„Anschlag mit 32 Tonnen“: BZ verteilt 16-seitige Sonderausgabe zum Attentat in Berlin

Sonderausgabe zum Anschlag: Die stv. BZ-Chefredakteurin Miriam Krekel und ihr Team bringen eine Nachmittagsausgabe
Sonderausgabe zum Anschlag: Die stv. BZ-Chefredakteurin Miriam Krekel und ihr Team bringen eine Nachmittagsausgabe

Der Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin versetzt die Hauptstadt und die ganze Republik in einen Schockzustand. Nach dem Ereignis am Montagabend legten einige Redaktionen Nachtschichten ein, um die Titelseiten zu aktualisieren. Die Redaktion der BZ geht noch einen Schritt weiter: Seit dem Nachmittag verteilt Springers Boulevardblatt an "Hotspots" gratis eine 16-seitige Sonderausgabe.

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Von dem Extrablatt will die zu Axel Springer gehörende Redaktion mehrere Tausende unter die Berliner bringen. Eine genaue Druckauflage konnte auf Nachfrage nicht genannt werden.

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Weiß auf schwarz schreibt die BZ von der „Jagd auf den Terror-Fahrer“ und vermeldet zudem die anhaltende Fahndung nach dem Täter. Am Nachmittag war bekannt geworden, dass die Polizei möglicherweise einen falschen Verdächtigen festgenommen hat – eine Information, die zu diesem Zeitpunkt erst seit kurzem bekannt ist. Zudem wird spekuliert, dass es mehrere Täter geben könnte.

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Auf den 16 Seiten berichtet die BZ über den aktuellen Stand der Ermittlungen, gibt die Erklärung von Kanzlerin Merkel wieder, beschäftigt sich mit dem zunächst Verdächtigten und druckt Meinungen ab – unter anderem einen Gastbeitrag von Michel Friedmann.

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Alle Kommentare

  1. Anstatt die Bürger über Ursachen und Entstehen des Krieges vor der eigenen Haustür aufzuklären um so für die Zukunft vorzubeugen nur sinnloses bedrucktes Papier.

  2. Die Steigerung der Drohungen gegenüber den Skeptikern von Zuwanderung wird, wie auch bei anderen derzeit anlaufenden Katastrophen vorläufig alles sein, was am Ende übrig bleibt. Erkenntnis, Reue, Umkehr: das ist nicht das, was die hinter der Einebnung, also der Globalisierung agierenden Antreiber auszeichnet.

  3. Dass die Kanzlerin ihre Betroffenheit ausdrückt, das ist selbstverständlich.
    Vielleicht wäre Stille einmal angesagt, wenn man nichts weiß.
    Es sind sich ja doch eigentlich alle einig, dass diese Täter spektakulär auf sich aufmerksam machen wollen. Und so ist die mediale Verarbeitung – Berichterstattung ist es ja nicht, nichts Genaues weiß man nicht – wohl eher kontraproduktiv.
    Der Umgang der Öffentlich-Rechtlichen mit dem, was für diese Land neu ist -Terror- kann eigentlich schlechter kaum sein. Und das Beileid twittern mit niedlichen heulenden Nikoläusen, die unvermeidlichen Interviews, die man nicht führen muss… Da muss man sich zur Ordnung rufen und einfach ausschalten. Dass es in diesem Leben keine 100 Prozent Sicherheit gibt, das müsste ein Volk der mündigen, aufgeklärten Bürger wissen, weiß es auch und das muss kein Experte sagen. Hoffentlich nicht wieder eine Situation, in der dann wieder ein Experte sagt, dass es keine Sicherheit gibt.
    Dieses Volk ist nicht ganz verblödet.
    Es gibt nicht „100 Prozent Sicherheit“, nicht „100 Prozent Pflege.“…
    Politik machen, eine gute, weltweit – und Menschen gut und liebevoll erziehen.
    Symbolische Handlungen sind ja in Ordnung, ersetzen aber keine Politik und werden immer peinlicher.
    So der „Salzmarsch“ in Paris mit dem unvermeidlichen ? Ich bin… … “ Ich bin Charlie.“ An der nächsten Ecke allerdings schon vorbei, Politiker vorne und die Le Pen Wähler wohl auch hintendrein damals.

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