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Digital-Zukauf im Online-Marketing: DuMont Mediengruppe übernimmt 75 Prozent an Facelift

Verkaufen einen Großteil ihres Unternehmens: Facelift-Gründer Benjamin Schröter (r.) und Teja Toepfer
Verkaufen einen Großteil ihres Unternehmens: Facelift-Gründer Benjamin Schröter (r.) und Teja Toepfer

Die DuMont Mediengruppe kauft im Digitalgeschäft hinzu. Das Kölner Verlagshaus übernimmt 75 Prozent an Facelift, einem auf Social-Media-Marketing spezialisiertes Unternehmen. Die restlichen 25 Prozent halten die Gründer und Geschäftsführer Benjamin Schroeter und Teja Töpfer, die ihren Aufgaben weiterhin nachkommen werden. Über die Höhe der Investition ist nichts bekannt.

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Facelift wurde 2011 gegründet und hat sich auf die Erstellung und den Vertrieb von technologischen Lösungen für Social-Media-Marketing spezialisiert. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Hamburg und beschäftigt weltweit insgesamt 200 Mitarbeiter. Weitere Standorte hat das Unternehmen in Frankreich und Dubai. Das Investment des Kölner Verlagshauses erfolgt über das Tochter-Unternehmen DuMont Digital.

„Für uns bietet das langfristige Engagement von DuMont den Erhalt der unternehmerischen Freiheit und zusätzlichen Rückenwind für weiterhin starkes Wachstum. Es ist gleichzeitig ein klares Bekenntnis zu unserer Positionierung Made-in-Germany“, erklären die Facelift-Gründer und Geschäftsführer Benjamin Schroeter und Teja Töpfer. Das Startup vermeldete 2014 eine ordentliche Finanzspritze von 15 Millionen Dollar von einem arabischen Family Office. Mit dem Geld ging das Unternehmen auf Expanisionskurs, stockte das Personal (damals noch 60 Mitarbeiter) auf und trieb die Internationalisierung voran. Der jährliche Umsatz soll bei rund 12,9 Millionen Euro (2015) liegen.

Dass die Gründer Teile ihres Unternehmens abgeben wollen, war zuletzt kein Geheimnis mehr. Mit DuMont überrascht jedoch der Käufer, hatten sich Schroeter und Toepfer zuletzt doch eher im Zusammenhang mit größeren Mitspielern genannt. Gegenüber Online Marketing Rockstars erklärt Schroeter die Entscheidung nun so: „Wenn wir Teil von IBM, Microsoft oder SAP geworden wären, wären wir ein kleines Feature gewesen, das zwischen die Mühlen eines Multimilliarden-Euro-Unternehmens geraten wäre. Mit dem jetzigen Deal haben wir eine gewisse Prominenz und sind zum Startschuss der digitalen Transformation des Unternehmens mit dabei.“ Für die Mediengruppe DuMont sei man nun der „Startschuss“ für die Aufholjagd im Digitalgeschäft.

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Dort lief es bei DuMont in den vergangenen Jahren alles andere als zufriedenstellend. Die letzte prominente Investition, eine Minderheitsbeteiligung am Jugendsender joiz, meldete erst kürzlich Insolvenz an. CEO Bauer spricht bereits seit geraumer Zeit davon, das Unternehmen auch digital stark ausbauen zu wollen. Mit dem Investment, über dessen Höhe nichts bekannt ist, lässt die DuMont Mediengruppe ihren Worten nun Taten folgen. „Das Engagement bei Facelift ist ein wichtiger Schritt für den Ausbau des Digitalgeschäfts unserer Mediengruppe und markiert einen entscheidenden Baustein bei der Umsetzung unseres strategischen Programms ‚Perspektive Wachstum'“, so CEO Bauer. Unter anderem dafür hatte die Unternehmensgruppe von Banken eine Kreditlinie in „niedriger dreistelliger Millionenhöhe“ zugesprochen bekommen. Dem Vernehmen nach soll es sich dabei um rund 160 Millionen Euro handeln.

Der Deal steht noch unter Vorbehalt der Zustimmung des Bundeskartellamts.

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