Anzeige

Saturday Night Live veralbert Donald Trump als „Putins Geschenk“

Bildschirmfoto-2016-12-18-um-22.37.45.png
Bitterböse Parodie: Alec Baldwin als Donald Trump (rechts) © Facebook / NBC

Es war wieder eine Woche der Steilvorlagen: Donald Trump watscht die CIA für die Aufklärung des Hackerskandals ab, ernennt einen russlandfreundlichen Außenminister, lässt sich mit Kanye West in aller Freundschaft fotografieren, legt sich mit Vanity Fair an und twittert freudsche Verschreiber. Kein Wunder also, dass exakt diese Ereignisse ihre satirische Verarbeitung in einer weiteren Folge des Kultcomedy-Formats "Saturday Night Live" gefunden haben, das dem neuen Präsidenten kaum gefallen haben dürfte.

Anzeige
Anzeige

Erneut großer Auftritt von Alec Baldwin in der Rolle seines Lebens: Donald Trump macht es dem 58-jährigen Schauspieler mit seinem täglichen Auftritt zugegebenermaßen ziemlich leicht, doch Baldwin liefert im amerikanischen Kultcomedy-Format „Saturday Night Live“ (NBC) Woche für Woche aufs Neue.

Vergangene Nacht arbeitete sich Baldwin erst an Trumps kritisch beäugter „Thank you“-Tournee, an seinen offenkundigen Ablehnungen des traditionellen Präsidentenalltags („Reichen drei Tage in der Woche?“), seinem beispiellosen #Unpresidented-Rechtschreibfehler und an der Auswahl seiner Kabinettsmitglieder („Rick Perry war einzigartig in „Dancing with the Stars“) ab.

Dann bekamen Trump und dessen Wahlkampf-Managerin Kellyanne Conway (Kate McKinnon) einen besonderen Besuch – und zwar durch den Schornstein. Auch der russische Präsident Wladimir Putin (gespielt von Beck Bennett), charakteristisch muskelbepackt mit blankem Oberkörper, wollte Trump im „Saturday Night Live“-Sketch seine Glückwünsche überbringen – doch die fallen natürlich doppelzüngig aus („The Manchurian Candidate“).

Zunächst bekommt Trump eine Puppe geschenkt, dann kommentiert der Comedy-Putin, es mache nichts, dass Trump sich nicht revanchieren könne, das größte Geschenk für Moskau sei schließlich er selbst – eine satirische Verlängerung der Dauerkritik, Trump wäre Putins Marionette, die der 70-Jährigen zuletzt durch seine Kabinettzusammenstellung weiter befeuert hat.

Dann tritt tatsächlich auch noch der designierte neue Außenminister Rex Tillerson (großartiger Cameo: John Goodman) zur Tür hinein, bekanntermaßen per Orden „ein Freund Russlands“. Schnell verbrüdern sich Putin und der noch amtierende CEO des lange Zeit wertvollsten Konzerns der Welt, Exxon Mobil, um die nächsten Öl-Deals zugunsten Russlands einzutüten. Trump steht wie das fünfte Rad am Wagen ziemlich im Abseits und denkt bei „Black Crude“ statt an Erdöl an Kanye West…

Es ist bisher der beißendste Spott, mit dem Baldwin Trump überzieht, denn Saturday Night Live stellt den gewählten Präsidenten als eine untätige, unfähige Marionette des Kreml dar, der nicht einmal von einem designierten Außenminister ernst genommen wird.

Die Vorlage für einen neuerlichen Tweet Trumps in Richtung von Baldwin wie vor zwei Wochen könnte also kaum steiler sein – doch anders als vor 14 Tagen, als Trump in Baldwins Falle tappte und wütend zurücktwitterte, schweigt der gewählte Präsident diesmal aus dem 140-Zeichen-Dienst.

Mehr noch: Die Saturday Night Live Attacke scheint bei Trump einen Wirkungstreffer hinterlassen zu haben: Über 21 Stunden war auf dem Twitter-Konto des gewählten Präsidenten überhaupt keine Aktivität mehr zu verzeichnen.

Umso mehr wird der Trump-Sketch auf dem Kurzmitteilungsdienst dafür von anderen Nutzern und Medien diskutiert.

Anzeige

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*