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Alptraumjob Lehrer, Traumjob Journalist und das Thema Zinsen – die Blendle-Bestseller der Woche

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Die Nummer 1 der Blendle-Charts: "Was Schule macht - Ein Frontbericht" aus dem Tagesspiegel

Zwei Artikel über zwei Berufe dominieren in dieser Woche die Verkaufs-Charts des Einzelartikel-Shops Blendle. Der Tagesspiegel eroberte mit einer Reportage über einen Berliner Lehrer zwischen Erpressung, Schlägen und Demütigungen Platz 1, dahinter folgt Stephan Leberts Zeit-Text über Journalismus als Traumberuf, in dem es dennoch einiges zu ändern gibt.

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„Ulrich Clemens ist Lehrer in Berlin. Er wurde verprügelt, erpresst, gedemütigt. Und er ist nicht der einzige. Abends sagt er seiner Frau: ‚Ich kann nicht mehr.'“ Ein wortgewaltiger Beginn einer eindrucksvollen Reportage über einen Lehrer in Berlin, die dem Tagesspiegel den ersten Platz der dieswöchigen Blendle-Verkaufs-Charts beschert hat. Und eine Reportage, die hoffentlich nicht allzu viele gelesen haben, die selbst vor haben, Lehrer zu werden. Denn Leute wie Ulrich Clemens braucht unsere Gesellschaft.

Auf Platz 2 der Charts wird deutlich, dass Blendle immer noch vor allem von vielen Medien-Leuten genutzt wird. Stephan Leberts sehr persönlicher Zeit-Text „Journalismus ist der tollste Beruf der Welt. Aber etwas ist schiefgelaufen. Wir Journalisten sind Teil des Establishments geworden. Es ist Zeit, das zu ändern“ dürfte abseits der Medien-Szene schließlich kaum jemanden interessieren. Uns Journalisten lädt er allerdings durchaus zum Nachdenken ein.

Auf den weiteren Rängen der Top Ten finden sich u.a. ein Überblick zum Thema Zinsen aus der WiWo (3), Der Spiegel mit dem Thema Bewegung (4), Wired mit „Neuland“ (5) und das kleine Magazin Reportagen über eine tragische und ungewöhnliche Liebesgeschichte (8). Es fehlt in der Top Ten hingegen der zweite Football-Leaks-Titel des Spiegels. Er interessierte die Blendle-Nutzer also offenbar nicht mehr so sehr.

Die Blendle-Top-Ten der meistverkauften deutschen Artikel vom 7. bis 13. Dezember 2016:

1. „Was Schule macht – ein Frontbericht“ – Der Tagesspiegel, Armin Lehmann, 1827 Wörter, 45 Cent
Bedrückende Reportage über einen Berliner Lehrer, der erpresst, geschlagen und gedemütigt wurde.

2. „Journalismus ist der tollste Beruf der Welt“ – Die Zeit, Stephan Lebert, 2207 Wörter, 89 Cent
Die Zeit beklagt hier, dass der Journalismus Teil des Establishments geworden ist. Und fordert, das wieder zu ändern.

3. „Warum eigentlich gibt es Zinsen – und welche Bedeutung haben sie für den Wohlstand der Gesellschaft“ – Wirtschaftswoche, Malte Fischer, 1940 Wörter, 69 Cent
Ein faszinierender Überblick zum Thema Zinsen, der erklärt, warum es sie gibt und warum wir sie brauchen.

4. „Ära des Faultiers“ – Der Spiegel, Jörg Blech, 5391 Wörter, 1,99 Euro
Erklärstück zum Thema Bewegung und wie wichtig sie für den menschlichen Körper ist.

5. „Neuland“ – Wired, Max Biederbeck, Chris Köver, Karsten Lemm, Dirk Peitz, Jana Petersen, Anja Reiter, Nikolaus Röttger und Dominik Schönleben, 12179 Wörter, 59 Cent
Eine einstündige Reise durch Deutschland, auf den Spuren der Digitalisierung.

6. „Ich hatte Schüttelfrost vor Aufregung“ – Neon, Theresa Bäuerlein, 464 Wörter, 15 Cent
Ein sehr persönliches Essay einer jungen Frau, die nie verstand, warum Sex so toll sein soll. Bis sie Oliver traf.

7. „Er wird Millionen enttäuschen“ – Der Spiegel, Holger Stark, 2242 Wörter, 75 Cent
Interview mit David Remnick, Chefredakteur des „New Yorker“-Magazins. Über Trump, Clintons Fehler und die Zukunft des Journalismus.

8. „Sprechen durch Anna“ – Reportagen, Daniel Engber, 8880 Wörter, 1,99 Euro
D.J. ist schwerbehindert, Anna verheiratet und seine Therapeutin. Eine der tragischsten und ungewöhnlichsten Liebesgeschichten seit langem.

9. „Ich heirate den Islam“ – Die Zeit, Niklas Rebenstein, 3223 Wörter, 89 Cent
Dieser Zeit-Autor war Atheist, bis er auf Tinder seine große Liebe kennenlernte. Eine Tunesierin – mit konservativen Eltern.

10. „Vier Wochen zum Traumkörper“ – Fit for Fun, Heike Schönegge, 3282 Wörter, 89 Cent
Ratgeber-Artikel, wie man in vier Wochen fitter, stärker und schlanker wird.

(Quelle des Rankings und der Artikel-Zusammenfassungen: Blendle)

Die Top 3 der meistverkauften Artikel aus den Ressorts Medien und Tech führt logischerweise der „tollste Beruf der Welt“ Journalismus an. Dahinter folgen „Neuland“ aus Wired und das Spiegel-Interview mit dem New-Yorker-Chefredakteur, das schon vor einer Woche zur Top Ten der Blendle-Charts gehörte und auch diesmal wieder dabei ist.

1. „Journalismus ist der tollste Beruf der Welt“ – Die Zeit, Stephan Lebert, 2207 Wörter, 89 Cent
Die Zeit beklagt hier, dass der Journalismus Teil des Establishments geworden ist. Und fordert, das wieder zu ändern.

2. „Neuland“ – Wired, Max Biederbeck, Chris Köver, Karsten Lemm, Dirk Peitz, Jana Petersen, Anja Reiter, Nikolaus Röttger und Dominik Schönleben, 12179 Wörter, 59 Cent
Eine einstündige Reise durch Deutschland, auf den Spuren der Digitalisierung.

3. „Er wird Millionen enttäuschen“ – Der Spiegel, Holger Stark, 2242 Wörter, 75 Cent
Interview mit David Remnick, Chefredakteur des „New Yorker“-Magazins. Über Trump, Clintons Fehler und die Zukunft des Journalismus.

(Quelle des Rankings und der Artikel-Zusammenfassungen: Blendle)

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