Social-Media-Offensive: Management bringt Michael Schumacher zu Facebook und Instagram

Ein Schritt in die Öffentlichkeit: Michael Schumacher hat jetzt Auftritte in den sozialen Medien
Ein Schritt in die Öffentlichkeit: Michael Schumacher hat jetzt Auftritte in den sozialen Medien

22 Jahre nach seinem ersten Formel 1-Sieg und drei Jahre nach seinem schweren Unglück meldet sich Michael Schumacher mit Auftritten bei Facebook und Instagram zurück – beziehungsweise dessen Managerin Sabine Kehm, die das Andenken wahren will. Damit öffnet sie in Zeiten, in denen nach wie vor über den Gesundheitszustand des 47-Jährigen spekuliert wird, auch einen wichtigen Kommunikationskanal.

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Die Facebook-Seite, die bereits seit Ende Oktober existiert, seit dem gestrigen Sonntag aber nun regelmäßig mit Inhalt gefüllt werden soll, zählt bereits mehr als 1,4 Millionen Fans. „Vom 13. November an wird diese Seite unser Marktplatz sein, auf dem Erinnerungen gesammelt und ausgetauscht und zugleich Michaels viele Erfolge gefeiert werden können; als Dankeschön an euch wunderbare Fans“, heißt es dazu im ersten Posting. Neben dem Auftritt bei Facebook hat Managerin Sabine Kehm auch ein Instagram-Profil erstellt.

Nach eigenen Angaben ist der 22. Jahrestag von Schumachers erstem Formel-1-Sieg Anlass für die Social-Media-Offensive – ein Jubiläum, das sonst eigentlich nicht gefeiert wird. Der öffentliche Auftritt ist auch insofern ungewöhnlich, als dass er dem bisherigen Kommunikationsverhalten widerspricht. Seit Schumachers tragischem Unfall im Dezember 2013, war es sehr still um den Formel-1-Piloten geworden. Für Familie und Management hatte der Rückzug und die Wahrung der Privatsphäre höchste Priorität. Weder Fans noch die allgemeine Öffentlichkeit wurden in irgendeiner Art und Weise über Schumacher im Allgemeinen oder seinen Gesundheitszustand informiert. Managerin Kehm suchte nur vereinzelt die Öffentlichkeit, um beispielsweise in der Talk-Sendung „Günther Jauch“ über die Berichterstattung zu sprechen. Das alles hatte einen sehr defensiven Charakter, die Managerin stellte den Respekt vor der Privatsphäre stets in den Mittelpunkt und sagte viel, ohne Konkretes mitzuteilen.

Die Präsenz auf den großen Social Web-Plattformen könnte durchaus der Auftakt zu einer Kommunikation des tatsächlichen Gesundheitszustands des legendären Rennfahrers sein – Millionen Fans in aller Welt warten seit Jahren auf Details. Das Management schafft mit den Auftritten eine enorme direkte Reichweite und damit Unabhängigkeit von der klassischen Berichterstattung. Über diese hatten sich Kehm und Angehörige in den vergangenen Monaten geärgert. Nun können sie Gerüchte oder falsche Berichterstattung gezielt zu dementieren oder eigene (juristische) Erfolge verbreiten. Derzeit klagen Schumachers Anwälte beispielsweise vor dem Landgericht Hamburg gegen Burdas People-Magazin Bunte. Dieses hatte Weihnachten 2014 berichtet, dass der Rennfahrer wieder laufen könne.

 

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