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Udo-Jürgens-Gala wird für RTL nicht zum Erfolg, „Die Chefin“ dominiert den Abend

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"Merci Udo – Deutschland sagt Danke!" bei RTL

Gegen die Krimis im Zweiten war am Freitagabend nichts auszurichten. Das Nachsehen hatte Christine Neubauer im Ersten – und RTL mit seiner von Barbara Schöneberger moderierten Dankesgala "Merci Udo", die sich auch im jüngeren Publikum nicht durchsetzen konnt. Stattdessen landete Sat.1 auf Platz 1.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Freitag wissen müssen:

1. Nur einstellige Marktanteile für „Merci Udo – Deutschland sagt Danke!“

Vor zwei Jahren starb Udo Jürgens kurz vor Weihnachten im Alter von 80 Jahren, und bei RTL fand man’s an der Zeit, noch einmal auf der großen Bühne an sein musikalisches Lebenswerk zu erinnern: mit der Gala „Merci Udo – Deutschland sagt Danke!“, zu der Moderatorin Barbara Schöneberger unter anderem Vicky Leandros, Howard Carpendale, Max Giesinger, Conchita Wurst und Maite Kelly empfing (Foto). Das hat jedoch viele Freitagszuschauer weitgehend kalt gelassen. Sowohl im Gesamtpublikum als auch bei den jüngeren Zuschauern landete RTL am ziemlich deutlich hinter der Konkurrenz. Insgesamt sahen 2,78 Mio. zu (9,8 %), im jungen Publikum reichte es nur Platz 9 mit 9,1% (bzw. 0,84 Mio.) nach Sat.1, ProSieben und den ZDF-Krimis.

2. Über 5 Mio. sehen neue „Chefin“-Folge, Top 10 fast ganz in ZDF-Hand

Letztere dominierten den Abend unangefochten: „Die Chefin“ kehrte mit einer neuen Folge zurück, die prompt 5,16 Mio. sehen wollten, und das Zweite auf den ersten Platz hievten. Der Marktanteil lag bei starken 17,4%. Im Anschluss blieben noch 4,69 Mio. für „SOKO Leipzig“ dran (15,9%). Nur die „Tagesschau“ (4,12 Mio.) und „RTL aktuell“ (3,11 Mio.) verhinderten einen kompletten Alleingang der Mainzer in den Top 10, denn ähnlich wie die RTL-Gala konnte Christine Neubauer als vorlaute Metzgermeisterin in „Maria, Argentinien und die Sache mit den Weißwürsten“ nicht so recht überzeugen. 2,89 Mio. sahen den Film im Ersten, wegen der kürzeren Laufzeit steht unterm Strich ein knapp niedrigerer Marktanteil (9,7%) als für „Merci Udo!“. Nochmal zurück ins ZDF: Dort interessierten sich später 3,75 Mio. für die „heute show“, die außerdem im jungen Publikum auf Platz 3 kletterte (0,99 Mio. und 11,8%). Am Vorabend sahen bereits 3,63 bzw. 3,27 Mio. „SOKO Wien“ bzw. „Dr. Klein“. Und „Die Chefin“ bzw. „SOKO Leipzig“ sicherten sich abends die Plätze 7 und 8 bei den 14- bis 49-Jährigen (9,5% und 9,1%).

3. Sky Sport News HD findet neue Zuschauer mit Bundesliga-Freitagsspiel

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Gewechselt wird in der Fußball-Bundesliga ja in einer Tour, dem will das Fernsehen natürlich in nichts nachstehen. Zur Abwechselung wechselte diesmal der Sportnachrichtenkanal Sky Sport News HD – und zwar vom Pay TV ins Free-TV. Um das angemessen zu zelebrieren (und ein paar neue Zuschauer einzusammeln) zeigte der Sky-Ableger das Freitagsspiel der Fußball-Bundesliga zwischen dem FC Bayern und Mainz 05 unverschlüsselt. Offensichtlich dauerte es bei vielen Zuschauern ein bisschen, bis der Sendersuchlauf durchgerattert war: Nach 460.000 Fans in der ersten Halbzeit waren in der zweiten nämlich bereits 570.000 dabei; das entsprach 1,6% bzw. 2,0% Marktanteil. Über den klassischen Sky-Bundesliga-Kanal sahen im Schnitt 0,74 Mio. das Spiel.

