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Ex-Punk, Ex-Katholikin, vollverschleiert und ARD-Stammgast: Das müssen Sie über „Anne Will“-Gast „Nikab“-Nora Illi wissen

Bei „Anne Will“ hat Nora Illi, Frauenbeauftragte des „Islamischen Zentralrat Schweiz“, für Furore gesorgt. Nicht zum ersten Mal.
Bei "Anne Will" hat Nora Illi, Frauenbeauftragte des "Islamischen Zentralrat Schweiz", für Furore gesorgt. Nicht zum ersten Mal.

Die ARD hätte gewarnt sein können: Nora Illi, die Frauenbeauftragte des "Islamischen Zentralrat Schweiz" (IZRS), hat nicht nur in der Talkshow "Anne Will" heftige Diskussionen ausgelöst. Die Schweizerin, dort auch bekannt als "Nikab-Nora", liebt offenbar die bewusste Provokation. Das hat sie schon vor Jahren im deutschen Fernsehen bewiesen.

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Ihr Auftritt in der ARD-Talkshow „Anne Will“ hat für eine Welle der Empörung gesorgtUnd eine Frage aufgeworfen: Wie konnte eine radikale Befürworterin der Vollverschleierung und eine Verteidigerin der IS-Ideologie ihre Ansichten im öffentlich-rechtlichen Fernsehen ausbreiten? „Die Zusammensetzung der gesamten Diskussionsrunde und deren Leitung durch Anne Will hat zu einer ebenso angemessenen wie notwendigen Auseinandersetzung geführt.“, verteidigt die verantwortliche NDR-Redakteurin Juliane von Schwerin die umstrittene Sendung. Zumindest eines ist sicher: Illi hat nicht zum ersten Mal provoziert.

Die 32-Jährige, aufgrund ihrer konsequenten Vollverschleierung in der Schweiz auch als „Nikab-Nora“ bekannt, war nicht zum ersten Mal zu Gast im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Die gelernte Mediengestalterin, die früher Journalistin werden wollte, war bereits zuvor bei „Anne Will“ und auch bei Sandra Maischberger zu Gast. Bereits 2013 fragte Moderatorin Anne Will: „Wie gefährlich sind radikale Muslime?“ Und im Rahmen dessen: Wollen Sie eine Gesellschaft, in der Homosexualität verboten ist? „Wir müssen nicht diskutieren, was ich will“, entgegnete Illi damals – obwohl auf der Website des IZRS homosexueller Sex als pervers bezeichnet wurde.


Ein Jahr zuvor sprach sich Illi bei „Menschen bei Maischberger“, heute „Maischberger“, für die Mehrehe aus. Sie würde einem „Bedürfnis der Männer“ entsprechen, Frauen in manchen Aspekten sogar entlasten. Die Kritik war sich einig: Maischberger ist bei „Nikab-Nora“ auf einen Medienprofi getroffen, der – ähnlich wie bei der aktuellen Debatte um „Anne Will“ – seine Plattform konsequent genutzt hat.

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Auch in einem Interview mit dem Schweizer Magazin Blick von 2014 fällt Illi durch die Unschärfe ihrer Sprache auf – und zeigt Verständnis für junge Muslime, die sich radikalisieren: „Je mehr Türen man uns Muslimen verschliesst, desto mehr schürt man die Aggression. Da erscheint das Leben in einem islamischen Staat verführerisch. Das sieht man bei vielen jungen Leuten, auch bei Mädchen, die davon träumen, nach Syrien zu gehen.“, so Illi gegenüber dem Blatt.

Dabei habe Religion nicht von Anfang an eine derart wichtige Rolle für sie gehabt, wie Nora Illi in mehreren Interviews erzählt. Die Tochter eines Psychotherapeuten und einer Sozialpädagogin, geboren in der Schweiz und katholisch getauft, war „ein rebellischer Teenager, der kurze Röcke trug, Punkmusik hörte und sich schminkte“. Mit 16 schließlich der Umbruch: Illi befasst sich mit dem Christen- und Judentum, später mit dem Buddhismus und schließlich mit dem Islam – mit 18 Jahren konvertiert sie. Und ändert ihr Leben radikal.

Auch Ihr Ehemann, Qaasim Illi, kommt aus der Schweiz und konvertierte zum Islam. Der IZRS-Sprecher wurde bereits wegen antisemitschen Äußerungen, illegaler Pornografie und Verstoßes gegen das Waffengesetz verurteilt, wie der Weltwoche-Journalist Kurt Pelda im April enthüllt hat „Ob Israel moralisch gesehen ein Existenzrecht hat, bezweifle ich“, zitiert ihn Blick. Das Paar hat vier Kinder, drei Mädchen und einen Jungen. Gemeinsam ist das Paar im Verein „Islamischer Zentralrat Schweiz“ tätig – was gewichtig klingt, aber bei weitem nicht die 400.000 Muslime in der Schweiz vertritt. Zur Zeit zählt der IZRS rund 3.700 Mitglieder.

