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MacBook Pro-Keynote: Apple stellt neue Laptop-Luxusklasse mit Touch Bar-Bedienung und neue Apple TV-App vor

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Tim Cook bei der Enthüllung neuer MacBooks

Ein Apple-Event ohne Wow-Effekt: Fast eineinhalb Stunden feierten Tim Cook, Phil Schiller und Craig Federighi eines der ältesten Produkte der Konzerngeschichte: das MacBook. Zum 25. Geburtstag des Apple-Laptops präsentierte der iKonzern eine Generalüberholung seines Premium-Modells MacBook Pro. Wie Leaks im Vorfeld bereits andeuteten, erhält das neue MacBook Pro eine visuelle Bedienungsleiste, die Apple Touch Bar nennt. Die Set-Top-Box Apple TV bekommt unterdessen eine neue Universal-App spendiert.

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„Hello again“: Die Ankündigung weckte bei Apple-Fans die größte Hoffnung: Würde die Mac-Sparte, die dringend einer Auffrischung bedurfte, wie die jüngsten Quartalszahlen dokumentieren, eine Generalüberholung in Form von neuen MacBooks, iMacs und gegebenenfalls sogar eines neuen Mac Pros erhalten?

Mitnichten: Lediglich der MacBook-Serie spendierten die Apple-Granden Tim Cook, Phil Schiller und Craig Federighi ein Upgrade – und das auch nur einem von drei Geräten. Während der 2008 gelaunchte Klassiker MacBook Air und das im vergangenen Jahr neu aufgelegte MacBook in gewohnter Form weitergeführt werden, spendierte Apple seinem Premium-Modell MacBook Pro zum 25-jährigen Jubiläum ein großes Update.

Wie im Vorfeld erwartet worden war, kommt das MacBook Pro mit einer komplett neuen Bedienleiste daher. Die gewohnten Funktionstasten wurden durch ein OLED-Multi-Touch-Display in Retina-Qualität ersetzt, das Apple Touch Bar nennt. Nutzer können zahlreiche Anwendungen nun direkt mit ihren Fingern steuern – das MacBook rückt damit näher an das iPad heran.

Auch ein anderes von iOS-Geräten bekanntes Feature ist künftig auf Apples Premium-MacBook zu finden – der Fingerabdrucksensor Touch ID.

Apples neue Laptop-Luxusklasse hat erwartungsgemäß ihren Preis: Das mit einer Höhe von nur 1,49 cm dünnste und mit einem Gewicht von 1,36 Kilogramm leichteste MacBook Pro aller Zeiten startet in der 13 Zoll-Version ab 1700 Euro, kostet mit 2,9 GHz-Prozessor 2200 Euro und kann mit entsprechenden Hardware-Erweiterungen auch schnell bis zu 3.300 Euro kosten.

Bei der großen Pro-Version in 15 Zoll wird es schnell noch teuerer: Das Einstiegsmodell kostet 2700 Euro, die aufgerüstete Version mit 2,7 GHz-Prozessor 3200 Euro, während Apple-Fanboys in der Maximalvariante mit 2 TB-Flash-Festplatte mal eben 5000 Euro auf den Tisch legen können.

TV-App, um den Fernseher zu übernehmen

Den Auftakt der 80-minütigen Apple-Keynote machte unterdessen ein App-Update von Apples Set-Top-Box Apple TV, für die im vergangenen Jahr der App Store gelauncht wurde. Schlicht „TV“ nennt der Techpionier seine Apple TV-App, die ein schnelleres Navigieren zwischen den potenziell Tausenden Apps und den unzähligen Inhalten ermöglichen soll – und von allen Apple-Geräten gesteuert werden kann.

„Apps auf Apple TV, iPhone und iPad zu verwenden, ist für so viele von uns zur bevorzugten Art geworden, fernzusehen“, erklärte Apples Content-Chef Eddy Cue. Es klingt nach einem neuen Versuch, die inzwischen zehn Jahre alte Fernseh-Vision von Apple TV endlich konkreter zu gestalten. Allein: Die neue TV-App erscheint erst im Dezember – und auch zuerst nur in den USA.

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