4. Sat.1 entscheidet kleines Spielfilm-Duell der Privaten für sich

Im jungen Publikum entschied Sat.1 mit der Film-Wiederholung „Jingle Bells – Eine Familie zum Fest“ für sich, und zwar mit 12,8% Marktanteil (bzw. 1,19 Mio. Zuschauern zwischen 14 und 49 Jahren), an die Schwestersender ProSieben nicht heranreichte. Dort entschieden sich 0,97 Mio. für den Scifi-Thriller „Knowing – Die Zukunft endet jetzt“ mit Nicolas Cage (10,5%). RTL hatte wie gesagt das Nachsehen, einziger Lichtblick war „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“, das am Vorabend ebenfalls 1,19 Mio. vor den Bildschirm holte und deshalb in den Tages-Charts gleichauf mit Sat.1 liegt. Dort mussten die „Knallerfrauen“ am späteren Abend im übrigen deutlich Federn lassen: 10,0% und 8,6%.

5. Stotterstart für „Rate mal, wie alt ich bin“ im Ersten, kabel eins und Vox nach 23 Uhr top

Ein „Quiz zum Mitraten für die ganze Familie“ hatte das Erste am Vorabend in petto, und zwar mit Matthias Opdenhövel, der seine Kandidaten aufforderte: „Rate mal, wie alt ich bin“ (richtige Antwort: 46). Zum Auftakt musste sich die Show jedoch mit 8,4% Marktanteil (1,95 Mio.) zufrieden geben; „Gefragt – Gejagt“ holte direkt davor 2,86 Mio. bzw. 11,1%. Der WDR schickte ab viertel nach acht den „Großen NRW-Jahrsrückblick: Das war 2016“ ins Rennen: für 0,71 Mio (2,4%). In der zweiten Liga der Privaten holte derweil RTL II 4,7% Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen mit „Scorpion King“. Bei kabel eins steigerte sich „The Mentalist“ von 3,8% zu Beginn des Abends auf 6,5% nach 23 Uhr. Auch „Law & Order: Special Victims Unit“ bei Vox drehte erst später auf und hatte mit 0,66 Mio. jungen Zuschauern nach 22 Uhr die Nase vorn (7,6%; nach 23 Uhr dann 8,1%).

Hier finden Sie bei MEEDIA täglich die Top 20 des Gesamtpublikums und der 14- bis 49-Jährigen. Eine Liste aller Quoten-Analysen der Vergangenheit lesen Sie immer an dieser Stelle.

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Alle Kommentare

  1. Bei „Merci Udo“ nur Vicky Leandros war gut (wie immer) – sonst wirklich drittklassig und dir Schoenberger oder wie sie heisst geht auf meine …….

  2. Oh man.. das ist wirklich der Witz! Leute … es haben höchstens 5000 Menschen von 83 Millionen Einwohnern in Deutschland ein Messgerät!
    Die „Quoten“ sind reinste Zahlenspielerei!
    Um das mal scherzhaft gerechnet zu verdeutlichen:
    Wenn also 100 Assis RTL geguckt haben, dann sind das hochgerechnet 10 Millionen! und 12% Marktanteil!
    Hört doch endlich mal auf!!!
    Der Staat greift sooo tief in unsere Privatsphäre – aber was wir gucken – da tut man dann einen auf Datenschutz! LÄCHERLICH!!!

  3. DAS können die Mitbewerber aber besser:
    http://www.dwdl.de/zahlenzentrale/59040/sky_sport_news_lockt_viele_zuschauer_an_sixx_stark/
    Stark war am Freitagabend unterdessen auch Tele 5, das in der Vorweihnachtszeit nun wieder auf die „schlechtesten Filme aller Zeiten“ setzt und zum Start das Trash-Highlight „Shakrnado 4: The 4th Awakens“ präsentierte. 300.000 Zuschauer schalteten im Schnitt ein. In der Zielgruppe ließen sich 160.000 Zuschauer vom Film und den Kommentaren Oliver Kalkofs und Peter Rüttens unterhalten, womit Tele 5 hier sogar sehr gute 2,4 Prozent erreichte.

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