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Alle Kommentare

  1. Mit dieser Ausgabe von „Anne Will“ hat der NDR bzw. die ARD, als auch Frau Anne Will sehr gut bewiesen, das der Islam nicht zu Deutschland gehört. Wer etwas anderes behauptet, der betreibt Volksverhetzung.

  2. hier redet niemand über den wahren Täter: der Imam aus der berliner Moschee. diese leute sind die Fundamente und brainwasher,welche menschen wie frau illi zu dem machen was sie sind!

  3. Naja, Reschke-TV eben, der NDR.

    Hässlich ist die ja, besser ist schon der Müllsack drüber, würde Fatima Roth auch gut stehen, muß man die Fresse nicht mehr sehen.

    Zitat“ Die Tochter eines Psychotherapeuten und einer Sozialpädagogin“ Mimmelsakra, da ist das Problem erkannt. Können die Eltern angesichts dieses Ungetüms eigentlich noch ruhig schlafen? Ich könnte es nicht.

    1. > Hässlich ist die ja, besser ist schon der Müllsack drüber, würde
      > Fatima Roth auch gut stehen, muß man die Fresse nicht mehr sehen.

      mit verlaub: du bist ein degoutant gestörtes arschloch …

      aber, du sprichst die sprache all dieser gestörten arschlöcher, die gerade aus ihren schweinekoben kriechen und (mimimi) respekt verlangen.

  4. In seinem Bestreben, „die eine und die andere Seite“ zu Wort kommen zu lassen (und sie damit gleichzustellen), unterlaufen dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk immer wieder solche Fehler. Dieses Bestreben erklärt auch ein Lächeln gegenüber einer Person, die finsteres Mittelalter propagiert. Es wäre die Gelegenheit gewesen, diese Person nicht wörtlich, aber intellektuell zu entschleiern, in dem man zu jeder ihrer kruden Thesen die Konsequenz darstellt. Und eben auch die Opfer zu Wort kommen lässt. Zarter Widerspruch reicht da bei weitem nicht aus.
    Wenn mir eine vermummte Person gegenüber sitzt, kann ich nicht ein einziges Mal lächeln. Aber wenn man neben dem zwangseingetriebenen Rundfunkbeitrag auch noch Quote egal womit braucht (um am Ende das eine mit dem anderen zu begründen), dann ist wahrscheinlich jedes Mittel recht.
    Vielleicht noch ein Hinweis: Vermummte muss man nicht einladen. Da reicht ein Telefongespräch. Man sieht ja doch nicht, was sie fühlen, weil man ihr Gesicht nicht sieht.
    Oder habe ich etwas falsch verstanden? Macht Anne Will jetzt Karneval?

    1. > Vermummte muss man nicht einladen

      es gab gestern abend einen brauchbaren kommentar im dlf

      „Anne Will“ und die Kontroverse um eine Frau mit Nikab

      in meiner täglichen playlist fanden sich drei beiträge, einer, der darauf hinwies, daß demokratie einiges aushält, ein interview mit mely kiyak, die sich ärgerte und den verlinkten kommentar. das halte ich für ein minimum zur bildung einer eigenen meinung über eine sache, die ich mir (natürlich) nicht angeguckt habe … aus den gründen, die im kommentar ausgeführt werden: im grunde gehen alle jetzt dieser art krawallfernsehen auf den leim, egal wie man sich positioniert.

      ich persönlich halte dieses ungezogene durcheinander reden eh nicht aus, also ziehe ich mir so was nie ‚rein.

      herrn mansur halte ich aber durchaus für kompetent, die sache so ausgeglichen zu haben, daß am ende diese frau eher nicht so gut da stand.

      was das „vermummen“ betrifft: ich persönlich sehe das wie es die franzosen sehen: an öffentlichen orten, sprich ämtern, gerichten, krankenhäusern etc. ist das ein noGo. wer so auf der strasse herumlaufen will, honi soit qui mal y pense, sollen sie doch.

      nur, das ist ja nicht der „normalfall“. der ist die ältere türkin, die ich heute mittag als nachbarin kennengelernt habe – ich bin mit frauen, die kopftücher trugen aufgewachsen. das waren meine tanten und meine oma … gute katholikinnen, die sonntags kilometer weit in die messe liefen. das „wächst sich aus“.

      wir sind halt in einer phase, in der der druck, der von „unserer“ (deutschen) seite ausgeht, einen gegendruck erzeugt. wir „zwingen“ ja geradezu junge muslima mit stolz ein kopftuch zu tragen. wir grenzen sie aus – sie reagieren trotzig.

      ist es das, was du von mir hören wolltest? 😉

      1. Lieber Hardy, wer Groß- und Kleinschreibung in Deutschland als offizielle Rechtschreibung nicht beherrscht, der ist indiskutabel. Punkt

  5. He Mongo hardy

    blablablablabla

    blabla blabla bla

    Los du armer Irrer, mach Text, kannst dich auch schwabenpfeil nennen

    :))))))))))))))

  6. @klum

    > die üblichen Linksfaschisten begeistert Beifall für die Islamfaschos.

    wenn ihr auch nur ein klitzekleines bißchen ahnung von der bedeutung des wortes „faschismus“ hättet, dann würde euch wahrscheinlich das kotzen ankommen, wenn ihr so in den spiegel guckt morgens: da starrt euch einer an – hetzend in einer masse von hetzern mitlaufen, immer das streichholz bereit, mit dem ihr flüchtlingsheime anzünden würdet, wenn ihr nicht nur eben so kleine feige internetzuscheisser wärt.

    du redest mit einem älteren herren um die 60, dem die bücher von mansur und abdel-samad zb. vertraut sind – ohne daß er in die art von hysterie verfällt, die euch zu eigen ist.

    du kannst also dein jämmerliches „haltet! den! dieb!“ wieder einstecken – ihr seid durchschaut und auf hetzer wie euch wird dieses land nicht wieder hereinfallen.

  7. MÜSSEN wir dies wirklich wissen? Eigentlich könnte es uns doch Alle bestenfalls peripher tangieren, was irgendeine Sinnsuch-Trulla auf ihrem Trip gerade so erlebt.
    Wenn man dabei nur nicht dieses ungute Gefühl hätte, dass unser Staatsfernsehen hier absichtlich solch einen Freak auf die Bühne zerrt, um im Nachhinein jeden Bart- und Kopftuchträger um so besser als „moderat“, „integriert“ und „normal“ hinstellen zu können.

    1. > Wenn man dabei nur nicht dieses ungute Gefühl hätte,
      > dass unser Staatsfernsehen hier absichtlich solch einen
      > Freak auf die Bühne zerrt,

      ich finde ja auch, daß gauland und höcke zu oft im fernsehen zu sehen sind. die sollten sich mal verschleiern, das ist ja ekelhaft, die immer sehen zu müssen-

      1. @hardy
        Wie immer klatschen nur die üblichen Linksfaschisten begeistert Beifall für die Islamfaschos.

    1. Habe nicht den Eindruck, dass der ÖR mit der Einladung der durchgeknallten Nora „die Islamisierung hofiert“. Solche Leute sollen ruhig zu Wort kommen und die hässliche Seite des Islam zeigen, solange ihnen ein vernünftiger Widerpart mit treffenden Gegenargumenten gegenübersitzt. Für die allgemeine Meinungsbildung ist das besser, als wenn nur Weichspüler in der Talkshow sitzen, die sich gegenseitig beweihräuchern und nur in Nuancen unterscheiden.
      Und zu dem Handbuch, auf das Sie hier anspielen: Wüsste nicht, was daran verwerflich sein sollte. Es soll Journalisten Fakten und Hintergründe über den Islam liefern, bevor diese über Dinge schreiben, von denen sie nicht einmal ein gesundes Halbwissen haben. Mit einer Vorgabe des Staats, wie über den Islam zu berichten ist, hat das wohl kaum zu tun. Es geht um Information und das Handbuch ist nur eine von vielen möglichen Quellen. Eine Handlungsanweisung ist es sicher nicht (was sich auch kein gestandener Journalist gefallen lassen würde).

      1. @ Schwabenpfeil: “ . . . solche Leute sollen ruhig zu Wort kommen . . .“ ? Wie kommen Sie darauf? Die Niqab-Rassistin Nora Illi ist bekannt für ihre kruden Thesen – und wenn die ARD sie einlädt, muss ihr jemand gegenüber sitzen, der ihr intellektuell gewachsen ist und sich nicht einschüchtern lässt. Nicht die Einladung war das fatale an diesem Abend (obwohl ja auch) – es war die achselzuckende Gastgeberin A. W., die ihr Gegenüber anlächelte, eine Frau, die Köpfen, Kreuzigen, Kastrieren, Vergewaltigen und die Steinigung für tolerabel hält.

      2. Herr Schulze, wer wäre Ihrer Ansicht nach der „Niqab-Rassistin“ denn „intellektuell“ gewachsen gewesen? Widerspruch gab es doch. Und: Hätte „A. W.“ ihren Talkgast ihrem Wunsch nach nicht „anlächeln“, sondern lieber ohrfeigen bzw. gleich am Nasenring durchs Studio schleifen sollen?

      3. @ Hildy Johnson: Nein, nichts von ihren populistischen Einlassungen. Frau Will hätte tun sollen, was eine dem Thema gewachensene Moderatorin machen musse: die richtigen Fragen stellen und nicht lächeln, wenn eine Niqab-Rassistin – und Frau Nora Illi ist als solche bekannt – die IS Schergen verniedlicht, Männer, deren Motto und Ziel es ist, die, die nicht ihrer kruden Auffassung sind, zu köpfen, zu kreuzigen, zu kastrieren oder zu vergewaltigen und die Steinigung für gut zu heissen. Das hätte Frau Will ansprechen müssen – und nicht einfach lächeln. Fragen Sie bitte einmal die Yesidinen, die Baden-Württemberg aufgenommen hat. Von denen hätte Frau wenigstens eine in Ihr Unterhaltungsshow einladen müssen.

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