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Verstoß gegen das Gesetz: Russland blockiert Karriere-Netzwerk Linkedin

Das Karriere-Netzwerk von Microsoft wird in Russland blockiert.
Das Karriere-Netzwerk von Microsoft wird in Russland blockiert.

In Russland hat es sich ausgelinkt: Das Karriere-Netzwerk Linkedin, das Microsoft im Juni für 26,2 Milliarden Dollar gekauft hat, wird in Russland blockiert. Das Businessportal verstoße gegen russische Gesetze, teilte die Aufsichtsbehörde in Moskau mit. Das entsprechende Gesetz ist seit 2014 in Kraft – wurde aber bisher nicht angewandt.

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Russland hat am Donnerstag Linkedin gesperrt. Das auf berufliche Kontakte spezialisierte Netzwerk von Microsoft verstoße gegen russische Gesetze, teilte die Aufsichtsbehörde in Moskau mit.

Linkedin speichere verbotenerweise Daten russischer Nutzer auf Servern im Ausland. Vertreter des Netzwerks baten eilig um ein Treffen mit der Behörde Roskomnadsor, um die Lage zu klären, wie die Nachrichtenagentur Interfax meldete. Das entsprechende Gesetz, das vorschreibt, Daten russischer Bürger auf russischen Servern zu speichern, existiert seit 2014. Es wurde bisher aber nicht angewandt. Linkedin hat nach Medienberichten in Russland fünf Millionen Nutzer. Da sind etwa ein Prozent der Nutzer weltweit. Das Netzwerk hatte gegen die drohende Sperre geklagt, war aber vor Gericht zweimal gescheitert.

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Microsoft hat im Juni das Karriere-Netzwerk für 26,2 Milliarden Dollar übernommen – die mit Abstand größte Übernahme in der vierzigjährigen Geschichte des Software-Riesen. Mehr als 450 Millionen Menschen haben sich inzwischen bei Linkedin angemeldet. Zwischen Anfang April und Ende Juni konnte das Businessportal 933 Millionen Dollar erlösen. Das entsprach einem Plus von immerhin noch 31 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Mit Material der dpa

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