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Jürgen Kaubes „Irrtümer der Wähler-Beschimpfer“ gewinnen die Blendle-Charts, Trump dominiert die Top Ten

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FAZ-Herausgeber Jürgen Kaube und sein Blendle-Bestseller

Die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten bewegt die Menschen weiterhin. Auch die wöchentlichen Blendle-Verkaufs-Charts werden von Artikeln zum Thema dominiert. Platz 1 geht dabei an den Kommentar von F.A.Z.-Herausgeber Jürgen Kaube über "Die Irrtümer der Wähler-Beschimpfer". Erfolgreichster Nicht-Traump-Text: Neons Tipps zum besseren Einschlafen.

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Lesenswert ist er, der Kommentar von Jürgen Kaube über die Trump-Wahl, weil man sehr gut über ihn streiten kann, Kaube hat es auf diejenigen abgesehen, „die sich vom amerikanischen Wahlergebnis überrascht zeigen“: Wie ist „es um die Bildung und die Urteilskraft derjenigen bestellt“, fragt der F.A.Z.-Herausgeber. Und meint: Nicht sonderlich gut. 190 Blendle-Nutzer empfehlen den Text auf der Plattform, wie viele zusätzlich ihn gekauft haben, ist unklar, Blendle veröffentlicht solche Zahlen weiterhin nicht. Der meistverkaufte Artikel war er laut Blendle aber in den vergangenen sieben Tagen.

Ohnehin dominiert der Ausgang der US-Wahl die Charts deutlich: Acht der Top-Ten-Artikel haben damit zu tun. So findet sich auf Platz 3 eine New-York-Times-Analyse zum Versagen der US-Medien, auf 4 der Spiegel-Artikel „Wütender weißer Mann“, auf 6 die NZZ mit dem „Donnerschlag gegen freiheitliche Weltordnung“, usw. Sogar ein Text aus dem August hat es noch einmal in die Top Ten geschafft: Bernd Ulrichs „Was macht die Autoritäten so stark? Unsere Arroganz“. Ulrich findet sich gleich zweimal in der Liste – auf Platz 9 auch noch mit einem aktuellen Stück.

Nichts mit Trump und der US-Wahl zu tun haben nur zwei Top-Ten-Artikel: Neon schaffte es mit Tipps zum besseren Einschlafen bis auf Platz 2, die F.A.Z. mit einer Reportage über Männer, die in der Security-Branche, im tiefsten Niedriglohnsektor, arbeiten, bis auf Rang 5.

Die Blendle-Top-Ten der meistverkauften deutschen Artikel vom 9. bis 15. November 2016:

1. „Die Irrtümer der Wähler-Beschimpfer“ – Frankfurter Allgemeine Zeitung, Jürgen Kaube, 1056 Wörter, 45 Cent
FAZ-Mitherausgeber Jürgen Kaube rechnet in diesem Meinungsbeitrag mit all jenen ab, die vor der US-Wahl glaubten, alles besser zu wissen.

2. „So wirst du zum Schlafstreber“ – Neon, 935 Wörter, 59 Cent
Nutzwertige Tipps aus der Neon, wie das mit dem Einschlafen besser klappt. Obendrein gibt es Ratschläge aus der Community.

3. „News Media Again Misreads Complex Pulse of the Nation“ – New York Times, Jim Rutenberg, 1125 Wörter, 15 Cent
Wie konnten die Medien und alle Umfragen bei Trump so falsch liegen? Eine Analyse des „Versagens“.

4. „Wütender weißer Mann“ – Der Spiegel, Matthias Bartsch, Anna Clauß, Jan Friedmann, Moritz Gerlach, Maik Großekathöfer, Jochen-Martin Gutsch, Ludwig Krause, Guido Mingels, Juan Moreno, Dialika Neufeld, Claas Relotius und Jonathan Stock, 3011 Wörter, 1,99 Euro
Trumps Wutwähler? Gäbe es auch bei uns. Der Spiegel hat sie getroffen und gefragt, was sie wollen.

5. „Hinter der Tür“ – Frankfurter Allgemeine Zeitung, Christoph Schäfer, 1057 Wörter, 45 Cent
Reportage über Männer, die in der Security-Branche ihr Geld verdienen – im tiefsten Niedriglohnsektor.

6. „Donnerschlag gegen freiheitliche Weltordnung“ – Neue Zürcher Zeitung, Andreas Rüesch, 1192 Wörter, 89 Cent
Noch mal Trump: Was sein isolationistisches Programm für Amerikas Außenpolitik bedeuten würde.

7. „Was macht die Autoritären so stark? Unsere Arroganz“ – Die Zeit, Bernd Ulrich, 2011 Wörter, 89 Cent
Aus dem Archiv: Essay über die liberalen Eliten und ihr Verhältnis zu den Abgehängten, von Bernd Ulrich.

8. „Das Ende einer Ära“ – stern, Norbert Höfler, 1042 Wörter, 65 Cent
Auch der Stern berichtet groß über Trumps Triumph. Und darüber, wie Hillary Clinton ihr Lebenswerk auf Spiel setzte – und verlor.

9. „… aber nicht am Ende“ – Die Zeit, Bernd Ulrich, 1815 Wörter, 59 Cent
Warum Europa nach der Trump-Wahl seine Werte verteidigen muss. Und das auch kann.

10. „Trump said he sparked a movement. He was right.“ – Washington Post, Jenna Johnson, 2826 Wörter, 15 Cent
Eine Journalistin begleitete Trump bei mehr als 170 Auftritten in 35 Staaten, sie beschreibt die Entstehung einer unaufhaltsamen Bewegung.

(Quelle des Rankings und der Artikel-Zusammenfassungen: Blendle)

Die Top 3 der meistverkauften Artikel aus den Ressorts Medien und Tech führt die New-York-Times-Analyse zur Rolle der Medien bei der US-Wahl an. Dahinter folgen ein Zeit-Artikel über das, was Google über uns weiß – und ein Interview mit Social-Media-Managern deutscher Parteien aus Neon.

1. „News Media Again Misreads Complex Pulse of the Nation“ – New York Times, Jim Rutenberg, 1125 Wörter, 15 Cent
Wie konnten die Medien und alle Umfragen bei Trump so falsch liegen? Eine Analyse des „Versagens“.

2. „Warum glaubt Google, mein Kaninchen frisst Hundefutter?“ – Die Zeit, Wolfgang Uchatius, 5500 Wörter, 89 Cent
Was weiß die Suchmaschine wirklich alles über uns? Zeit-Redakteur Wolfgang Uchatius hat den Selbsttest gewagt und ärgert den Algorithmus, der ihm personalisierte Werbung anzeigen soll.

3. „Die Wutbremsen“ – Neon, Marco Maurer, Christopher Piltz und Lars Weisbrod, 3284 Wörter, 59 Cent
Interview mit den Social-Media-Managern der deutschen Parteien, die AfD sitzt auch mit am großen Tisch.

(Quelle des Rankings und der Artikel-Zusammenfassungen: Blendle)

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