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Twitter-CEO Jack Dorsey: Amerika ist für Donald Trumps Wahlsieg verantwortlich – nicht wir

Exzessiver Twitter-Nutzer: US-Präsident Donald Trump
Exzessiver Twitter-Nutzer: US-Präsident Donald Trump

Donald Trump und Twitter – das ist eine der erstaunlichsten Symbiosen des Jahres. Ohne den 140-Zeichen-Dienst wäre er wahrscheinlich nicht Präsident geworden, räumte Trump unlängst selbst ein. Das will Twitter-CEO Jack Dorsey so nicht stehen lassen: " Amerika ist für Donald Trumps Wahlsieg verantwortlich", erklärte der umstrittene Twitter-Chef gestern auf der Code Commerce-Konferenz und gestand dabei ambivalente Gefühle zu Trumps exzessivem Umgang mit dem Kurznachrichtendienst ein.

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Donald Trump hat zu den Gründen für seinen sensationellen Wahlerfolg vor vier Wochen eine klare Meinung. „Meine hohen Nutzerzahlen bei Facebook, Twitter und Instagram haben mir zum Sieg verholfen“, hatte Trump wenige Tage nach seinem Wahlsieg  in der CBS-Sendung „60 Minutes“ erklärt und Twitter als „großartige Kommunikationsform“ geadelt, bei der man die Botschaft schnell herüberbekomme.

Salesforce-CEO Marc Benioff bestätigt Trumps These: „Ohne Twitter gäbe es keinen Präsidenten Trump“, erklärte Benioff Tech-Reporterin Kara Swisher vor einem Monat auf der Code Enterprise-Konferenz.

„Trump weiß seit einiger Zeit, wie man mit dem Dienst umgehen muss“

Das will der Chef des Kurznachrichtendienstes in der Form jedoch nicht stehen lassen. Jack Dorsey äußerte sich in der Nacht ebenfalls auf einem Konferenz-Event des Techportals re/code über Trumps Wahlerfolg: „Amerika ist für Donald Trumps Wahlsieg verantwortlich“, erklärte Dorsey. „Trump weiß seit einiger Zeit, wie man mit dem Dienst umgehen muss.“

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Der umstrittene Twitter-Chef, der seit seinem Amtsantritt vor eineinhalb Jahren einen schweren Börsenabsturz von in der Spitze 65 Prozent erlebt hat, konnte seine Freude über Trumps intensiver Twitter-Nutzung indes kaum verhehlen.

„Es ist eine wichtige Zeit für das Unternehmen und unseren Dienst. Dass der gewählte Präsident unseren Dienst als direkte Kommunikationsform benutzt, zeigt und ermöglicht es jedem zu sehen, was in seinem Kopf vorgeht. Das ist faszinierend“, erklärte Dorsey.

Trumps Wahlsieg: „Es ist kompliziert“

„Ich bin sehr stolz, welche Rolle unser Dienst inzwischen einnimmt und wofür er steht“, zeigt sich der Twitter-Chef im Gespräch mit Kara Swisher selbstbewusst, räumte aber gleichermaßen ein, dass er dem Wahlausgang nicht anteilnahmslos gegenüberstehe. „Es ist kompliziert“, gestand Dorsey ein.

Ebenfalls seit Längerem kompliziert ist das Verhältnis Twitters zur Wall Street: Obwohl die Aktie des chronisch defizitären 140-Zeichen-Dienstes heute um immerhin 5 Prozent zulegen konnte, vermochten die Anteilsscheine seit Trumps Wahlsieg nicht von den Zuwächsen des breiten Marktes zu profitieren.

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