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„Was mich an Facebook stört…“: So sehen die ersten TV-Spots von Facebook aus

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Facebook erhöht den Werbedruck und zündet die zweite Stufe seiner millionenschweren Image-Kampagne. Seit dem gestrigen Montag schaltet der blaue Web-Riese auch TV-Werbung. Unter anderem lässt das Social-Network eine Handvoll Nutzer erzählen, was sie an Facebook stört. Gerade in Anbetracht der aktuellen Hass-Kommentar-Debatte ein durchaus mutiger Ansatz.

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Anhand der vermeintlichen Nutzer-Kritik erklärt das Network dann im Laufe des Clips jeweils eine seiner Funktionen. In diesem Fall wird die Möglichkeit erläutert, dass jeder Nutzer selbst entscheiden könne, was auf seiner Startseite zu sehen ist.

In einem anderen Spot jammern andere Nutzer, dass sie zu viele FB-Freunde hätten und dass sie nicht alles posten würden, aus Angst, wer diese Statusmeldungen alles sehen kann.

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Insgesamt startet die US-Plattform ihre TV-Offensive mit fünf Clips. Alle folgen dem bereits bekannten Claim „Mache Facebook zu Deinem Facebook“.

Neben dem TV-Start,sollen die Motive jetzt auch in Zeitschriften und auf Plakaten veröffentlicht werden.
Tatsächlich will Facebook mit der von Wieden + Kennedy entwickelten Kampagnen zeigen, dass man seinen Nutzern zuhöre. Vor neun Monaten habe man damit begonnen, Nutzer und Nicht-Nutzer dazu aufzurufen, Facebook mit ihren Sorgen und Gedanken zum sozialen Netzwerk zu konfrontieren, erklärten die Verantwortlichen um Kommunikatorin Tina Kulow und DACH-Chefin Marianne Bullwinkel bei der ersten Präsentation des Konzeptes in Hamburg. Im Anschluss habe man sich mit mehr als 850 Menschen unterhalten und über 400 Videoeinsendungen erhalten. Herausgekommen ist eine Kampagne, die Antworten auf diese Sorgen geben soll. Dabei geht es in erster Linie darum, für Funktionen des Netzwerkes zu werben, die die Nutzer häufig nicht kennen.
Der Zeitpunkt, zu dem Facebook in die Kommunikationsoffensive geht, ist interessant gewählt. Das Netzwerk hat derzeit erheblich mit seinem Image zu kämpfen und steht unter besonderer Beobachtung. Dabei geht es um den Umgang mit Hasskommentaren im Netz. Gleich von mehreren Seiten wird das Netzwerk kritisiert, das Thema Hatespeech nicht ernst genug zu nehmen und nicht ausreichend gegen strafrechtlich relevante Inhalte vorzugehen. Zu den Kritikern zählt unter anderem die Bundesregierung in Form von Justizminister Heiko Maas.

Es wird spannend sein zu beobachten, welche Reaktionen die Clips auslösen. Bereits in den Kommentaren der ersten Werbemotive, die nur innerhalb von Facebook zu sehen waren, ging es teilweise recht kritisch zu.

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Alle Kommentare

  1. Mich nervt es solche Honks die sich im Fernsehen entblöden zu sehen.
    Zum Fremdschämen diese Opfer ihrer asozialen bildungsgleichgültigen Eltern…
    Denen quilt die Bildungsunterschicht doch aus jeder Pore.
    Diese intellektuelle Planschkuh die davon redet dass zu viele (bzw. indirekt überhaupt) Videos reingestellt werden, die nicht/niemand/keinen (irgendwas aus der Richtung) interessieren.
    Das entscheidet also SIE?!? Das sind Charakterschwächen…
    Die gleiche Klientel die gerne auch aussagen „Das ist nur meine Meinung“ anhängen. Völlig unnötig… Als ob sie Führer eines Landes oder einer Religion etc. sind, und ihre Meinung von offiziellen Verlautbarungen abgrenzen müssten 0_o .
    Oder „sag Ich mal“, das ist die reale „Idiocrazy“-fizierung.
    Seeeehr schlichte Menschen nutzen solche Floskeln, über „sag Ich mal“ oder „Sag Ich mal so“ gibt es sogar einen Artikel. Damit wollen Menschen ähnlich wie mit „man“ (statt „Ich“) weniger Verantwortung für das gesagte übernehmen.

    „Ich sag mal so“, die Floskel für Denkfaule:
    https://www.welt.de/kultur/article13871566/Ich-sag-mal-so-die-Floskel-fuer-Denkfaule.html
    Fototext:
    „Klassische „Ich sag mal“-Situation: Der Erste Sekretär der SED-Bezirksleitung unterhält sich mit einer Werktätigen, die sich in ihren Antworten nicht unbedingt auf ein falsches Wort festlegen will“

    Haben die das tatsächlich selbst aufgenommen?
    Würde den miesen halligen Ton einer spärlich mit IKEA-Sperrmüll eingerichteten Raufaser-Hölle Ton erklären…

    In Abwandlung eines berühmten Zitates fordere Ich:
    „Mehr Verachtung wagen“.
    Öffentliche Verachtung solcher Verhaltensweisen.
    So wie auch „Vocal Fry“ und „Vertical Video Syndrome“.
    Zwei scheinbar harmlose Dinge, aber sie sind ein Anzeichen für die Verdummung und „Primitivisierung“.
    Auch eine gesunde Verachtung von Ausbildungsberufen als Lebensweg für die eigenen Kinder täte Deutschland gut.
    In ganz normalen Serien, Familienserien, Sitcoms, evtl. auch die Cosby Show etc., heißt es „willst du im Supermarkt die Regale auffüllen“, und dabei werden auch Wörter wie „enden“ verwendet.
    Beliebt auch die „Tankstelle“ als Beispiel für ein mieses Leben…
    Ich würde dann immer gerne die Zuschauer sehen, die so ein Leben führen.

  2. Mich stört an Deutschland, dass in den Medien die Jungen gegen die Alten ausgespielt werden. Für mich gehört auch dazu, dass das soziale Sicherungssystem herabgewirtschaftet wurde. Jeder sollte Beiträge zahlen (auch Parlamentarier, Beamte und Selbständige). Frauen sind in Deuschland immer noch benachteiligt. Wäre ich nicht den schwierigen Weg des permanenten Lernens (bisher 9 Abschlüsse) gegangen, ich wäre heute auf Grundsicherung angewiesen. Da ich die meiste Zeit meines Lebens in weiblichen Leichtlohngruppen gearbeitet habe, muss ich mit über 70 Jahren noch arbeiten. Zum Glück machen mir meine vielen Tätigkeiten Freude. Immer wolle ich aus meinem Leben ausbrechen, das will ich noch immer und hätte ich meine besonderen Aktivitäten nicht, ich hätte mich aus politischen Gründen selbst getötet. Denn Deutschland ist nicht das, was ich mir von jüngsten Kindesbeinen an vorgestellt habe. Wer aus der unteren Unterschicht kommt, hat nur bedingt eine Chance. Mit freundlichen Grüßen aus der immer strahlenden Asse Roswitha Söchtig

  3. Es stimmt, dass durch Stuttgart 21 der Park zerstört wird,
    es stimmt aber auch [liest keiner mehr].

    Das war schon eine Lachnummer hoch 10.

    Marketingtechnisch grandioser Trick bei der der Aufmerksamkeitsspanne heute… Man hört nur erstmal den Fehler, Rest irrelevant.
    Gutes Scheitern.

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