Karriere einer „linken“ Verschwörungstheorie: die angeblich unheimliche Macht der Algorithmus-Alchemisten von Cambridge Analytica

Erklärt der Magazin-Artikel über Cambridge Analytica den Wahlerfolg Trumps? Eher nicht
Erklärt der Magazin-Artikel über Cambridge Analytica den Wahlerfolg Trumps? Eher nicht

Über das vergangene Wochenende machte ein Artikel aus dem Schweizer Das Magazin Facebook-Karriere: „Ich habe nur gezeigt, dass es die Bombe gibt“ heißt der Text, in dem es um die angebliche Einflussnahme einer Big-Data Firma namens Cambridge Analytica auf die zurückliegende US-Wahl geht. Der Text schürt Ängste vor vermeintlich allwissenden Algorithmus-Alchemisten, greift aber zu kurz, wie einige kritische Anmerkungen im Netz zeigen.

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Kurz gesagt, geht es in dem Text „Ich habe nur gezeigt, dass es die Bombe gibt“ aus der Schweizer Zeitschrift Das Magazin darum, dass der US-amerikanische Psychologe Michal Kosinski eine Methode entwickelt hat, Erkenntnisse der Psychologie, der Datenanalyse und des Zielgruppen-Targeting so effektiv zu kombinieren, dass extrem genaue und detaillierte Persönlichkeitsprofile von Netz-Nutzern und Vorhersagen über deren Verhalten möglich sind.

Dann habe ein Assistenzprofessor namens Aleksandr Kogan im Auftrag der Firma SCL (Strategic Communications Laboratories) Kosinskis Modell „nachgebaut“ und nun habe die SCL-Tochterfirma Cambridge Analytica (CA) dieses Modell genutzt, um die Brexit-Wahl zu Gunsten des Leave-Lagers zu entscheiden und die US-Präsidentschaftswahl zu Gunsten Trumps.

Platt gesagt, erlaube dieses Daten-Modell, Werbebotschaften statt Demographie-basiert auf größere Gesellschaftsgruppen (Frauen, Afro-Amerikaner, Mittelalte Männer) ganz gezielt auf Individuen mit speziellen Vorlieben auszusteuern. So könne man beispielsweise vorhersagen, dass Leute, die eine Vorliebe für amerikanische Autos haben, eher Trump-Wähler sind. Männer, die die Kosmetik-Marke MAC auf Facebook liken seien wahrscheinlich schwul usw. Soweit, so banal.

Trumps Team habe sogar eine spezielle App zur Verfügung gestellt bekommen, die es Wahlkämpfern erlaube festzustellen, wer in einem Haus wohnt, wo sie klingeln und was diese Leute für Vorlieben haben. Auf diese Weise habe das Trump-Team mit vergleichsweise geringem finanziellen Aufwand seine Anhängerschaft extrem effizient mobilisieren können.

Die Geschichte im Magazin liest sich flott, stellenweise wirkt sie wie eine düstere Science-Fiction-Story. Vor allem wird nicht klar, worin genau der Unterschied der Methoden von Cambridge Analytica zu herkömmlichem Targeting oder Filterfunktionen wie sie der Social Graph von Facebook ohnehin bietet, liegt. Stattdessen wird reichlich nebulös die Angst geschürt, die Daten-Zauberer von CA könnten demnächst Front National in Frankreich oder die AfD in Deutschland auf ähnliche Weise mit zum Wahlerfolg verhelfen wie Trump.

Es gab aber zum Glück relativ schnell auch einige kritische Stimmen zu dem Text. So wiesen viele darauf hin, dass die Rolle von CA bei der Brexit-Wahl deutlich kleiner war, als im Artikel dargestellt. Der Digital-Berater Jens Scholz erklärt in seinem Blog, dass menschliches Verhalten keineswegs so einfach vorherzusagen ist, wie es Firmen wie CA (deren Geschäftsmodell das Verkaufen solcher Prognosen ist) und der Magazin-Artikel es vorgaukeln:

Wie kommen Menschen immer wieder auf die irgendwie religiös mathematikhörige Idee, dass man menschliches Verhalten derart leicht kategorisieren, vorhersagen und dann sogar steuern könnte? Selbst auf dem Finanzmarkt, der viel mathematischer und in weniger Dimensionen funktioniert hat man bewiesen, dass eine egal mit wie vielen Daten unterfütterte Vorhersage kein bisschen genauer ist, als eine Vorhersage, die auf reinen Zufallszahlen basiert. Man braucht ein magisches Weltbild, um an eine Formel zu glauben, die mathematisch das Wort errechnet, das man einem Menschen sagen muss, damit er plötzlich und willenlos seine Meinung ändert. Viele B-Movies der Fünfziger leben von diesem Gedanken, denn man glaubte schon mal daran, dass eine extreme politische Idee irgendwelche Zauberkräfte hatte, die Menschen zu willenlosen Anhängern macht. Damals wars der Kommunismus.

