Anzeige

Tech-Titanen-Gipfel: Donald Trump traf Chefs von Apple, Google, Amazon, Facebook & Co – verzichtete aber auf Twitter-CEO Dorsey

Donald-Trump-Tim-Cook.jpg
Showdown: Präsident Trump und Apple-Chef Tim Cook

Großer Showdown im Trump Tower: Beim mit Spannung erwarteten Gipfel traf Donald Trump heute mit dem Who-is-Who der amerikanischen Tech- und Internet-Welt zusammen – Apple-CEO Tim Cook, Alphabet-CEO Larry Page, Amazon-CEO Jeff Bezos und weitere Schwergewichte der IT-Szene kamen in den Trump Tower. Nur ein prominenter Vorstandschef eines Internet-Unternehmens musste draußen bleiben: Ausgerechnet der CEO von Trumps Lieblings-Social-Media-Dienst Twitter wurde nicht eingeladen – weil Jack Dorsey dem neuen Präsidenten ein Emoji verweigert hatte.

Anzeige
Anzeige

Es war ein Zusammentreffen, wie es nur einmal in einer Präsidentschafts-Ära stattfindet. Knapp sechs Jahre nach dem legendären Dinner von Präsident Obama zu Ehren von Apple-Gründer Steve Jobs versammelte nun der gewählte nächste Präsident der USA die wichtigsten Firmenlenker der amerikanischen Tech- und Internet-Industrie am runden Tisch.

In den Trump Tower kamen heute zum großen Gipfel mit Donald Trump und dem künftigen Vizepräsidenten Mike Pence Apple-CEO Tim Cook, Alphabet-CEO Larry Page, Alphabet-Aufsichtsratschef Eric Schmidt, Microsoft-CEO Satya Nadella, Facebook-COO Sheryl Sandberg, IBM-CEO Ginni Rometty, Cisco-CEO Chuck Robbins, Intel-CEO Brian Krzanich, Oracle-CEO Safra Catz und auch Tesla-Chef Elon Musk und Palantir-CEO Alex Karp.

Überraschend nicht am Konferenztisch saß dagegen der CEO jenes Social Media-Dienstes, der Donald Trump nach eigener Aussage maßgeblich zur Präsidentschaft verholfen hatte: Twitter-Chef Jack Dorsey.

Tech-Gipfeltreffen ohne Jack Dorsey von Trumps Lieblings-Social-Media-Dienst Twitter

Der Grund mag einerseits im deutlich geringeren Börsenwert von aktuell nur 14 Milliarden Dollar liegen, der den Kurznachrichtendienst gegenüber den Branchenschwergewichten wie Apple und Alphabet, die es auf eine Marktkapitalisierung von über 600 bzw. 500 Milliarden Dollar bringen, wirtschaftlich wenig relevant erscheinen lässt, wie ein Trump-Sprecher im Nachhinein gegenüber Reuters erklärte.

Allerdings würde auch Tesla-CEO Musk, der am Meeting teilnahm und Trump künftig sogar beraten soll, mit einem Börsenwert von 31 Milliarden Dollar ebenso in die gleiche Kategorie fallen wie Alex Karp vom privatgeführten Software-Unternehmen Palentir. Das Politik-Portal Politico hatte im Vorfeld tatsächlich einen anderen Grund für Dorseys Abwesenheit angeführt.

Weil Twitter-CEO Jack Dorsey Donald Trump im Wahlkampf ein Emoji zum Hashtag #CrookedHillary verwehrt habe, obwohl Trumps Wahlkampf-Team 5 Millionen Dollar an Werbegeldern an den 140-Zeichen überwiesen hätte, habe Twitter beim Tech-Gipfeltreffen keine Berücksichtigung gefunden. CEO Jack Dorsey hatte vergangene Woche selbst erklärt, er habe gemischte Gefühle bezüglich Twitters Anteil an Wahlsieg des Republikaners.

Das dürfte für so ziemlich jeden anderen Tech-Manager am runden Tisch ebenfalls gegolten haben: Jeff Bezos, Larry Page und Tim Cook sahen nach Trumps Wahlkampf-Rhetorik erwartungsgemäß nicht besonders glücklich aus:

Anzeige

Bereits der Auftakt des Gipfeltreffens war denkwürdig: Wie Bewerber in Donald Trumps TV-Show „The Apprentice“ stellten sich die Chefs von Apple, Amazon, Google & Co vor – als wäre dies nötig gewesen.

Immerhin saßen am Konferenztisch im Trump Tower CEOs von Unternehmen zusammen, die es insgesamt auf einen Börsenwert von mehr als 3 Billionen Dollar bringen, wie CNBC vorrechnete.

Erwartungsgemäß hatte Trump eine Menge zu sagen – und lobte über die Maßen den legendären Wagniskapital-Finanzierer Peter Thiel, der in die neue Administration als Berater einzieht.

Peter Thiel sei „ahead of the curve“ – zu deutsch: in der Lage zu sein, Dinge vorauszusehen.

Zuvor waren die CEOs der Tech- und Internet-Giganten nacheinander im Trump Tower eingetroffen:

Ein erstes Statement nach dem Gipfel, bei dem es in erster Linie um das Entstehen von neuen Arbeitsplätzen, den Handelsbeziehungen zu China und Steuerpolitik ging, war von Jeff Bezos zu hören.

„Ich fand das heutige Zusammentreffen mit dem gewählten Präsidenten, seinem Mitarbeiter-Stab und den Führern der Tech-Welt sehr produktiv“, erklärte der Amazon-Chef.  „Ich habe meine Meinung kund getan, dass die neue Administration Innovation zu einer der wichtigsten Säulen machen sollte und so viele neue Jobs durch alle Branchen erzeugen könnte.“

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*