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„Bitte nicht den Horror-Clown“: Die besten Titelseiten zur US-Wahl

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Am heutigen Dienstag stimmen die US-Amerikaner über den 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika ab. Natürlich ist die Wahl das beherrschende Medienthema, dem sich weltweit alle Tageszeitungen auf ihren Titelseiten widmen. Dabei zeigt sich, dass Donald Trump das Gesicht diese Wahl ist. So arbeiten sich die Deutschen vor allem an Trump ab: „Bitte nicht den Horror-Clown“ (Mopo) oder „Apocalypse Now“ (Welt kompakt). Die besten Cover des Tages im Überblick:

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Die auffallendsten deutschen Titelseiten zur Abstimmung kommen diesmal von der Hamburger Morgenpost, der Welt, der Welt kompakt und der taz.

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Die Tageszeitungen in den USA selbst gehen überraschend defensiv mit der anstehenden Abstimmung um. Sie geben sich betont sachlich auf ihren Titelseiten und berichten überwiegend über die Aussagen des FBI, dass die erneute Prüfung der Clinton-Mails keine belastenden Hinweise zu Tage gefördert hätten. Allerdings veröffentlichten zu dieser frühen Uhrzeit noch nicht alle US-Zeitungen ihre aktuellen Titelseiten.

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In der berüchtigten britischen Boulevard-Presse spielte die Abstimmung bei den amerikanischen Brüdern ebenfalls noch keine große Rolle. Auf der Insel beschäftigen sich fast ausschließlich die großen Qualitätszeitungen (mit Ausnahme von „i“) mit dem Duell Clinton vs. Trump.

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Anders in Frankreich: Dort beherrscht der Kampf ums Weiße Hause so gut wie alle Titelseiten. Vor allem Trump scheint es den französischen Blattmachern angetan zu haben. Er ist und bleibt derzeit das prägende Gesicht dieser Wahl.
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Alle Kommentare

  1. »Wer sich über Kritik ärgert, gibt zu, dass er sie verdient. “«
    – Publius Cornelius Tacitus, römischer Historiker und Senator, um 55 -125 n. Chr. –
    Nahezu 2.000 Jahre alte Worte sind aktueller denn je.
    Prof. em. Thomas Meyer, Politikwissenschaftler hat schon im Titel seines Buches auf publizistische Anmassungen verwiesen:

    „Die Unbelangbaren – Wie politische Journalisten mitregieren“

    Als treffendes Beispiel führt er die Causa Wullf an, Telepolis, 02. Juni 2015
    » Die Jagd auf Wulff kann man als einen Schulterschluss von Bild, Zeit, FAZ und anderen Medien betrachten. Es gab eine sich allmählich immer höher schaukelnde kollektive Stimmung: Dieser Mann muss jetzt zur Strecke gebracht werden. Im Fall Wulff haben Medien kampagnenmäßig Macht ausgeübt. Mit den Übertreibungen und Selektionen wurde nicht aufgehört,
    bis das gemeinsam verfochtene Ziel, Wulff zu stürzen, erreicht war.
    Nicht anders war das Verhalten von so manchem Qualitätsmedium auch bei der letzten Bundestagswahl.
    Alles, was von Peer Steinbrück kam, wurde madig oder lächerlich gemacht.
    Er hatte in der ganzen Kampagne keine Chance, Fuß zu fassen.«
    goo.gl/s0RyOm

    Anders ausgedrückt:
    Prof. Dr. Ulrich Teusch formuliert den Sachstand so:
    „Medien werden Glaubwürdigkeit nicht zurückgewinnen
    … Journalisten arbeiten in Strukturen, die dem wahrhaftigen Journalismus eher abträglich sind. Mir geht es um das Mediensystem.
    Allerdings befreit das den einzelnen Kollegen nicht von seiner Verantwortung.«
    siehe Buch
    »Ulrich Teusch; » Lückenpresse. Das Ende des Journalismus, wie wir ihn kannten.«
    und Kress-Mediendienst, 24. 08. 2016
    goo.gl/CRvixv

    1. »Wer sich über Kritik ärgert, gibt zu, dass er sie verdient. “«
      Ich fühle mich von Ihrer Kritik nicht betroffen, da ich kein politischer Journalist bin. Was mich stört, sind nur ihre Pauschalaussagen über „Medien, die außer Rand und Band sind und von ihren Fehlern nichts gelernt haben“. An Ihren aufgeführten Beispielen ist ja durchaus was dran. Als Blaupause für den Fall Trump taugen sie aber dennoch nicht, da dieser eine dermaßen große Angriffsfläche bietet, die von den einschlägigen Medien fast reflexartig genutzt wird. Ob das immer gut und richtig ist, weiß ich auch nicht, da Trump ja scheinbar einen Teil seiner Popularität aus dem Widerspruch schöpft, den er bewusst hervorruft.

    2. @Britta Stoll: Eines wundert mich noch an Ihrem Kommentar: Sie verweisen auf den Politwissenschaftler Thomas Meyer und schreiben von der Anmaßung der Journalisten, die Politik zu kommentieren. Da frage ich Sie: Wer sollte es sonst tun? Nur ein elitärer Kreis an Politwissenschaftlern? Oder eine irrlichternde Schar annonymer Blogger und Online-Trolle, deren politischer Horizont nicht über die Verschwörungstheorien des Kopp-Verlags hinaus reicht? Da interessiert mich schon eher, was erfahrene Polit-Journalisten, die sich jahrelang intensiv mit der Materie befassen, zum aktuellen Zeitgeschehen von sich geben – wohl wissend, dass auch sie allen möglichen Einflüssen von Lobbyisten und parteiischen Verlags- und Senderchefs unterliegen.

  2. Viele Medien sind außer Rand und Band und haben aus Fehlern nichts gelernt. Wird eigentlich der deutsche Präsident gewählt?

    Man sollte der Entscheidung amerikanischer Wähler mit mehr Respekt begegnen. Medien haben zu informieren, nicht Meinung zumachen.

    1. Ich bitte Sie, halten Sie es etwa für abwegig, dass deutsche Medien die Wahl des US-Präsidenten, eines der mächtigsten Ämter der Welt, kommentieren? Dabei müssen wir nicht mal über den Tellerrand gucken, da uns US-Politik öfter betrifft, als es uns allen lieb ist. Natürlich werden wir die Entscheidung der amerikanischen Wähler respektieren müssen, sie sind in diesem Fall der Souverän. Aber vorab Hintergrundberichte und Kommentare zu veröffentlichen, das gehört schon immer zum Medien-Geschäft, und zwar weltweit. Dass dabei auch persönliche Meinungen einfließen, ist völlig okay, solange sie als solche klar ersichtlich sind und nicht wild mit Tatsachenbehauptungen vermischt werden.

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