Auch das WDR-Blog Digitalistan setzt sich kritisch mit dem Magazin-Artikel auseinander.

Der BR-Mitarbeiter Christian Alt schrieb auf Facebook:

Wir können nicht gleichzeitig alle von Fake News schwafeln und dann solche Texte massenhaft teilen, nur weil uns die Geschichte ins Weltbild passt.

Das ist das eigentlich Erstaunliche an der Geschichte „Ich habe nur gezeigt, dass es die Bombe gibt“. Dass sehr viele Menschen, die sich eigentlich dem gebildeten und aufgeklärten Milieu zurechnen, ohne weiteres Hinterfragen bereit sind, teils abenteuerliche Thesen zu verbreiten, weil sie trefflich ins eigene Weltbild passen. Riecht nach Verschwörungstheorie? Stimmt! Nur dass das Weltbild und die Verschwörungstheorie hier ausnahmsweise mal nicht „rechts“ sind, sondern technologiekritisch und eher „links“. Aber eine Verschwörungstheorie bleibt eine Verschwörungstheorie. Man erkennt sie nur nicht so gut, wenn sie die eigene Sicht bestätigt. Oder so tut als ob.

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Alle Kommentare

  1. Klasse Wortklauberei, mein Herr. Den Vogel schießen sie aber ab, wenn sie diese Art der Verschwörungstheorie mit der von Rechten vergleichen. Sie müssen schon unterscheiden zwischen Verschwörungshypothesen, die grundsätzlich nachvollziehbar aufgestellt sind und Verschwörungsideologien, die jegliche Gegenargumente ins Gegenteil verkehren. (Ja, ich habe mich hier aus Wikipedia bedient.) Dass die Annahmen des besagten Artikels richtig sind, bestreiten sie selbst ja gar nicht, sie halten diese nur für übertrieben. Aber falsch sind sie deswegen nicht. Bei einer recht ausgeglichenen Wahl reicht doch aber auch ein Zünglein an der Waage. Und ihr polemisches Schlusswort ist ja wohl vollkommen fehl am Platz.

  2. Das erschreckende in dem „Das Magazin“ Artikel war für mich nicht die Methode der BigData Butze sondern das es Methoden gibt Menschen relativ genau mit nur wenigen Fragen bzw. Facebook-Likes zu kategorisieren.
    Nirgendwo wird ernsthaft(!) behauptet das Kosinskis Methode Bullshit ist, er also Junk Science betreibt. Viele wollen es nur nicht wahrhaben.

    Ob die daraus abgeleitet Verfahren der BigData Butze nun Snake Oil sind sei dahin gestellt. Das müsste untersucht werden denn auch ein kleiner Einfluss wäre mehr als bisherige Verfahren in der „freien Wildbahn“ können die doch relativ grobkörnig und in ihrem Erfolg überschaubar sind.

    Wenn man aber Theorien wie „Nudge“ (ISBN-13: 978-0143115267) betrachtet wo unterschwellige Manipulation gefeiert wird, wenn man weiß das die westlichen Eliten diesen Theorien sehr viel Beachtung schenken kann man sich schon ausmahlen was in Zukunft an Meinungsmanipulation auf direkter persönlicher Ebene versucht werden wird (politisch und wirtschaftlich)

    Es gilt halt: gute Spionage ist der Schritt vor erfolgreicher Sabotage

  3. Der Original-Artikel ist gut recherchiert und hat erheblichen Nachrichtenwert. Es ist bemerkenswert, dass Statistiker, die individuelle Persönlichkeitsprofile (aufbauend auf stabilem Grundwissen aus der Psychologie) und Big-Data-Analysen einsetzen, als einzige eine korrekte Wahlprognose geben konnten, im Widerspruch zu den gängigen sozialwissenschaftlich fundierten Vorhersagen. Mir war auch neu, dass die gleiche Firma für eine der Brexit-Kampagnen und für das Trump-Team gearbeitet hat. Was daran Verschwörung sein soll, verstehe ich nicht. Dieser Artikel hier und einige ähnliche scheinen mir deutlich weniger Nachrichtenwert und Faktengehalt zu haben als das Original.

