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Anhaltender Schrumpfkurs und fehlende Innovationen: Die Wall Street zweifelt an Apples Zukunftsstrategie

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Die Wall Street wird unruhig: Bereits das dritte Mal in Folge muss Apple nun schon rückläufige Umsätze und Gewinne verkraften – und erstmals seit 2001 wieder ein Geschäftsjahr mit deutlich geschrumpften Erlösen ausweisen. Die Folge: Ein fallender Aktienkurs und gnadenlose Fragen von Analysten im Conference Call. Auch wenn Apple 2017 noch einmal mit dem iPhone 8 zum Wachstum zurückkehren kann, werden die Zweifel immer größer, wie gut der iKonzern für die Zukunft gerüstet ist.

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Apples jüngste Quartalszahlen sind von Anlegern nicht gut aufgenommen worden – und das trotz eines besser als erwarteten Ausblicks. Das Minus von 2,5 Prozent am darauf folgenden Handelstag ist der Ausdruck des anhaltenden Misstrauens, das die Wall Street Apple-Chef Tim Cook seit Langem entgegenbringt.

Mit gutem Grund: Apple befindet sich seit nunmehr drei Quartalen im Negativwachstum. Das iPhone, das iPad, die Mac-Sparte, die Apple Watch: Die Kunden kaufen 2016 weniger Apple-Produkte.

Analysten grillen Tim Cook

In der Telefonkonferenz, die auf die Bekanntgabe der Quartalsergebnisse folgte, wurde Cook förmlich von Analysten gegrillt. Steven Milunovich von der UBS fühlte dem Apple-Chef dabei nicht nur wegen der enttäuschenden Ergebnisse im abgelaufenen Geschäftsjahr auf den Zahn, sondern vor allem wegen der fehlenden Innovationen unter seiner Ägide.

Die Apple Watch ist gefloppt, aus der Fernsehstrategie ist auch zehn Jahre nach der Vorstellung von Apple TV nichts geworden, während sich die Auto-Pläne zerschlagen zu haben scheinen.

„Haben Sie eigentlich eine Zukunftsstrategie?

„Haben Sie eigentlich eine Zukunftsstrategie? Wissen Sie, was Sie in den nächsten drei bis fünf Jahren tun werden?“ fragte Milunovich unverblümt. Eine solch respektlose Frage an den CEO des wertvollsten Konzerns der Welt wäre an Steve Jobs undenkbar gewesen.

Doch Milunovich wollte es dabei nicht belassen. Der UBS-Mann fragte Cook, ob Apple eigentlich ein tiefes Verständnis habe, wohin sich die Technologietrends entwickeln werden. „Wir haben ein starkes Verständnis davon, wohin sich die Dinge entwickeln und wir können ziemlich schnell den Schalter umlegen, wenn es nötig ist“, konterte Cook hörbar genervt.

Ist Microsoft das neue Apple?

Die Skepsis ist nicht auf Analysten beschränkt. „Tim Cook ist der neue Steve Ballmer„-Artikel kursierten gestern reflexartig, während sich zahlreiche Nutzer nach Microsofts Keynote an Apple erinnert fühlten– an das innovative Apple unter Steve Jobs, wohl gemerkt:

Apple hat heute Abend auf seiner Mac-Keynote die Chance zum Konter. Die Erwartungen hat der Kultkonzern aus Cupertino selbst hochgesteckt: Die Presseeinladung zum Event spielt mit den Worten „hello again“ an die legendären Enthüllungen des ersten Macintosh-Computers (1984) und des ersten iMacs (1997) an.

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