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„Die Hölle ist zugefroren“: Nutzer freuen sich über YouTube-Einigung mit Gema

YouTube-Nutzer feiern die Einigung zwischen Gema und Google als historischen Erfolg
YouTube-Nutzer feiern die Einigung zwischen Gema und Google als historischen Erfolg

Es ist eine Sensation in der Geschichte des Internet: YouTube und die Gema haben sich außergerichtlich geeinigt und einen Lizenzvertrag geschlossen, der ab sofort in Kraft tritt. Das bedeutet: YouTube zahlt zukünftig Abgaben für die Verwertung von Musik, die Sperrung tausender Videos durch YouTube wird aufgehoben. Wie viel Geld fließt, ist unbekannt. Von Nutzern wird der Deal unterdessen gefeiert.

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Allerheiligen wird zum Feiertag für das ganze Internet. Rückwirkend bis 2009 zahlt YouTube Gema-Abgaben. Die Verwertungsgesellschaft und die Google-Tochter haben sich in einem Lizenzvertrag auch für künftige Zahlungen geeinigt. Google selbst spricht von einem „großen Tag für die Musiklandschaft“, auch die Gema feiert die Vereinbarung als Erfolg für seine 70.000 Mitglieder, fordert aber weiterhin die Politik dazu auf, einen „klaren Rechtsrahmen zu schaffen“, da auch weiterhin unterschiedliche Rechtsauffassungen in Urheberfragen bestünden.

Tatsächlich ist die Einigung nichts weniger als eine Sensation. Dass sich die Parteien außergerichtlich einigen würden, war alles kaum noch erwartet worden. Entsprechend erfreut reagieren auch die Nutzer, die am meisten vom Ergebnis profitieren dürften. Ab sofort sollen die Sperrtafeln, die von der Gema geschützte Werke verbergen, fallen und die Inhalte wieder verfügbar sein. Für das Social Web üblich schwanken die Reaktionen zwischen Ironie und Sarkasmus. So kann es der Chef von Spiegel Online, Florian Harms, kaum glauben, dass die Einigung noch erlebt werden darf. Stefan Keuchel, ehemaliger Pressesprecher bei Google, twittert sogar von der zugefrorenen Hölle. Manch anderer Nutzer ruft nun den Weltfrieden als nächstes Ziel aus.

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Alle Kommentare

  1. „…im Gegenzug hebt die Gema die Sperrung tausender Videos auf…“ Meines Wissens war die Sperre durch YouTube erfolgt, damit keine Rechtsverletzung stattfindet solange keine Einigung gelungen war, die ggf. zu Folgekosten für YouTube geführt hätten.
    Das wirft ein anderes Bild auf die Situation: Die GEMA ist nicht der böse Sperrer gewesen.

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