  4. Es wäre gerechtfertigt, von einer Verschwörungstheorie zu sprechen, wenn dies alles reine Fantasie wäre. Es gibt jedoch diese Software, diese Firma und Trump hat einen beachtliches Honorar an CA gezahlt. Dann gibt der Autor sogar zu, dass der Einsatz dieser Software einen kleinen Einfluss auf die Wahlentscheidung gehabt hat. Dies könnte jedoch schon den Unterschied ausgemacht haben. Und es wundert mich nicht, dass Kritiker aus den öffentlich-rechtlichen Sendern kommen, die bisher klassische Meinungsbildung betrieben haben und nun ihre Felle wegschwimmen sehen?!? Und diese neuen technologischen Entwicklungen dürfen auch mit einer gewissen Weitsicht diskutiert werden. Wo liegt also das Problem? Bei all diesen Dingen sind wir natürlich alle Laien. Wir wissen im Grunde nicht, was sich im Bereich der digitalen Informationsverarbeitung tatsächlich ereignet.

  5. Und das Argument, dass die Vorhersage im eigenen Fall nicht korrekt ist, ist ein Nebelkerzenargument. Es geht nicht um die korrekte Beurteilung einer Einzelperson, sondern um eine große Anzahl an Personen. In der Masse liegt die Vorhersage richtig. Natürlich gibt es bei der Vorhersage Alpha- und Betafehler, aber nicht in dem Ausmaß, dass das Instrument zum Blindgänger wird.

  6. Diese Artikel ist inkonsistent. An einer Verwörungstheorie ist nichts dran. An CA schon, wenn auch nicht so dramatisch, wie in dem Originalartikel dargestellt. Das ganze als Verschwörungstheorie abzuqualifizieren ist keine sachliche Einordnung sondern eine Dramatisierung in die andere Richtung. Messen sie sich bitte an ihren eigenen Standards.

  7. Es ist doch bei der Geschichte im magazin.ch nicht wirklich wichtig, was CA nun wirklich geschafft hat und was zufällige Korrelationen sind. Es geht doch darum, wo wir stehen, was mit Big Data grundsätzlich möglich ist und wie sehr mittlerweile Manipulation oder manipulatives Marketing vor allem in Politik der Vermittlung von und dem Streiten um Fakten überlegen ist – gerade weil die Zeiten so schnellebig, die Faktenloage so komplex und die Probleme so groß sind, dass kaum noch jemand folgen kann.

    Und wie hoch auch immer die Anteile von CA sind … es ist beängstigend, dass eine Mehrheit für den Brexit stimmt und am nächsten Tag googelt, was selbiger bedeutet.

    1. Zitat: „Und wie hoch auch immer die Anteile von CA sind … es ist beängstigend, dass eine Mehrheit für den Brexit stimmt und am nächsten Tag googelt, was selbiger bedeutet.“

      Das ist auch so ein beliebtes Mem (manch einer würde es vermutlich auch als „Verschwörungstheorie“ bezeichnen), das unsere Massenmedien bereitwillig verbreitet haben, obwohl es sich bei näherer Betrachtung geradezu in Luft auflöst.

      Denn dabei handelte es sich keineswegs um ein Massenphänomen, wie uns die Medien suggeriert haben – die Anzahl derartiger Google-Suchanfragen lag zwar um ein Vielfaches höher als an einem durchschnittlichen Tag, aber das war an einem solchen Tag ja nun kein Wunder.

      Die Google-Suchanfrage „What is the EU?“ bspw., die die vermeintlich verblödeten Briten angeblich nach dem Brexit-Votum plötzlich massenhaft gestellt haben, wird in England an einem durchschnittlichen Tag ca. 260 Mal gestellt. Direkt nach dem Brexit-Votum sollen die entsprechenden Google-Suchanfragen 250% höher gewesen sein – klingt viel, sind aber trotzdem nicht mal 1000 Suchanfragen, und das bei über 50.000.000 Engländern.

      Also: Nicht einfach ungeprüft alle Fake-News glauben, die unsere Massenmedien so verbreiten!

