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Rückzug aus dem Ausland: Gruner + Jahr steigt in Spanien aus

G+J-Chefin Julia Jäkel
G+J-Chefin Julia Jäkel

Einst galt das Auslandsgeschäft von Gruner + Jahr als eine der wichtigsten Säulen des Hamburger Verlags. Doch nun zieht sich das Medienhaus immer stärker aus den internationalen Märkten zurück. Nach dem Verkauf der News-Gruppe in Österreich gibt Gruner + Jahr nun das Geschäft in Spanien an einem Hamburger Investor ab. Damit konzentriert sich das Medienunternehmen immer stärker auf Deutschland und Frankreich.

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Erst trennt sich die Bertelsmann-Druckeinheit Be Printers im vergangenen Jahr von ihren Geschäften in Spanien. Überraschend verkaufte der Gütersloher Medienriese Anfang April 2015 die Druckereien Rotocobrhi in Madrid und Eurohueco in Barcelona an den britischen Druckinvestor Walstead Capital.

Jetzt zieht die Verlagstochter Gruner + Jahr mit 180 Mitarbeitern in Spanien nach. Sie hat das dortige Zeitschriftengeschäft an die Hamburger Beteiligungsgesellschaft Axos Mid Cap veräußert, teilt der Verlag mit. In Spanien verlegt Gruner + Jahr Zeitschriften wie Beef, Cosmopolitan, divinty, Geo, Marie Claire, Mia sowie Muy. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Sollte ein Kaufpreis geflossen sein, dürfte sich dies positiv auf die G+J-Bilanz in diesem Jahr auswirken.

Um das spanische Geschäft hatten sich Branchenkreisen zufolge zuletzt das dortige Management sowie der spanische Verlag ABC bemüht. Nicht von dem Verkauf betroffen sind die spanischen Aktivitäten der Motorpresse Stuttgart, heißt es aus Unternehmenskreisen. Gruner + Jahr hatte sich bereits im Sommer von seiner Beteiligung in Österreich getrennt.

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