir sie kennen“) erreichte Der Spiegel zuvor 261.496 und damit fast 50.000 mehr. Das Obama-Interview war allerdings sicher auch deswegen nicht mehr so verkaufsfördernd, weil es zuvor ja auch im Ersten ausgestrahlt wurde. Im Gesamtverkauf erreichte Der Spiegel 47/2016 eine Auflage von 781.204 Exemplaren, 54.134 davon als ePaper.

Mit unserem Cover-Check-Tool können Sie jederzeit sehr flexibel die vergangenen und aktuellen Einzelverkäufe von Spiegel, stern und Focus analysieren.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

  1. Hoffentlich setzt sich der Trend auch online fort. Wenn man sich Focus-Online anschaut, kommt einem das Grauen: Nur Mord und Totschlag und Räubergeschichten. Das Fatale dabei ist, dass viele Menschen sich aus diesen Nachrichten ihr Weltbild schustern. Manche Kommentare in den Foren dort machen einen sprachlos…

  2. We don’t need no education
    We don’t need no thought control
    No dark moralism in the newsroom
    Journalist leave them customers alone
    Hey! Media! Leave them people alone!
    All in all it’s just another brick in the wall.

  3. Der Focus-Flop ist auf Betriebsblindheit zurückzuführen. Erfolgreiche und entschlossene Jungdeutsche gibt es in der behaupteten Menge nur im Hause Burda. Obwohl es dort so streng nach Bambi müffelt.

  4. Mal ehrlich: Wen interessiert das Magazin Focus? NIEMANDEN!!! Völlig verfehlte Geschichten, Reportagen, Meinungen. „Fakten, Fakten …“ ist schon längst vergessen, weil es nur ein dünnes Werbeversprechen war, das nie gehalten wurde… Ich sage voraus: Focus wird 2017 eingestellt. Gratuliere! Der Verlag spart dann viel Geld.

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*