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„Das Ziel ist Erkenntnisgewinn“ – Ingo Zamperonis Premiere als neuer „Tagesthemen“-Moderator

Ingo Zamperoni präsentiert ab dem heutigen Montag die „Tagesthemen“
Ingo Zamperoni präsentiert ab dem heutigen Montag die "Tagesthemen"

Für seinen ersten Einsatz als neuer Hauptmoderator der ARD-"Tagesthemen" am heutigen Montagabend hat Ingo Zamperoni (42) schon im TV-Studio geprobt. "Ich habe die freien Zeitfenster genutzt, um Bewegungen und Schritte auszuprobieren. Was für ein Timing brauche ich?", sagte der bisherige ARD-Korrespondent in der US-Hauptstadt Washington. Im November kehrt noch einmal kurz in die USA zurück.

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Obwohl er die Nachrichtensendung vor seinem USA-Einsatz schon vertretungsweise moderierte, kannte Zamperoni das im April 2014 in Betrieb genommene Studio noch nicht. Es hat eine etwa 18 Meter lange halbrund geformte Mediawand, über die Videos, Panoramabilder und Infografiken eingespielt werden. Vor ihr gehen die Moderatoren entlang. „Der Tisch ist zum Glück fahrbar und geht rauf und runter“, so der 1,95 Meter große Moderator. „Wenn ich ein Podest bekomme, können wir auch zusammen moderieren“, scherzte die 1,71 Meter große Caren Miosga (47).

Das Duo moderiert die Nachrichtensendung im Ersten allerdings im Wechsel. Beide kennen sich nach eigenem Bekunden schon seit dem gemeinsamen Start 2007 bei ARD-aktuell. „Es fühlt sich sehr familiär an“, sagte Zamperoni. Er kenne die Redaktion und die Kollegen: „Das macht es einfacher.“ Und Miosga machte ihm Mut: „Ich habe Ingo überhaupt keine Tipps zu geben. Er ist ein alter Hase. Go for it!“ Zamperonis Vorgänger war Thomas Roth, der am 21. November 65 Jahre alt wird und sich in den Ruhestand verabschiedet hat.

Seit Wochenbeginn ist Zamperoni aus den USA zurück und muss noch sein Arbeitszimmer in den NDR-Fernsehstudios in Hamburg einrichten. Hier wird er seine Moderationen schreiben. Seine USA-Landkarte wolle er aufhängen und neun kleine Pappfernseher mit seinem Porträt auch hier wieder aufstellen, die Hamburger Grundschüler einmal für ihn gebastelt haben. „Das war so entzückend“, sagte der Vater von drei Kindern.

Für seinen professionellen Anspruch greift er auf einen seiner weiteren Vorgänger zurück, Hanns-Joachim Friedrichs (Moderator 1985-1991): „Cool blieben, aber nicht kalt.“ Gefühlsausbrüche sind vor den Kameras tabu, den Zuschauer hat er auch für seine Interviews fest im Blick: „Das Ziel ist Erkenntnisgewinn.“

Den will Zamperoni auch rüberbringen, wenn er am 8. und 9. November die „Tagesthemen“ über den Ausgang der US-Wahl live aus Washington moderiert. Es wäre bitter gewesen, hätte er nicht direkt dabei sein können, bekennt der Ex-Reporter. Aber: „Ich habe mich ausgetobt“, resümiert der Moderator, der nach früherem Bekunden „von einem Traumjob zum anderen“ wechselt.

Mit den „Tagesthemen“ will das Moderatoren-Duo auch in den sozialen Netzwerken präsenter werden und sich stärker einem jüngeren Publikum öffnen. „Ich habe das schon in den USA gemacht. Das hat großen Spaß gebracht“, sagt Zamperoni. „Ich werde unserem Markenkern ’seriöse Nachrichten‘ treu bleiben, bin aber auch offen für Neues“, kündigte der in Wiesbaden geborene Deutsch-Italiener an. Ob er sich wie bei Vorgängern üblich eine Abschiedsformel (Roth: „Kommen Sie gut durch die Nacht“) aneignen wird, will er auf sich zukommen lassen.

