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Brexit belastet Cash Medien AG: Neues Magazin für Investmentfonds soll Verlag aus der Verlustzone steuern

Frank Milewski ist Chefredakteur von Cash
Frank Milewski ist Chefredakteur von Cash

Die Hamburger Cash Medien AG bekommt den Brexit zu spüren. Britische Lebensversicherer hätten in diesem Jahr auf dem deutschen Markt deutlich weniger Anzeigen geschaltet. Davon betroffen ist das Finanzmagazin Cash, Flaggschiff und wichtigster Umsatzträger des Verlags. Die Medien AG, an dem der Ex-Chefredakteur der Berliner Zeitung, Josef Depenbrock, mit 30 Prozent beteiligt ist, rutscht daher nach fünf Jahren Gewinn in diesem Jahr in die Verlustzone. Ein neues Magazin für Investmentfonds soll die Gesellschaft wieder in die Gewinnzone steuern.

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Der Vorstand der Hamburger Cash Medien AG spricht von einem „Ausrutscher“. Erstmals seit fünf Jahren wird die Cash Medien AG, in der das Wirtschaftsmagazin Cash erscheint, in die Verlustzone rutschen. „Die Cash Medien AG wird im Jahr 2016 aufgrund zurückgegangener werblicher Umsätze statt eines Jahresüberschusses von rund 100.000 Euro einen Fehlbetrag von rund 200.000 Euro erwirtschaften“, erklärt ein Firmensprecher gegenüber MEEDIA. 2015 erzielte die Cash Medien AG einen Gewinn von knapp 520.000 Euro. Ein Grund für den Ertragseinbruch ist unter anderem, dass sich britische Unternehmen – darunter der Lebensversicherer Standard Life sowie die Investmentfondsgesellschaft M & G – wegen des vor wenigen Monaten angekündigten Ausstiegs Großbritanniens aus der EU mit ihren Werbeausgaben zurückhalten. Sie würden in diesem Jahr weniger Anzeigen auf dem deutschen Markt schalten, um für ihre Produkte zu werben, heißt es. Dies bekommt auch das Finanz- und Wirtschaftsmagazin Cash zu spüren. „Der zu erwartende Umsatzrückgang 2016 ist tatsächlich sogar zu einem nennenswerten Teil auf den Wegfall einiger großer Etats aus der Versicherungsbranche zurückzuführen“, heißt es bei dem Unternehmen. Das Cash-Magazin ist der wichtigste Umsatzträger der Gruppe.

2017 jedoch will der Verlag wieder in die Gewinnzone steuern. Dabei setzt das Unternehmen seine Hoffnung auf eine neue Publikation, die seit Anfang des Jahres auf dem Markt ist. Ihr Name: Global Investor. Die Zeitschrift, die vor allem über Investmentfonds berichtet, richtet sich an professionelle und semi-professionelle Anleger. Demnächst erscheint die dritte Ausgaben des 100 Seiten starken Produkts, im nächsten Jahr soll die Taktzahl auf vier Ausgaben erhöht werden. Ein Online-Auftritt für Global Investor ist für Anfang nächsten Jahres vorgesehen. Chefredakteur des Titels ist Josef Depenbrock, ehemals Chefredakteur der heute zu DuMont gehörenden Berliner Zeitung sowie der Hamburger Morgenpost. Der Journalist, jahrelang rechte Hand des britischen Verlegers David Montgomery, hatte sich 2007 an der Cash Medien AG beteiligt. Heute ist er mit 30 Prozent am Printhaus engagiert.

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Flaggschiff des Verlags ist weiterhin das Cash Magazin unter Chefredakteur Frank Milewski. Die verkaufte Auflage bewegte sich im 3. Quartal 2016 bei 48.000 Stück, im entsprechenden Vorjahreszeitraum waren es 50.042 Exemplare. Um die Finanzberichterstattung zu intensivieren, hat das Magazin Mitte des Jahres ein Redaktionsbüro in Frankfurt eröffnet, dem wichtigsten Börsenplatz Europas. Zielgruppe von Cash sind vor allem Finanz- und Versicherungsmakler. Verstärkt will sich die insgesamt siebenköpfige Redaktion darum bemühen, künftig auch Bank- und Sparkassenberater sowie institutionelle Anleger als Leser zu gewinnen.

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