  8. Trump ins Vorschaubild montiert, dann ein paar Schlagworte in den Titel („links“, „Verschwörungstheorie“(!), „Alchemie“) und darin noch eine offene Frage aufwerfen, reichlich platt. Erst recht im Vergleich mit dem ziemlich sachlichen Artikel, der hier beurteilt wird.

    Ihr Text liefert dagegen kein einziges gutes Argument dafür, warum ein bisschen Hysterie angesichts der weltweiten Datensammelei denn nicht angebracht sein sollte. Deutlich interessanter sind die Links zu den anderen Reaktionen auf den magazin-Bericht.

    Wer schon einmal mit großen Datenmengen gearbeitet hat, weiß dass mit den mittlerweile verfügbaren persönlichen Daten (das magazin kratzt hier wirklich nur an der Oberfläche) noch viel mehr möglich ist, als nur gezielte Werbung. Und Trainingsdatensätze für die Modelle gibt es dank der von Ihnen hier – absichtlich oder unfreiwillig – propagierten Sorglosigkeit gegenüber solchen Datenaggregatoren heute mehr als genug.

    Wer genug Daten hat, braucht die zugrunde liegenden psychologischen Zusammenhänge (d.h. das menschliche Verhalten) überhaupt nicht zu verstehen, um sehr weitreichende Vorhersagen zu treffen.

  9. Klar ist der Artikel im „Magazin“ recht dramatisc geschrieben. Aber um die Geschichte als Verschwörungstheorie zu klassifizieren fehlt doch einiges. Diese Form der Propaganda ist existent. Auch klar, dass die Menschen Ihr Kreuz schon noch selbst machen müssen.

  10. Danke für die verzweifelten Kommentare unter dem nachvollziehbar kritischen Artikel. Sie haben mich sehr amüsiert.

  11. Da schau meedia sieht jetzt das Forbes Magazin und die FAZ an der Spitze der linken Verschwörungstheoretiker? Und wo sind eure Fakten?

    1. Nur weil Forbes und FAZ beim „Tagi“ (für Nichtschweizer: (Zürcher) Tagesanzeiger) abschreiben, ändert das noch nichts daran, dass die Quelle ein (gemässigt) linkes Blatt war. Und wie der Artikel richtig stellt: So einfach ist das ganze dann doch nicht. So mögen zwar 99% derjenigen, die ein Schwimmbad liken, wohl gern schwimmen, aber das heisst noch nicht, dass ich diesen Leuten einfach ein Bild eines Schwimmbads zeigen muss, um bei ihnen den unwiderstehlichen Drang schwimmen zu wollen hervorzurufen.
      Und noch was zu Big Data: Bei uns wird längst von den Grossverteilern das Einkaufsverhalten der Kunden mittels elektronischen Punktekarten analysiert. Was kümmert das mich? Im Gegenteil, ich bin sogar froh, erhalte ich Hinweise auf Aktionen etc., die mich wirklich interessieren, und nicht mehr Rabattgutscheine für Windeln etc.

  12. Schön eine Gegenposition zu lesen. Überzeugt hat sie mich aber nicht ganz. “ Man braucht ein magisches Weltbild, um an eine Formel zu glauben, die mathematisch das Wort errechnet, das man einem Menschen sagen muss, damit er plötzlich und willenlos seine Meinung ändert“ Die Argumentation nutzt selbst schon wieder das Mittel der Reduktion des tatsächlichen Gegenstands. Es geht ja in diesem Fall zum Glück noch nicht darum, das gesamte Weltbild der Person zu verändern, sondern nur die Leute in dem Glauben zu lassen, dass Trump ihr Herzensthema vertritt. Ich denke die Herren Analytiker haben den Zeitgeist eventuell schon ganz gut gelesen und sich zum Beispiel die Establishment Kritiker ins Trump Boot geholt. Bei der Masse an Informationen suchen die Leute präferiert nach Statements (die einem online dann ja auch schon selektiert im Fast Food Sinne bereitgestellt werden) zu ihrem Standpunkt. Naja und da der gute Trump ja scheinbar alle Standpunkte zu vertreten scheint, hat sich die Mehrheit der Leute in seinem „Programm“ wieder gefunden. Das könnte erklären, wieso so viele Frauen und teilweise sogar Mexikaner und Schwarze ihr Kreuz bei Trump gemacht haben. Dass der Autor des Artikels meint selbst die Weisheit mit Löffel gefressen zu haben und am Ende noch das Fass der Verschwörungstheorien aufmacht, in das alles geschmissen wird, was nicht zu den sozial geschaffenen „Tatsachen“ passt (Das geht von Nazis auf dem Mond bis zur Iraklüge (die ja mittlerweile eingestanden wurde)) weist dann doch darauf hin, dass da jemand selbst sein Weltbild verteidigen will. In diesem Sinne möchte ich diesen irrsinnig langen Text auch nur als meine eigene subjektive, diskutable und konstruierte Meinung verstehen  

