iPhone 8: Apple rechnet mit größter Nachfrage aller Zeiten

Tim Cook: Was für ein iPhone enthüllt der Apple-CEO im nächsten Jahr?
Tim Cook: Was für ein iPhone enthüllt der Apple-CEO im nächsten Jahr?

Nach dem iPhone ist bekanntlich vor dem iPhone: Während der wertvollste Konzern der Welt nach einem Jahr im Rückwärtsgang mit dem wenig innovativen iPhone 7 gegen den anhaltenden Abwärtstrend kämpft, sind Analysten längst weiter. Mit dem iPhone 8 soll das Wachstum endlich wieder zurückkehren: Wie der stets gut informierte Tech-Analyst Ming-Chi Kuo von KGI Securities berichtet, plant Apple mit dem iPhone 8 mit einem Rekordabsatz. Treiber der Absätze soll dabei jedoch nicht das generalüberholte Modell mit OLED-Display sein.

Anzeige

Das Warten auf ein neues iPhone mit ‚Wow‘-Effekt zieht sich für Apple-Fans wie ein Kaugummi: Nach drei Jahren mit optisch gleichen Modellen muss Apple im kommenden Jahr unbedingt liefern – erst recht zum zehnjährigen Jubiläum des Kultsmartphones.

Wie bereits mehrfach kolportiert, dürfte Apple im kommenden Herbst gleich mehrere neue iPhone-Modelle auf den Markt bringen. Zuletzt war über ein großes Redesign für das iPhone 8  spekuliert worden, bei dem die Einfassung („Bezel“), in die aktuell noch der Homebutton mit Fingersensor und die Frontkamera abgesetzt eingearbeitet sind, ebenfalls als Display fungieren soll.

iPhone 8 mit OLED-Display erwartet

Erstmals zum Einsatz kommen dürften biegsame OLED-Displays, die für ihre knackigere Farbgebung bekannt sind. Anfang November hatte die Investmentbank JP Morgan berichtet, dass Apple eine Großbestellung über vier Milliarden Dollar bei Samsung aufgegeben habe, bei der es sich offenkundig um OLED-Displays handele.

Das Wall Street Journal bestätigte gestern die OLED-Gerüchte: Wie die US-Wirtschaftszeitung berichtet, setzt Apple beim iPhone 8-Launch auf Samsung, habe jedoch ebenfalls bei LG, Sharp und Japan Display OLED-Bestellungen für 2018 in Aussicht gestellt. Wie Bloomberg bereits berichtet hatte, dürfte Apples Nachfrage nach OLED-Displays jedoch weitaus größer sein als die verfügbare Menge. Die Folge hatte KGI Securities-Analyst Ming-Chi Kuo vor zwei Wochen herausgearbeitet: Apple könnte im nächsten Jahr lediglich ein iPhone 8-Modell mit einem OLED-Display ausstatten.

4,7 und 5,5 Zoll-Modell mit LCD-Technologie erwartet

Nun legt Kuo mit neuen Details aus der Zuliefererkette nach: Wie der KGI Securities-Analyst erfahren haben will, setzt Apple im kommenden Jahr auf nur ein neues Modell mit OLED-Technologie, das mit einer Display-Größe von 5,1 oder 5,2 Zoll zwischen den bisher gängigen Größen von 4,7 (iPhone 7) und 5,5 Zoll (iPhone 7 Plus) liegen soll. Diese Mittelgröße dürfte als das eigentliche Flaggschiff als iPhone 8 zu Premiumpreisen auf den Markt gebracht werden.

Wie Kuo in einer neuen Kurzstudie berichtet, die dem Blog AppleInsider vorliegt, dürften die Nachfolge-Generationen des iPhone 7 und iPhone 7 Plus erneut nur unwesentlich überholt werden und mit LCD-Display ausgestattet werden. Als größte Neuerung wird  die Rückkehr zum Glas-Gehäuse sowie eine drahtlose Auflade-Funktion wie bei der Apple Watch erwartet.

Mittelpreisiges iPhone in 4,7 Zoll dürfte neuer Kassenschlager werden

Obwohl die technischen Spezifikationen mit nur evolutionären Veränderungen zur bisherigen iPhone 6 / 6s / 7-Serie eher nicht Begeisterungsstürme bei Apple-Fans auslösen dürften, verspricht sich der KGI Securities-Analyst vom 4,7 Zoll großen Modell den größten Absatz-Impuls.

Apple könnte das kleine iPhone – mutmaßlich als 7s – nämlich als Mittelklasse-Gerät bepreisen und damit den eigentlichen Absatzboom auslösen, der dem Techpionier endlich wieder zur Rückkehr des Wachstums verhilft.

Neuer Absatzrekord mit dem iPhone 8 eingeplant

So rechnet Kuo damit, dass Apple in der zweiten Jahreshälfte 2017, die vom Launch Mitte September bis Ende Dezember tatsächlich nur 3,5 Monate umfasst, 120 bis 150 Millionen neuer iPhones produzieren lassen will.

Damit würde Konzernchef Tim Cook nicht nur die Vorgaben der vergangenen beiden Generationen iPhone 7 und iPhone 6s überbieten, sondern sogar das bisherige Rekordjahr 2014, als durch den iPhone 6-Boom 110 bis 120 Millionen neue Geräte abgesetzt wurden.

Wall Street: iPhone 8 könnte Superzyklus befeuern

An der Wall Street bewegen die Spekulationen über die nächste iPhone-Generation längst die Aktie: So stellte Analyst Timothy Arcuri von der Investmentbank Cohen bereits im Juni die These auf, dass Apple durch das iPhone 8 vor dem Beginn eines neuen Superzyklus stehen könnte, wie AppleInsider berichtet,

Apple ist für Arcuri „ein Pulverfass, das 2017 explodieren könnte“ – im positiven Sinne. Der Grund: Die explosive Vermengung des großen iPhone 8-Updates zusammen mit einer immer größeren Nutzerschaft, die immer ältere Geräte besitzt und daher ihren Kauf zurückgestellt habe. Ein mittelteures 4,7 Zoll großes iPhone 7s könnte damit wie von Ming-Chi Kuo prognostiziert, die Schlüsselrolle einnehmen.

Bevor es soweit ist, muss sich Konzernchef Cook mit dem Kampf gegen den Abwärtstrend herumschlagen: Seit nunmehr drei Quartalen entwickeln sich die iPhone-Absätze rückläufig. In den nächsten Quartalen bleiben die Wachstumsaussichten mit dem iPhone 7 problematisch, wie UBS-Analyst Steven Milunovich vorrechnet.

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

  1. Was ist denn jetzt passiert? Bisher waren Herrn Jacobsens Apple-Artikel immer angenehm kritisch und distanziert zur Jubel-PR aus dem Haus des angebissenen Apfels. Das kann ich über diesen Artikel leider nicht sagen – vor allem nicht angesichts dieser reißerischen Überschrift und der euphorischen Zwischenüberschriften.

  2. Schön aus anderen Quellen abgeschrieben. Trotzdem: Es heißt entweder LC-Display oder LCD…aber LCD-Display ist Humbug (für OLED gilt natürlich das gleiche).

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige