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Anhaltender Abwärtstrend: Apple dürfte mit dem iPhone 7 2017 weiter an Boden verlieren

Apple-CEO Tim Cook muss mitansehen, wie sein Konzern von der Börse abgestraft wird
Apple-CEO Tim Cook muss mitansehen, wie sein Konzern von der Börse abgestraft wird

Die jüngsten Hiobsbotschaften scheinen sich zu bestätigen: Apples neues iPhone 7 trifft offenbar auf geringere Nachfrage als seine beiden Vorgänger-Generationen. Nachdem zuletzt von Käuferzurückhaltung in China zu hören war, prognostiziert Staranalyst Ming-Chi Kuo weiteres Abwärtspotenzial im ersten Halbjahr 2017. In beiden Quartalen dürfte Apple weniger iPhones absetzen als in diesem Jahr – auch, weil ein Nachfolger für das Mittelklasse-Smartphone iPhone SE ausfallen dürfte.

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Die Abwärtsspirale beschleunigt sich. Seit Bekanntgabe der jüngsten Quartalsbilanz fällt die Apple-Aktie wie ein Stein – sieben der letzten acht Handelstage schloss das Papier im Minus. Mehr als 50 Milliarden Dollar an Börsenwert hat Apple damit in nicht einmal eineinhalb Wochen eingebüßt.

Dem Kursrutsch liegt nicht nur die Enttäuschung über die seit nunmehr drei Quartalen nachgebenden Umsätze und Gewinne zugrunde, sondern vor allem die fehlende Aussicht auf eine Trendwende.

Ming-Chi Kuo: Die iPhone-Absätze dürften auch 2017 weiter schrumpfen

Wie UBS-Analyst Steven Milunovich vergangene Woche in einer Kurzstudie ermittelte, wird das iPhone 7 besonders im Zukunftsmarkt China sehr verhalten aufgenommen: Ein Smartphone, das genauso aussieht wie die Vor-Vorgänger-Generationen hat es in Asien, wo sichtbare Innovationen zählen, naturgemäß schwer.

Wenig überraschend sagt auch Staranalyst Ming-Chi Kuo Apple eine schwere Zeit bis zum nächsten iPhone voraus: Die Umsätze im ersten Halbjahr 2017 dürften weiter zurückgehen, prognostiziert der Apple-Analyst von KGI Securities.

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So rechnet Kuo im ersten Kalenderquartal 2017, dem zweiten von Apples Fiskaljahr, nur noch mit 40 bis 50 Millionen abgesetzten Einheiten – im Vorjahr waren es n0ch 51,2 Millionen Stück. 2014, als das iPhone 6 gelauncht wurde, konnte Apple gar 61 Millionen Einheiten verkaufen.

2017 kein iPhone SE-Nachfolger erwartet

Im zweiten Kalenderquartal 2016, dem dritten von Apples Fiskaljahr 2017, könnten die Absätze mit 35 bis 40 Millionen Einheiten sogar auf das Niveau von 2013 zurückfallen, prognostiziert Kuo – nach 40,4 Millionen im Vorjahr und 47,5 Millionen 2015 mit dem iPhone 6.

Ein Grund für Apples immer größere Absatzschwäche liegt laut Kuo im Fehlen eines Nachfolgers des Mittelklasse-Geräts iPhone SE, das Apple im März gelauncht hatte. 2017 ist nach Einschätzung des KGI-Analysten nicht mit einem Update zu rechnen.

Erst mit dem iPhone 8, das im September 2017 erwartet wird, dürfte Apple demnach wieder zum Wachstum zurückkehren – wobei fraglich erscheint, ob der iKonzern dabei lediglich die bereits ermäßigten Vorjahresergebnisse übertreffen oder noch einmal die Bestwerte des iPhone 6 schlagen kann. So oder so: Das lange Warten auf Wachstum beim wertvollsten Konzern geht weiter…

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