Das TV-Nachrichtenmagazin ist nach Angaben des Ersten auf Rekordkurs: In den ersten neun Monaten 2016 schalteten im Durchschnitt jeden Abend 2,68 Millionen Zuschauer die „Tagesthemen“ ein, ein Zuwachs von 220.000 verglichen mit dem Jahresdurchschnitt 2015. Der Marktanteil liege aktuell bei 11,8 Prozent (2015: 11,0 Prozent).

Almut Kipp

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Alle Kommentare

  1. Der Hansel ist bei mir seit der Italiennummer bei der EM 2012 eh unten durch… Passt zum GEZ-Medien-Konglomerat.

  2. Dass muss man sich erst mal geben…, da liest ein Moderator, einer von vielen die Nachrichten ab, die Zuschauer und die gesamte Presselandschaft feiern ihn als Helden, als den Supermann im gesamten Universum…!!!

    Wie verblödet sind die Leute eigentlich geworden, so etwas auch noch zu würdigen…, der da gemütlich hinter seinem Pult steht, während sich Tausende von anderen Leuten sich um die Armut und den Flüchtlingen annehmen.

    Und der gute Mann rätselt auch noch…, was er zur An- und Absage dem Zuschauer vor gaukelt…, die gesamte Presse hofiert, einschließlich MEEDIA.

    Die Lächerlichkeit hoch Drei:

    „Ich habe die freien Zeitfenster genutzt, um Bewegungen und Schritte auszuprobieren. Was für ein Timing brauche ich?“, sagte der…

  3. Schreiben die die Texte selber oder lesen die nur ab ? Oder sind es nur An-Moderatoren mit irgendwas bevor der eigentliche Beitrag kommt ? Die hat man sich zwischen den Sendungen inzwischen ja eingespart. Früher standen da wirklich welche und haben erzählt welche Serien-Episode oder Spielfilm oder Dokumentation oder bei Top40 im Musik-TV welcher Song als nächstes gezeigt wird… also „an-moderiert“…

    Und das da immer eine Frau und ein Mann sitzen kennt man von USA-Newsshows (z.B. How i met your Mother) oder stundenlangen Frühstücks-TV-Formate schon ewig.
    Die sogenannte „Zielgruppe“ wurde ja auch damals wohl nur von USA einfach kopiert aber seit Jahrzehnten hier diskutiert…

    Vielleicht sollte man mal eine Weile lang Wrestling-Moderationen zuhören/zusehen und dann als Folge mal überlegen, obs nicht was besseres geben könnte oder einfach das kleine Foren-Volk vorschlags-mäßig fragen oder Kalkofe fragen was seine Meinung ist ! Der will ja auch das Fernsehen – endlich bzw. immer – besser wird…
    Insbesondere weil man ja 360-Übertragungen mit Original-Transcript und deutscher Übersetzung usw. rechts neben Politikers Kopf einblenden könnte weil 360 viel Platz bietet und 2D-TV nur noch ein Teil-Segment der wahren Informations-Menge ist.

    Sehr wichtig wäre auch Online/APP-GEZomat wo jeder mit seiner GEZ-Nummer z.b. seine Screen-Größe eintippt und dementsprechend anhand der Statistik die Formate für HD720 bzw. PAL aufbereitet werden: DVB-PAL auf 60″ sieht auch anders aus als auf uralten mickrigen Röhren-Geräten.
    RTL könnte aufgrund dieser Zahlen Löwen und News und Formel1 und Sport (Boxen usw.) usw. in FullHD anders – also informativer – darstellen als für PAL statt einfach nur 5-mal so viel Pixel auszustrahlen.

    Speziell bei News aber auch Sport will man viele Infos unterbringen und PAL ist bald hoffentlich nur noch fastfood-burgerboxen Schmalspur wohingegen das wahre FullHD fünf mal so viele Pixel also Informationen haben kann und auch sollte. Auch weil 40″ inzwischen normal dafür sein dürften und wer kleiner hat, vielleicht eh nur PAL guckt und kein HD hat.

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