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Tape.TV ist pleite: Vorläufiger Insolvenzverwalter sieht kaum Chance für Geschäftsmodell

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Einst galt das Berliner Musik-Startup Tape.tv als Shootingstar in der Internet-Szene. Jetzt hat das Unternehmen Insolvenz angemeldet. Der vorläufige Insolvenzverwalter Oliver Sietz sieht kaum Chancen, die Firma mit ihrem derzeitigen Geschäftsmodell fortzusetzen. Er will nun versuchen, das technische Know der Gesellschaft an einen Investor zu verkaufen, betont der Rechtsanwalt gegenüber MEEDIA.

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Gestartet war Tape.TV im Juli 2008 als ein Webdienst, der personalisiertes Musikfernsehen im Netz anbieten wollte. Doch die wachsenden Konkurrenz der Google-Tochter YouTube und heimische Wettbewerber wie die heutige Pro Sieben.Sat 1-Tochter Ampya machten dem Berliner Start-up finanziell das Leben schwer.

Jetzt hat die Gesellschaft Antrag auf Eröffnung der Insolvenz gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Oliver Sietz ernannt. Der Rechtsanwalt sieht wenig Chancen, das Unternehmen mit seinem derzeitigen Geschäftsmodell fortzuführen. Zuletzt hatte die Firmenspitze noch versucht, Konzertveranstaltungen live im Netz zu übertragen. Dafür suchte die Geschäftsführung geeignete Partner. Offenbar vergeblich. Die Gesellschaft geriet finanziell ins Trudeln. Sie erzielte nach Angaben des vorläufigen Insolvenzverwalters in diesem Jahr keinen Umsatz.

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Der Insolvenzverwalter will nun offenbar versuchen, das technische Know How der Gesellschaft an einen Investor zu verkaufen. Der müsse allerdings hierfür ein neues tragfähiges Geschäftsmodell mitbringen. Betroffen von dem Firmenzusammenbruch der Tape.tv sind 15 Mitarbeiter. Deren Gehaltszahlungen sind durch das Insolvenzausfallgeld gesichert, heißt es.

Gegründet hatte das Unternehmen Conrad Fritzsch. Er hat die Firma vor einigen Monaten verlassen und arbeitet inzwischen für den Stuttgarter Autobauer Mercedes Benz als Leiter einer Digital-Unit.

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Alle Kommentare

  1. „in diesem Jahr keinen Umsatz“

    „Conrad Fritzsch. Er hat die Firma vor einigen Monaten verlassen und arbeitet inzwischen für den Stuttgarter Autobauer Mercedes Benz als Leiter einer Digital-Unit.“

    Da ist er ja weich gefallen… im Gegensatz zu seinen Mitarbeitern. DIE dürfen jetzt den Weg zum Arbeitsamt antreten!

    Seltsam, das sie diesen Umstand in ihrem Artikel gar nicht „gewürdigt“ haben.

    1. Hm, wenn eine Firma keinen Umsatz macht und der Chef geht dann sollte man als Mitarbeiter ebenfalls schnell einen neuen Arbeitgeber suchen.
      Das dürften Viele getan haben, muß man die jetzt auch (als was eigentlich ?) „würdigen“ ?

      Am Besten kann man scheiternde Firmen übrigens verhindern indem man deren Chefs und leitenden Angestellten sozial ächtet.
      Wenn man das konsequent durchzieht hat bald keiner mehr den Mut eine neue Firma zu starten, und das Problem der scheiternden Firmen ist gelöst.

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