  13. Mir ist schon zuvor der oftmals überkritisch wirkende Ton von Meedia.de aufgefallen, der sich besonders gegen den Spiegel richtete, aber ab hier wird es unseriös. Der Artikel selbst erwähnte, dass zwar Beweise nicht vorlägen und bot die bekannten Informationen, aus denen sich ein eigenens Bild gemacht werden solle. Wie hätte der Spiegel denn sonst darüber berichten dürfen. Es ist vielkmher der Vorwurf der Verschwörungstheorie, der allein nicht haltbar erscheint. Wo soll die Verschwörung liegen (das geklaute Profilkmodell?). Der Verfasser des Meedia-Artikels scheint selbst nicht zu merken, dass er seine Kritik nicht logisch begründen kann. Dann auch noch eine „linke“ Verschwörungstheorie zu erkennen wirkt noch suspekter. Eine Journalismuskritik die selbt schlechten Journalismus präsentiert. Ich fühle mich quasi frustirert über die intellektuelle Trägheit die hier einfloss, da ich gute Erklärungen oder Argumente für die Kritik erwartete. So hätte man sich das gleich sparen können. Ich zweifle jetzt wohl automatisch etwas mehr an der Integrität der hiesigen Berichte, wenn so etwas tendenziöses ohne fundierte Argumentation durchgewunken wird.

  14. „Allein der Versuch, unentschlossene oder nicht restlos Überzeugte Wähler davon abzuhalten, Clinton zu wählen, ist ziemlich clever. “

    Demobilisierung in Wahlkämpfen ist keine neue Strategie

  15. Ihren Beitrag könnte man jetzt mit einer weiteren Kolumne kommentieren. Was bringt das?

    „Populismus im Kolumnenpelz“

  16. Also ich sehe das nicht als Verschwöhrungstheorie; Denn wenn ich weiss, welch ein Typus jemand ist, kann ich ganz gezielt EMOTIONEN BENUTZEN um durch diverse INTERVENTIONEN weitere zu SCHÜREN oder existierende zu verstärken/ abzuschwächen etc…

    Das ganze ist vielmehr wie die „Subliminale programmierung“ wie sie als Fernsehwerbung verboten wurde udn auch in „Fightclub“ kurz gezeigt wird…DAS ist das gefährliche daran: Die Emotionelle Seite kann total ausgenutzt werden und Fakten sielen irgend wann mal keine Rolle mehr…

    1. Ja, wir Menschen funktionieren ja auch wie Tiere, die man nur Schlüsselreiz X aussetzen muss, um Reaktion Y zu erhalten… Also muss man einem Schwulen nur auf Facebook ein Bild der oben genannten Kosmetikmarke zeigen, und schon kann er gar nicht anders als das zu liken… Jaja, so einfach ist das…

  17. Ich sehe jetzt auch nicht, wo in dem Artikel der verschwörungstheoretische Ansatz ist.
    Klare Fakten, klare Statements aller Beteiligten und komplett nachvollziehbar.
    Weiterhin wird erklärt, dass zusätzlich zu den Facebook-Daten auch noch Daten anderer, großer Big Data-Aggregatoren mit zur Hilfe gezogen werden.

  18. Verschwörungstheorie? Ich finde die Angriffe auf die Reportage reichlich überzogen. Der Text war doch sehr detailliert. Wo stand denn bitte, dass Big Data-Analyse allein Präsidenten macht? Der Text hat den wahnsinnigen Umfang der Datenkontrolle (in den USA) aufgezeigt. Und, was damit jetzt bereits möglich scheint. Allein der Versuch, unentschlossene oder nicht restlos Überzeugte Wähler davon abzuhalten, Clinton zu wählen, ist ziemlich clever. Von dieser potentiellen Möglichkeit wusste ich nicht, bis ich den Text gelesen hatte. Kurz gesagt: Die viele Kritik am Text scheint mir selbst zu sehr zugespitzt und sensationseifernd auf viele Facebook-Likes abzuzielen.

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